Rund um Meersburg
Wenn Tomatenmark kurzerhand den Lippenstift ersetzt
Pfarrer Wolfgang Demling betritt als erster die Bühne und sorgt mit einem humorvollen Gedicht für Applaus. Über das Fest der goldenen Hochzeit sinnieren Lydia (Fanny Garet) und Bruno (Maria Waldvogel). „Vor da Hochzeit hätt‘ i di fresse kenne, heit däd i mir wünsche, dass i‘s due hätt‘“, bilanziert Bruno. Der kranke Mann (Reinhilde Ainser) wird von seiner dominanten Frau (Gisela Minne) zum Arzt (Edith Neumaier) geschleppt. Keine Chance, ein Wort verlauten zu lassen, hat der Patient, da die liebende Gattin alle Wehwechen schildert. Hier kann nur noch ein Rezept helfen: eine neue Frau. Die letzten Festdamen der „Eulen“ von 1912, also quasi Gründungsmitglieder, verteilen kleine Sticheleien an den Narrenrat, der die Frauen bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen vergessen hat. „Ihr habt es versprochen, und bis zum nächsten Jubiläum wird es eng“, so Gabi Megerle und Hedi Meichle. Bananenschale so gut wie neu
Neue Recyclingmöglichkeiten auf dem Wochenmarkt stellen Anni Kramer, Klärle Leiss und Hedi Meichle vor. Kundin Anni will ihre leere Bananenschale auffüllen, „weil die ist noch wie neu“, was für Heiterkeit im Saal sorgt. Politesse Doris Haltmaier, die lieber Hagnaus erste Eventmanagerin wäre, macht sich Gedanken, wie man den Verkehr auf der Bundesstraße regeln könnte. „Rechts vor links wäre prima, da würden die Ampeln überflüssig“, so ihr Vorschlag.
Originell auch die Pantomime von Monika Baur und Gisela Minne: Stadtpflanze Monika nutzt eine Bahnfahrt, um ihr Aussehen aufzubessern. Landei Gisela will der Dame von Welt in nichts nachstehen und greift auf Ersatz zurück. Da wird aus einer Tüte Mehl ein Gesichtspuder, und Tomatenmark dient als Lippenstift.
Das Gute und das Böse zeigen die Sonnenbühl-Frauen in Form von Lebensmitteln. Brokkoli, Blumenkohl und Paprika habe der liebe Gott geschaffen, damit Berta und Anton gesund leben könnten. Der Teufel zieht nach mit Keksen, Chips und Fast Food, und das charmante Paar verfällt dem Angebot. Für die Gesunderhaltung bringt der Himmelsvater Insulin und Betablocker ins Spiel, was der Gegenspieler nicht teilnahmslos hinnimmt. „Der Teufel schloss die Hansjakob-Apotheke“, so das Fazit des ungleichen Kampfes.
Die Jungfern-Wallfahrt zeigt keinen Erfolg, obwohl wahre Schönheiten die Bühne erobern. Auf der Suche nach der besseren Hälfte tönt es einstimmig: „Die ganze Wallfahrt war für die Katz‘, wir haben noch immer keinen Schatz.“
(Erschienen: 09.02.2012 17:00)
Pfarrer Wolfgang Demling betritt als erster die Bühne und sorgt mit einem humorvollen Gedicht für Applaus. Über das Fest der goldenen Hochzeit sinnieren Lydia (Fanny Garet) und Bruno (Maria Waldvogel). „Vor da Hochzeit hätt‘ i di fresse kenne, heit däd i mir wünsche, dass i‘s due hätt‘“, bilanziert Bruno. Der kranke Mann (Reinhilde Ainser) wird von seiner dominanten Frau (Gisela Minne) zum Arzt (Edith Neumaier) geschleppt. Keine Chance, ein Wort verlauten zu lassen, hat der Patient, da die liebende Gattin alle Wehwechen schildert. Hier kann nur noch ein Rezept helfen: eine neue Frau. Die letzten Festdamen der „Eulen“ von 1912, also quasi Gründungsmitglieder, verteilen kleine Sticheleien an den Narrenrat, der die Frauen bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen vergessen hat. „Ihr habt es versprochen, und bis zum nächsten Jubiläum wird es eng“, so Gabi Megerle und Hedi Meichle. Bananenschale so gut wie neu
Neue Recyclingmöglichkeiten auf dem Wochenmarkt stellen Anni Kramer, Klärle Leiss und Hedi Meichle vor. Kundin Anni will ihre leere Bananenschale auffüllen, „weil die ist noch wie neu“, was für Heiterkeit im Saal sorgt. Politesse Doris Haltmaier, die lieber Hagnaus erste Eventmanagerin wäre, macht sich Gedanken, wie man den Verkehr auf der Bundesstraße regeln könnte. „Rechts vor links wäre prima, da würden die Ampeln überflüssig“, so ihr Vorschlag.
Originell auch die Pantomime von Monika Baur und Gisela Minne: Stadtpflanze Monika nutzt eine Bahnfahrt, um ihr Aussehen aufzubessern. Landei Gisela will der Dame von Welt in nichts nachstehen und greift auf Ersatz zurück. Da wird aus einer Tüte Mehl ein Gesichtspuder, und Tomatenmark dient als Lippenstift.
Das Gute und das Böse zeigen die Sonnenbühl-Frauen in Form von Lebensmitteln. Brokkoli, Blumenkohl und Paprika habe der liebe Gott geschaffen, damit Berta und Anton gesund leben könnten. Der Teufel zieht nach mit Keksen, Chips und Fast Food, und das charmante Paar verfällt dem Angebot. Für die Gesunderhaltung bringt der Himmelsvater Insulin und Betablocker ins Spiel, was der Gegenspieler nicht teilnahmslos hinnimmt. „Der Teufel schloss die Hansjakob-Apotheke“, so das Fazit des ungleichen Kampfes.
Die Jungfern-Wallfahrt zeigt keinen Erfolg, obwohl wahre Schönheiten die Bühne erobern. Auf der Suche nach der besseren Hälfte tönt es einstimmig: „Die ganze Wallfahrt war für die Katz‘, wir haben noch immer keinen Schatz.“
(Erschienen: 09.02.2012 17:00)



































