Stadtnachrichten Tettnang
16 neue Ehrenamtliche begleiten Menschen auf ihrem letzten Weg

Ein Schwerpunkt waren zunächst einmal Übungen zur Selbstreflexion und Selbsterfahrung zu Fragen wie: Welches ist meine Sicht des Lebens? Welche Vorstellungen und vielleicht auch Ängste kommen mir angesichts von Sterben und Tod? Welche Sichtweisen und Gefühle haben schwerstkranke Sterbende selbst, welche ihre Familien? Zu erkennen und zu akzeptieren, „dass die eigene Sichtweise nur eine von vielen ist“, war für Cordula Geiger ganz zentral.
Weitere Themen waren die Schulung der Wahrnehmung und einer achtsamen Kommunikation, das Ausbalancieren von Nähe und Distanz, das Wesen von Abschied und Depressionen. Schließlich musste gelernt werden, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu akzeptieren.
Natürlich wurden auch die Fragen weltanschauliche Deutung und Begleitung von Sterben und Tod intensiv bearbeitet.
Für Annette Heß war während der Ausbildung vor allem das Gespräch mit den „alten“ erfahrenen Hospizmitarbeiterinnen wichtig. Von ihnen bekam sie Antworten auf ihre vielen Fragen „was ist, wenn…“, sodass sie „ihre anfängliche Unsicherheit ablegen“ konnte. Jetzt sieht sie ihrem ersten Einsatz „hochmotiviert“ und dennoch etwas „angespannt“ entgegen.
Auch Cordula Geiger fühlt sich durch die vielen Übungen, Gespräche und Beispiele während der Ausbildung sicherer. Wir haben gelernt, uns einzufühlen und dabei wahrzunehmen, was „das Gegenüber sagt, auch was es nicht sagt, und wirklich braucht“. Besonders froh und dankbar ist sie über die gute Gemeinschaft in der Gruppe der ehrenamtlichen Hospizdienstmitarbeiter. Sie weiß, dass sie „jederzeit einen von ihnen rufen kann“, denn da jeder Mensch seinen eigenen Tod stirbt, „ist auch die Begleitung immer neu, das erste Mal“. Obwohl die Ehrenamtlichen keine Pflegekräfte sein werden, haben sie innerhalb der etwa 70-stündigen Ausbildung auch mehrere praktische Kurseinheiten in palliativer Pflege und Begleitung absolviert.
(Erschienen: 10.02.2012 20:25)

Ein Schwerpunkt waren zunächst einmal Übungen zur Selbstreflexion und Selbsterfahrung zu Fragen wie: Welches ist meine Sicht des Lebens? Welche Vorstellungen und vielleicht auch Ängste kommen mir angesichts von Sterben und Tod? Welche Sichtweisen und Gefühle haben schwerstkranke Sterbende selbst, welche ihre Familien? Zu erkennen und zu akzeptieren, „dass die eigene Sichtweise nur eine von vielen ist“, war für Cordula Geiger ganz zentral.
Weitere Themen waren die Schulung der Wahrnehmung und einer achtsamen Kommunikation, das Ausbalancieren von Nähe und Distanz, das Wesen von Abschied und Depressionen. Schließlich musste gelernt werden, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu akzeptieren.
Natürlich wurden auch die Fragen weltanschauliche Deutung und Begleitung von Sterben und Tod intensiv bearbeitet.
Für Annette Heß war während der Ausbildung vor allem das Gespräch mit den „alten“ erfahrenen Hospizmitarbeiterinnen wichtig. Von ihnen bekam sie Antworten auf ihre vielen Fragen „was ist, wenn…“, sodass sie „ihre anfängliche Unsicherheit ablegen“ konnte. Jetzt sieht sie ihrem ersten Einsatz „hochmotiviert“ und dennoch etwas „angespannt“ entgegen.
Auch Cordula Geiger fühlt sich durch die vielen Übungen, Gespräche und Beispiele während der Ausbildung sicherer. Wir haben gelernt, uns einzufühlen und dabei wahrzunehmen, was „das Gegenüber sagt, auch was es nicht sagt, und wirklich braucht“. Besonders froh und dankbar ist sie über die gute Gemeinschaft in der Gruppe der ehrenamtlichen Hospizdienstmitarbeiter. Sie weiß, dass sie „jederzeit einen von ihnen rufen kann“, denn da jeder Mensch seinen eigenen Tod stirbt, „ist auch die Begleitung immer neu, das erste Mal“. Obwohl die Ehrenamtlichen keine Pflegekräfte sein werden, haben sie innerhalb der etwa 70-stündigen Ausbildung auch mehrere praktische Kurseinheiten in palliativer Pflege und Begleitung absolviert.
(Erschienen: 10.02.2012 20:25)

































