Stadtnachrichten Meckenbeuren
Die Ursache bleibt weiter rätselhaft
Von unserem Redaktionsmitglied Julian Glonnegger
Zur Einordnung: Es war der 1. Juni, als sich der Unfall bei den „Knox-Turbo-Booten“ im Ravensburger Spieleland ereignete. Zusammen mit ihrem Vater sauste das neunjährige Mädchen in einem Boot die Bahn hinunter. Unten angekommen setzte in der Auslaufzone aber nicht wie gewohnt die Bremswirkung ein, Vater und Tochter prallten ungebremst gegen die Endabsperrung. Dabei brach sich die Neunjährige ihren Oberschenkel und musste in der Oberschwabenklinik in Ravensburg operiert werden, ehe sie ins Kinderkrankenhaus nach Altötting nahe ihrer Heimat gebracht wurde.
Regen war nicht schuld
Sofort wurden – auch auf Anweisung des Vaters – Untersuchungen eingeleitet, die klären sollten, ob technisches oder menschliches Versagen für das Unglück verantwortlich war. Der Hauptvorwurf des Vaters gegenüber dem Spieleland: Die Betreiber hätten die Bahn bei regennassem Untergrund schließen müssen. Wolfgang Hoffmann von der Polizeitdirektion Friedrichshafen sagt dazu: „Die Vermutungen standen natürlich im Raum. Sie können nach gründlichen Untersuchungen aber entkräftet werden.“ Der Unfall habe nichts mit dem Regen zu tun gehabt, denn auch schon vorher funktionierte die Bahn bei schlechtem Wetter uneingeschränkt.
TÜV hatte Bahn geprüft
Auch andere technische Mängel können nach abgeschlossenen Untersuchungen ausgeschlossen werden. „Es wurden weder ein technisches Problem an der Bahn oder den Booten noch ein menschliches Fehlverhalten festgestellt“, bestätigt Wolfgang Hoffmann. Die Meckenbeurer Polizeit hatte dazu das Ausichtspersonal des Spielelands befragt. Die Unglücksursache bleibt somit bis heute unklar. Eines spricht jedoch für die Untersuchungsergebnisse: Die Bahn war im März, nur drei Monate vor dem Vorfall, vom TÜV geprüft worden.
Wie geht es jetzt aber weiter? „Die Untersuchungsergebnisse geben uns keinen Anlass, weitere Ermittlungen einzuleiten“, so Wolfgang Hoffmann von der Friedrichshafener Polizeidirektion. Zudem liege keine „gezielte Anzeige“ vor, da die Schuldfrage ohnehin nicht geklärt werden konnte. Jetzt werde der Untersuchungsbericht wie üblich an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Ordnet diese keine weiteren Schritte an, was aufgrund der Sachlage anzunehmen ist, wird es auch keine strafrechtlichen Ermittlungen geben.
Im Spieleland gab es seit dem Unfall und nach sämtlichen Untersuchungen keinen Zwischenfall mehr an der Bahn. Die unerklärliche Panne vom 1. Juni bleibt somit glücklicherweise ein dubioser Einzelfall.
(Erschienen: 11.08.2010 16:10)
Von unserem Redaktionsmitglied Julian Glonnegger
Zur Einordnung: Es war der 1. Juni, als sich der Unfall bei den „Knox-Turbo-Booten“ im Ravensburger Spieleland ereignete. Zusammen mit ihrem Vater sauste das neunjährige Mädchen in einem Boot die Bahn hinunter. Unten angekommen setzte in der Auslaufzone aber nicht wie gewohnt die Bremswirkung ein, Vater und Tochter prallten ungebremst gegen die Endabsperrung. Dabei brach sich die Neunjährige ihren Oberschenkel und musste in der Oberschwabenklinik in Ravensburg operiert werden, ehe sie ins Kinderkrankenhaus nach Altötting nahe ihrer Heimat gebracht wurde.
Regen war nicht schuld
Sofort wurden – auch auf Anweisung des Vaters – Untersuchungen eingeleitet, die klären sollten, ob technisches oder menschliches Versagen für das Unglück verantwortlich war. Der Hauptvorwurf des Vaters gegenüber dem Spieleland: Die Betreiber hätten die Bahn bei regennassem Untergrund schließen müssen. Wolfgang Hoffmann von der Polizeitdirektion Friedrichshafen sagt dazu: „Die Vermutungen standen natürlich im Raum. Sie können nach gründlichen Untersuchungen aber entkräftet werden.“ Der Unfall habe nichts mit dem Regen zu tun gehabt, denn auch schon vorher funktionierte die Bahn bei schlechtem Wetter uneingeschränkt.
TÜV hatte Bahn geprüft
Auch andere technische Mängel können nach abgeschlossenen Untersuchungen ausgeschlossen werden. „Es wurden weder ein technisches Problem an der Bahn oder den Booten noch ein menschliches Fehlverhalten festgestellt“, bestätigt Wolfgang Hoffmann. Die Meckenbeurer Polizeit hatte dazu das Ausichtspersonal des Spielelands befragt. Die Unglücksursache bleibt somit bis heute unklar. Eines spricht jedoch für die Untersuchungsergebnisse: Die Bahn war im März, nur drei Monate vor dem Vorfall, vom TÜV geprüft worden.
Wie geht es jetzt aber weiter? „Die Untersuchungsergebnisse geben uns keinen Anlass, weitere Ermittlungen einzuleiten“, so Wolfgang Hoffmann von der Friedrichshafener Polizeidirektion. Zudem liege keine „gezielte Anzeige“ vor, da die Schuldfrage ohnehin nicht geklärt werden konnte. Jetzt werde der Untersuchungsbericht wie üblich an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Ordnet diese keine weiteren Schritte an, was aufgrund der Sachlage anzunehmen ist, wird es auch keine strafrechtlichen Ermittlungen geben.
Im Spieleland gab es seit dem Unfall und nach sämtlichen Untersuchungen keinen Zwischenfall mehr an der Bahn. Die unerklärliche Panne vom 1. Juni bleibt somit glücklicherweise ein dubioser Einzelfall.
(Erschienen: 11.08.2010 16:10)

































