Meersburg
Strahlenschützer fordern strahlungsarme Alternativen

„Ich hoffe, ich entlasse Sie jetzt nicht mit Ängsten aus dem Klosterkeller", sagte der alte und wieder neu gewählte erste Vorsitzende Waldemar Scheyhing aus Nußdorf zum Schluss der Mitgliederversammlung, bei der auch interessierte Gäste willkommen waren.
Die Thematik, mit der sich der Verein „Strahlenschutz am Bodensee“ beschäftigt, erzeugte durchaus eine gewisse Betroffenheit bei den Anwesenden. Großer Tagesordnungspunkt war der Mobilfunk: Einerseits ist Mobilfunk aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken, andererseits warnen Fachleute vor gesundheitlichen Schäden aufgrund der entstehenden elektromagnetischen Strahlung. „Die staatlichen Grenzwerte und das Baurecht räumen den Netzbetreibern mehr Freiheiten ein als den betroffenen Bürgern", heißt es in einem aufklärenden Merkblatt des Meersburger Vereins. Günter Dolak, Ingenieur für Hochfrequenz- und Fernmeldetechnik aus Konstanz, versuchte den Gästen komplexe Werte anschaulich zu machen. „3,5 Prozent Strahlenanteil muss nicht immer automatisch 3,5 Prozent heißen.“ Oft seien die Werte nicht linear gemessen. Der Ingenieur sagte weiter, dass in der Wirtschaft günstige Geräte meist der Gesundheit der Menschen Vorrang hätten. Besonders häufige Krankheitsbilder, die durch Strahleneinwirkung ausgelöst werden können, reichen von Schlafstörungen, Bluthochdruck bis hin zu Krebs.
Dabei sei es möglich, technische Alternativen zu den strahlungslastigen Geräten umzusetzen, schloss Dolak seinen Vortrag.
Wirtschaft scheut Kosten
Die Wirtschaft scheue jedoch Zeit und Mehrkosten. Zum Abschluss der Versammlung sprachen die Strahlenschützer noch den geplanten Tetramast von 31 Metern Höhe an. Schriftführerin Bettina Zimber berichtete, dass die Stadtverwaltung keinen Einblick in das Gutachten genehmige. Eine Auseinandersetzung mit den Strahlenschützern sei wohl nicht erwünscht, Zimber.
(Erschienen: 16.11.2009 18:30)

„Ich hoffe, ich entlasse Sie jetzt nicht mit Ängsten aus dem Klosterkeller", sagte der alte und wieder neu gewählte erste Vorsitzende Waldemar Scheyhing aus Nußdorf zum Schluss der Mitgliederversammlung, bei der auch interessierte Gäste willkommen waren.
Die Thematik, mit der sich der Verein „Strahlenschutz am Bodensee“ beschäftigt, erzeugte durchaus eine gewisse Betroffenheit bei den Anwesenden. Großer Tagesordnungspunkt war der Mobilfunk: Einerseits ist Mobilfunk aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken, andererseits warnen Fachleute vor gesundheitlichen Schäden aufgrund der entstehenden elektromagnetischen Strahlung. „Die staatlichen Grenzwerte und das Baurecht räumen den Netzbetreibern mehr Freiheiten ein als den betroffenen Bürgern", heißt es in einem aufklärenden Merkblatt des Meersburger Vereins. Günter Dolak, Ingenieur für Hochfrequenz- und Fernmeldetechnik aus Konstanz, versuchte den Gästen komplexe Werte anschaulich zu machen. „3,5 Prozent Strahlenanteil muss nicht immer automatisch 3,5 Prozent heißen.“ Oft seien die Werte nicht linear gemessen. Der Ingenieur sagte weiter, dass in der Wirtschaft günstige Geräte meist der Gesundheit der Menschen Vorrang hätten. Besonders häufige Krankheitsbilder, die durch Strahleneinwirkung ausgelöst werden können, reichen von Schlafstörungen, Bluthochdruck bis hin zu Krebs.
Dabei sei es möglich, technische Alternativen zu den strahlungslastigen Geräten umzusetzen, schloss Dolak seinen Vortrag.
Wirtschaft scheut Kosten
Die Wirtschaft scheue jedoch Zeit und Mehrkosten. Zum Abschluss der Versammlung sprachen die Strahlenschützer noch den geplanten Tetramast von 31 Metern Höhe an. Schriftführerin Bettina Zimber berichtete, dass die Stadtverwaltung keinen Einblick in das Gutachten genehmige. Eine Auseinandersetzung mit den Strahlenschützern sei wohl nicht erwünscht, Zimber.
(Erschienen: 16.11.2009 18:30)

Themendossiers
































