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Die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten beeindruckt

13 Jugendliche informieren sich bei der Stiftung Liebenau.
13 Jugendliche informieren sich bei der Stiftung Liebenau. (Foto: Kranz)

Liebenau / sz Im Rahmen der Ferienaktion „Wissen was geht!“ der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis haben Schüler die Stiftung Liebenau besucht, um sich über das weite Spektrum der angebotenen Ausbildungen und Studiengänge zu informieren. Bei einem Rundgang durch die Gallus Werkstatt (WfbM) in Liebenau und ein Wohnheim konnten sie einen direkten Einblick in den Berufsalltag bekommen.

Martina Müller vom Personalmanagement der Stiftung Liebenau begrüßte die 13 Jugendlichen im Schloss und informierte über die Entstehung der Einrichtung, die Tochtergesellschaften und die verschiedenen Ausbildungsberufe. Die Schüler staunten, als sie erfuhren, dass die Stiftung 400 Auszubildende beschäftigt und das in 20 verschiedenen Ausbildungsberufen. „Natürlich haben wir die meisten Plätze im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Altenhilfe zu vergeben“, erklärte Martina Müller, „aber wir bieten auch Ausbildungen im kaufmännischen oder handwerklichen Bereich an“. Das war für die meisten der Schüler neu, dass zu klassischen sozialen Ausbildungsberufen, wie Jugend- und Heimerzieher, Altenpfleger oder Heilerziehungspfleger auch Berufe wie Forstwirt, Textilreiniger, Fachinformatiker oder Elektroniker im Angebot sind.

Besonderes Interesse zeigten die Schüler für die sechs Studiengänge, die es in Kooperation mit Dualen Hochschulen gibt. Martina Müller betonte, dass die Stiftung Liebenau und ihre Tochtergesellschaften zudem das Freiwillige Soziale Jahr sowie den Bundesfreiwilligendienst anbieten und auch Praktikanten gern gesehen seien, denn nur so könne man feststellen, ob man wirklich für einen Beruf geeignet ist. Das kann die Schülerin Kathleen Popp nur bestätigen. Seit Tagen schnuppert sie bereits als Praktikantin in die Arbeit eines Heilerziehungspflegers auf einer Wohngruppe hinein. Ihr Ausbildungswunsch steht bereits fest.

Im Anschluss machten sich die Schüler einen Eindruck von der praktischen Arbeit. Wolfgang Reck, Leiter der Werkstatt, führte durch die Räume. 165 Menschen mit Behinderung arbeiten hier in verschiedenen Gruppen, montieren, verpacken, befüllen, versenden, konfektionieren. Auch eine Wohngruppe wurde gemeinsam mit Heilerziehungspfleger Torsten Faden besucht. Er berichtete von seinem Tagesablauf, in dem er behinderte Menschen vom ersten Kaffee am Morgen an begleitet und unterstützt, aber auch von der eigenen Kreativität, die sich verwirklichen lässt. So leitet er zum Beispiel das Freizeitangebot Malen an.

Für Sahra Langenstein war es ein interessanter Einblick, der sich gelohnt hat. „Ich habe bereits ein Praktikum im Altenheim absolviert und entschieden, dass ich eher mit Kindern und Jugendlichen arbeiten will. Aber auch das Duale Studium der Sozialen Arbeit finde ich spannend.“ Vielfalt ist die Stärke der Stiftung Liebenau, das ist den Schülern nach diesem Vormittag klar. Eine Ausbildung in der Stiftung hat aber noch einen weiteren Vorteil: Die Auszubildenden haben gute Chancen nach ihrer Ausbildung als Fachkraft im Verbund der Stiftung Liebenau übernommen zu werden.

(Erschienen: 01.09.2011 19:50)

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