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TSV Meckenbeuren feiert jugendlich locker 100. Geburtstag

Feiern beim Festakt mit: Rudolf Landwehr, Präsident des Sportkreises Bodensee, Vorstandsmitglieder Armin Trakowsky und Gerhard Klein, Präsident Herbert Rösch vom Württembergischen Fußballverband, Vorstand Willi König, Landrat Lothar Wölfle und Bürgermeister Andreas Schmid (von links).
Feiern beim Festakt mit: Rudolf Landwehr, Präsident des Sportkreises Bodensee, Vorstandsmitglieder Armin Trakowsky und Gerhard Klein, Präsident Herbert Rösch vom Württembergischen Fußballverband, Vorstand Willi König, Landrat Lothar Wölfle und Bürgermeist (Foto: Karl Gälle)

Von Karl Gälle

Meckenbeuren Mit einem Festakt im „Kultur am Gleis 1“ ist der TSV Meckenbeuren am Sonntag ins Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen gestartet.

Neben zahlreichen Vereinsmitgliedern und Freunden des TSV konnte Vorstand Willi König Landrat Lothar Wölfle, den Präsidenten des Württembergischen Fußballverbandes Herbert Rösch, Meckenbeurens Bürgermeister Andreas Schmid, Präsident Rudolf Landwehr vom Sportkreis Bodensee sowie weitere Ehrengäste willkommen heißen.

Anstelle einer sonst üblichen Jubiläumsrede verwies König auf die Festschrift, in der Josef Friedel mit Dokumenten, Bildern und Erinnerungen über die 100 Jahre Vereinsgeschichte berichtet.

Anlass der Vereinsgründung seien damals „Sport und Bewegung“ sowie der Wunsch, „Gemeinschaft zu erleben“ gewesen - Parameter, die auch heute noch Voraussetzung für ein funktionierendes Vereinsleben seien. Stolz und zugleich dankbar verwies König auf die TSV-Sportanlagen, die geradezu „Vorzeigeobjekt“ seien. Hier galt sein Gruß und Dank im Besonderen Bürgermeister a. D. Roland Weiß, in dessen Ära die heutigen Anlagen entstanden seien. Die von Moderatorin Steffi Burkhart angekündigte Gymnastikeinlage entpuppte sich als Mitmachaktion, bei der die Gäste Betriebsfunktionen eines alten Käfers nachspielen durften. Gelegenheit für Bürgermeister Andreas Schmid, sein Grußwort mit einem politischen Seitenhieb zu beginnen: Beim TSV und den Automobilen sei die Entwicklung schneller und besser verlaufen denn bei der Straßeninfrastruktur.

Die Arbeit der Vereine und hier speziell die des TSV Meckenbeuren bezeichnete Schmid als eines der Bildungsangebote in unserer Gemeinde schlechthin. Den Jubiläumsverein zeichne zudem aus, die Kooperation mit den übrigen Sportvereinen, den Schulen, Kirchen und den Menschen mit Behinderung zu suchen und zu pflegen, was größte Anerkennung verdiene. Dies gelte es weiter zu entwickeln, denn „Kooperation heißt Zukunft“, appellierte Bürgermeister Schmid.

Landrat Lothar Wölfle sieht die Aufgaben des TSV auch darin, angesichts der enormen gesellschaftlichen Veränderungen wie Demografie und Individualisierung die Strukturen aufrecht zu erhalten, die dem Zusammenleben und somit der Gesellschaft dienen. Rudolf Landwehr überreichte dem Jubiläumsverein die Ehrenurkunde des Landessportbundes, dessen Slogan „Sport im Verein ist gut“ die Meckenbeurer schon vor 100 Jahren erkannt hätten.

Als Kind des TSV Meckenbeuren bezeichnete sich Präsident Herbert Rösch, habe er doch einen Teil seiner Kindheit in Meckenbeuren verbracht und sei dort erstmals in einen Verein eingetreten. Auch Rösch unterstrich die Bedeutung der Jugendarbeit. Denn „wem der Vereinsbazillus einmal eingepflanzt ist, der bleibt der Sache verhaftet“, umschrieb er seine persönliche Entwicklung bis hin zum Präsidenten des Württembergischen Fußballverbandes.

Die Grußworte der befreundeten Vereine überbrachten Andy Ritter vom VfL Brochenzell sowie Thomas Glas vom SV Kehlen, bevor Roman Bergani vom Skigebiet Lenzerheide noch mit „der Rothornspitze“ für die Treue der Meckenbeurer Skiabteilung dankte. So blieb es Vorstandsmitglied Armin Trakowsky, allen an der Gestaltung des Festaktes Beteiligten zu danken und die Gäste zum Geburtstagsbüfett einzuladen.

Neben den Grußworten durfte der Unterhaltungsteil natürlich nicht fehlen: Bravourös beleuchtete „Worthandwerkerin“ Ingrid Koch aus Tettnang in ihrem Vortrag den Meckenbeurer Jubiläumsverein, auch wenn sich zur großen Erheiterung aller musikalische Tücken auftaten. So musste sie, da die „Die drei lustigen Vier“ ihre Melodie nicht in ihrem Repertoire hatten, Teile ihres Vortrages ohne Begleitung singen. Doch Wolfgang Barth konterte schlagfertig: „Frau Koch, es duet uns so loid, dass mir des Liad hond it kennt, doch zu dere Zeit ischts Tettnanger Bähnle no grennt. Für ein erfrischendes Tänzchen sorgten die Kinder der Abteilung „Ski und Wandern“ unter der Leitung von Silke Mill.

(Erschienen: 23.01.2012 19:35)

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