Meersburg
Drei Uhldinger Punkrocker sahnen richtig ab
Sie sind seit ihrer Kindheit befreundet, Musik machen sie seit etwas über zwei Jahren - jetzt haben die Uhldinger Punkrocker "3 alias Te" ihren ersten Volltreffer gelandet: Erster Platz beim "T-Mobile Local Support Band Contest". Jürgen Maier (Gitarre/Gesang), Raphael Denker (Bass/Gesang) und Lars Wittmann (Schlagzeug) setzten sich gegen über 500 Bands aus ganz Deutschland durch, die Sounds von Hip-Hop bis Heavy Metal fabrizieren. Für die drei 21-Jährigen ist das ein großer Schritt nach vorne: Neben 5000 Euro spendiert der Mobilfunkanbieter der Band ein neues Schlagzeug, eine E-Gitarre und zwei Auftritte. Am 8. August steht das Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio beim Kulturufer in Friedrichshafen auf der Bühne, am 29. August heißt es "Auf nach Hamburg". In der Hansestadt veranstaltet T-Mobile eine Sommer-Session im Rahmen der "Extreme Playgrounds", einem Mix aus Extremsport und rockigen Klängen von bekannten Bands. "3 alias Te" treten dort bei der "Riders Night" auf und dürfen einen Bus voller Fans mitbringen. Tags drauf stehen in Hamburg die Ska-Punkrock-Institution "Mad Caddies" und die Politpunkfraktion von "Rise Against" auf der Bühne.
Lob vom Beatsteaks-Manager
"Mein Bruder war gerade auf Geschäftsreise und rief mich von unterwegs an, um mir von unserem Sieg zu erzählen", sagt Jürgen Maier. Sein Bruder Stefan macht die Pressearbeit für die Band. "Wir konnten es zuerst gar nicht glauben", sagt Drummer Lars Wittmann. Ähnlich wie bei der Plattform "Myspace" lief der Wettbewerb von T-Mobile so ab, dass Bands sich im WWW ein Profil anlegen und einen Song vorstellen konnten. Im ersten Schritt ging es um darum, sich in einer Internetabstimmung unter musikbegeisterten Netzsurfern durchzusetzen. "3 alias Te" brauchten zweieinhalb Minuten, um zu überzeugen: Der melodiöse Kracher "Latest fashion" bekam gute Noten, im zweiten Schritt mussten die Musiker einen weiteren Song präsentieren. Der hieß "What if", ihn bewertete eine fünfköpfige Jury, in der unter anderem Christian Pertschy (Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg) und Max Herre (Sänger der Hip-Hop-Band "Freundeskreis") saßen. Auch von denen gab es durchweg prima Rückmeldungen: Pertschy lobte den "Dampf", den die Jungs machen, Herre gefiel die "Sängerstimme, die noch mehr im Vordergrund stehen könnte". Nicht zu vergessen der Ritterschlag von Eric Landmann, der die Berliner Punkrock-Giganten "Beatsteaks" managt: "Sehr gut gemachter Melody Punk", so dessen Urteil.
Für die Band, die bereits zwei EPs aufgenommen hat (steht für "Extended Play", ein Tonträger mit einer mittleren Spielzeit zwischen einer Single und einem Album), ist der Sieg ein Riesenschritt nach vorne: Die erste amtliche CD-Produktion rückt durch die Finanzspritze in Reichweite, mehr Auftritte bedeutet mehr Öffentlichkeit. Beigebracht haben sich die Jungs ihre musikalischen Fähigkeiten überwiegend selbst. "Ich hab am Anfang auf einer großen Keksdose geübt", erzählt Schlagzeuger Lars, und Raphael ergänzt: "Mein erster Bass war eine Gitarre, bei der ich einfach zwei Saiten entfernt habe." In der Region hat die Band schon etliche Auftritte hinter sich, im Markdorfer Theaterstadel, bei der Mühlhofener Rocknacht und beim Meersburger Mezmerize-Festival etwa. Im Probenraum stehen die drei jeden Tag, wenn es geht. An Wochenenden ist Pause angesagt. Die Musik der Uhldinger trägt Einflüsse von Poppunks wie "Blink 182", alten Recken wie "The Offspring" oder "Rancid" oder Rocklegenden wie Ex-Nirvana-Drummer Dave Grohls "Foo Fighters".
Auch wenn dieser Sieg für sie fantastisch ist, die drei Musiker bleiben auf dem Boden: "Wir sind nicht fixiert darauf, unser Hobby zum Beruf zu machen - aber wenn es sich machen ließe, wäre das schon ziemlich geil", sagt Gitarrist Jürgen Maier. Was es mit dem markant-ungewöhnlichen Bandnamen auf sich hat, wollen die drei erst verraten, wenn sie bei "Rock am Ring" auf der Bühne stehen. Auch dafür gibt es einen Bandwettbewerb...
(Erschienen: 04.07.2009 00:06)
Sie sind seit ihrer Kindheit befreundet, Musik machen sie seit etwas über zwei Jahren - jetzt haben die Uhldinger Punkrocker "3 alias Te" ihren ersten Volltreffer gelandet: Erster Platz beim "T-Mobile Local Support Band Contest". Jürgen Maier (Gitarre/Gesang), Raphael Denker (Bass/Gesang) und Lars Wittmann (Schlagzeug) setzten sich gegen über 500 Bands aus ganz Deutschland durch, die Sounds von Hip-Hop bis Heavy Metal fabrizieren. Für die drei 21-Jährigen ist das ein großer Schritt nach vorne: Neben 5000 Euro spendiert der Mobilfunkanbieter der Band ein neues Schlagzeug, eine E-Gitarre und zwei Auftritte. Am 8. August steht das Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio beim Kulturufer in Friedrichshafen auf der Bühne, am 29. August heißt es "Auf nach Hamburg". In der Hansestadt veranstaltet T-Mobile eine Sommer-Session im Rahmen der "Extreme Playgrounds", einem Mix aus Extremsport und rockigen Klängen von bekannten Bands. "3 alias Te" treten dort bei der "Riders Night" auf und dürfen einen Bus voller Fans mitbringen. Tags drauf stehen in Hamburg die Ska-Punkrock-Institution "Mad Caddies" und die Politpunkfraktion von "Rise Against" auf der Bühne.
Lob vom Beatsteaks-Manager
"Mein Bruder war gerade auf Geschäftsreise und rief mich von unterwegs an, um mir von unserem Sieg zu erzählen", sagt Jürgen Maier. Sein Bruder Stefan macht die Pressearbeit für die Band. "Wir konnten es zuerst gar nicht glauben", sagt Drummer Lars Wittmann. Ähnlich wie bei der Plattform "Myspace" lief der Wettbewerb von T-Mobile so ab, dass Bands sich im WWW ein Profil anlegen und einen Song vorstellen konnten. Im ersten Schritt ging es um darum, sich in einer Internetabstimmung unter musikbegeisterten Netzsurfern durchzusetzen. "3 alias Te" brauchten zweieinhalb Minuten, um zu überzeugen: Der melodiöse Kracher "Latest fashion" bekam gute Noten, im zweiten Schritt mussten die Musiker einen weiteren Song präsentieren. Der hieß "What if", ihn bewertete eine fünfköpfige Jury, in der unter anderem Christian Pertschy (Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg) und Max Herre (Sänger der Hip-Hop-Band "Freundeskreis") saßen. Auch von denen gab es durchweg prima Rückmeldungen: Pertschy lobte den "Dampf", den die Jungs machen, Herre gefiel die "Sängerstimme, die noch mehr im Vordergrund stehen könnte". Nicht zu vergessen der Ritterschlag von Eric Landmann, der die Berliner Punkrock-Giganten "Beatsteaks" managt: "Sehr gut gemachter Melody Punk", so dessen Urteil.
Für die Band, die bereits zwei EPs aufgenommen hat (steht für "Extended Play", ein Tonträger mit einer mittleren Spielzeit zwischen einer Single und einem Album), ist der Sieg ein Riesenschritt nach vorne: Die erste amtliche CD-Produktion rückt durch die Finanzspritze in Reichweite, mehr Auftritte bedeutet mehr Öffentlichkeit. Beigebracht haben sich die Jungs ihre musikalischen Fähigkeiten überwiegend selbst. "Ich hab am Anfang auf einer großen Keksdose geübt", erzählt Schlagzeuger Lars, und Raphael ergänzt: "Mein erster Bass war eine Gitarre, bei der ich einfach zwei Saiten entfernt habe." In der Region hat die Band schon etliche Auftritte hinter sich, im Markdorfer Theaterstadel, bei der Mühlhofener Rocknacht und beim Meersburger Mezmerize-Festival etwa. Im Probenraum stehen die drei jeden Tag, wenn es geht. An Wochenenden ist Pause angesagt. Die Musik der Uhldinger trägt Einflüsse von Poppunks wie "Blink 182", alten Recken wie "The Offspring" oder "Rancid" oder Rocklegenden wie Ex-Nirvana-Drummer Dave Grohls "Foo Fighters".
Auch wenn dieser Sieg für sie fantastisch ist, die drei Musiker bleiben auf dem Boden: "Wir sind nicht fixiert darauf, unser Hobby zum Beruf zu machen - aber wenn es sich machen ließe, wäre das schon ziemlich geil", sagt Gitarrist Jürgen Maier. Was es mit dem markant-ungewöhnlichen Bandnamen auf sich hat, wollen die drei erst verraten, wenn sie bei "Rock am Ring" auf der Bühne stehen. Auch dafür gibt es einen Bandwettbewerb...
(Erschienen: 04.07.2009 00:06)

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