Stadtnachrichten Salem
Auf geht´s in die Bütt
Den nächsten Büttenredner Helmut Dickreiter beschäftigte indes ganz Anderes. So setzte ihn seine Frau kurzerhand auf Diät, was zum Vergnügen der zuhörenden Männerschar manch komische Züge hatte. „Dann wollt ich Bier und wurde blasser, gab es doch nur noch stilles Wasser“, ärgerte sich Dickreiter.
Endlich war es daraufhin wieder an der Zeit für den Boten vom Salemer Tal. Doch anstatt aus der Zeitung zu zitieren, war es in diesem Jahr ein neues Medium, das es Klaus Müller angetan hatte. „Bei dieser Kiste ist nämlich der Trick, beweg die Warze nur ein Stück“, beschrieb er die Funktionsweise seines Laptops, den er mit in die Bütt genommen hatte. „Weil der Neukauf isch jetzt im Internet Portal – ist der Standort in Salem scheißegal“, stellte er fest in Bezug auf den geplanten Vollsortimenter in der neuen Mitte der Gemeinde.
Gelästert wurde im Anschluss wieder am Stammtisch von Alfred Hefler und Wolfgang Beyer, die kein peinliches Erlebnis des Dorfgeschehens ausließen. So tankte eine an dieser Stelle nicht genannte Dame Super anstatt Diesel und eine andere Gattin war mit dem Hochzeitstag einen Monat zu früh dran. Für den geistigen Beistand sorgte Dekan Peter Nicola. „Gestern Morgen freilich um viertel Zehn – im Münster zu Salem, da hab ich viele von euch durchaus nicht geseh‘n. Deshalb erlaube ich mir, ihr Jungen und Alten, die gestrige Predigt auch heute zu halten“, kündigte er gleich zu Beginn an, um kurz darauf der versammelten Männerschar „den Marsch zu blasen“.
Gar schräg sang Ernst Fuchs zu seinem Orgelspiel, um kurz darauf für seine 40-jährige Tätigkeit als Narrenpolizist von Wolfgang Beyer mit dem Ehrenbüttel-Titel des Narrenvereins Salem ausgezeichnet zu werden.
Eine etwas andere Sichtweise trug Stephan Schweizer vor, der als verkannter Politiker sein Leid klagte. “So genießen wir großes Vertrauen, besonders auch bei jungen Frauen“, spottete er.
Als Captain Morgan enterte Erich Müller die Bütt. „Das ist nicht dümmer als dumm – drum trinken wir jetzt nen Rum“, animierte er nicht nur einmal Prinz Max und Bürgermeister Manfred Härle zum Trinken, die er sich als Piratencrew neben das Rednerpult gesetzt hatte.
„Wir als Narren, tun unsere Meinung kund, und schlagen niemand auf den Mund“, appellierte Johannes Schweizer als Salemer Demonstrant, der zuvor so manche Missstände in der Gemeinde schonungslos aufgedeckt hatte.
Zuguterletzt ließ es sich auch Moderator André Proft nicht nehmen, über seine nicht verfasste Büttenrede zu philosophieren und so den vergnüglichen Morgen offiziell zu beenden.
(Erschienen: 20.02.2012 18:25)
Den nächsten Büttenredner Helmut Dickreiter beschäftigte indes ganz Anderes. So setzte ihn seine Frau kurzerhand auf Diät, was zum Vergnügen der zuhörenden Männerschar manch komische Züge hatte. „Dann wollt ich Bier und wurde blasser, gab es doch nur noch stilles Wasser“, ärgerte sich Dickreiter.
Endlich war es daraufhin wieder an der Zeit für den Boten vom Salemer Tal. Doch anstatt aus der Zeitung zu zitieren, war es in diesem Jahr ein neues Medium, das es Klaus Müller angetan hatte. „Bei dieser Kiste ist nämlich der Trick, beweg die Warze nur ein Stück“, beschrieb er die Funktionsweise seines Laptops, den er mit in die Bütt genommen hatte. „Weil der Neukauf isch jetzt im Internet Portal – ist der Standort in Salem scheißegal“, stellte er fest in Bezug auf den geplanten Vollsortimenter in der neuen Mitte der Gemeinde.
Gelästert wurde im Anschluss wieder am Stammtisch von Alfred Hefler und Wolfgang Beyer, die kein peinliches Erlebnis des Dorfgeschehens ausließen. So tankte eine an dieser Stelle nicht genannte Dame Super anstatt Diesel und eine andere Gattin war mit dem Hochzeitstag einen Monat zu früh dran. Für den geistigen Beistand sorgte Dekan Peter Nicola. „Gestern Morgen freilich um viertel Zehn – im Münster zu Salem, da hab ich viele von euch durchaus nicht geseh‘n. Deshalb erlaube ich mir, ihr Jungen und Alten, die gestrige Predigt auch heute zu halten“, kündigte er gleich zu Beginn an, um kurz darauf der versammelten Männerschar „den Marsch zu blasen“.
Gar schräg sang Ernst Fuchs zu seinem Orgelspiel, um kurz darauf für seine 40-jährige Tätigkeit als Narrenpolizist von Wolfgang Beyer mit dem Ehrenbüttel-Titel des Narrenvereins Salem ausgezeichnet zu werden.
Eine etwas andere Sichtweise trug Stephan Schweizer vor, der als verkannter Politiker sein Leid klagte. “So genießen wir großes Vertrauen, besonders auch bei jungen Frauen“, spottete er.
Als Captain Morgan enterte Erich Müller die Bütt. „Das ist nicht dümmer als dumm – drum trinken wir jetzt nen Rum“, animierte er nicht nur einmal Prinz Max und Bürgermeister Manfred Härle zum Trinken, die er sich als Piratencrew neben das Rednerpult gesetzt hatte.
„Wir als Narren, tun unsere Meinung kund, und schlagen niemand auf den Mund“, appellierte Johannes Schweizer als Salemer Demonstrant, der zuvor so manche Missstände in der Gemeinde schonungslos aufgedeckt hatte.
Zuguterletzt ließ es sich auch Moderator André Proft nicht nehmen, über seine nicht verfasste Büttenrede zu philosophieren und so den vergnüglichen Morgen offiziell zu beenden.
(Erschienen: 20.02.2012 18:25)


































