Stadtnachrichten Meckenbeuren
Bei stockendem Verkehr hilft nur das innere „Navi“
Von unserem Redakteur Roland Weiß
Morgens in der Stunde ab 8.30 Uhr und abends ab 18 Uhr „das gleiche Spiel“: Der Verkehrsfluss stockt. Vielfältig sind nach Schilderung von Ortsvorsteher Franz Assfalg die Auswirkungen, die mit der Eurobike auf Kehlen zugekommen sind.
Das beginnt bei der beträchtlichen Wartezeit für alle, die von der Sammletshofer in die Hirschlatter Straße ausfahren. Selbe Situation an der Einfahrt von der Pestalozzistraße in die B 30. „Das ist wirklich ärgerlich“, so Assfalg zur Gesamtsituation, zumal ja die Ortsdurchfahrt Brochenzell gesperrt ist und viele den Weg über Sammletshofen suchen. „Kommen wir hier nach Ravensburg?“ sind der Ortsvorsteher und die Nachbarn in der Sammletshofer Straße bereits mehrfach angefragt worden und mussten wahrheitsgemäß antworten: „Nein, nur bis zur Sperrung in Brochenzell.“ Das Navigationsgerät lässt grüßen…
Und noch eine Beobachtung: Wer auf sein inneres „Navi“ hört und des Staus müde ist, greift zu anderen Mitteln – etwa zur Fahrt mit der BOB von Kehlen aus. Nicht nur die Parkplätze am Friedhof und an der Bahn seien dieser Tage mit auswärtigen Autos zugeparkt, selbst in der Sammletshofer Straße nimmt der „Parktourismus“ zu, erzählt Franz Assfalg.
Und: Bisher waren es ja „erst“ die Aussteller-Tage, heute kommt der Publikumstag. 35 Autos hat Assfalg bei seiner „Wartezeit“ an der Einmündung gezählt, von denen nur vier ein „FN“-Kennzeichen trugen. „Ich bin gespannt, wie es am Publikumstag wird“, so Franz Assfalg.
Neue Taktik: Sperrung von FN-Ost
„Verkehrstechnisch betrachtet ist die Eurobike die schwierigste Messe“, sagt Jürgen Renz, Leiter des Häfler Polizeireviers, mit Blick darauf, dass alle Besucher fast gleichzeitig an-und abreisen und zudem Urlaubstourismus herrscht. Allein heute am Publikumstag geht Renz von 12 500 Autos aus, am Donnerstag waren es satte 9500. Ein neuer Parkplatz am Zeppelin-Hangar (mit 1500 Plätzen) soll sie auffangen helfen.
Damit nicht genug: Weitere Maßnahmen sollen auf der B 31 als Verkehrsschwerpunkt helfen. „Wenn es auf der B 31 aus Richtung Lindau einen Stau gibt, wird der Messezielverkehr über die Abfahrt Kressbronn auf die B 467 Richtung Tettnang geleitet“, so Renz. Von dort führt die Strecke über Lochbrücke bis zum Parkplatz an der Kartbahn (und im Shuttlebus weiter).
Eine neue Taktik hatten Polizei und Stadt am Mittwoch und Donnerstag angewandt – mit der Sperrung der Auffahrt FN-Ost, die als Problemstelle erkannt wird. Von 18 bis 19.30 Uhr war sie „zu“, um so den Verkehr auf der B 31 zu beschleunigen. Samt Effekt, dass der umgeleitete Verkehr über Kitzenwiese und Seewald Richtung Tettnang rollte.
Ein Test, der für die B 31 hervorragende Ergebnisse brachte, so Renz. Freilich weiß er um die Abwägung, sprich um die Folgen für den Verkehr auf anderen Straßen. Konkret: Gestern und heute wird FN-Ost nicht gesperrt. Insgesamt aber ist Jürgen Renz am Freitagmittag verhalten zuversichtlich: „Wir können zufrieden sein, wenn wir sehen, wie belastet unser Straßennetz eh schon ist – und dann kommen noch 9500 Kfz dazu.“
(Erschienen: 03.09.2010 19:05)
Von unserem Redakteur Roland Weiß
Morgens in der Stunde ab 8.30 Uhr und abends ab 18 Uhr „das gleiche Spiel“: Der Verkehrsfluss stockt. Vielfältig sind nach Schilderung von Ortsvorsteher Franz Assfalg die Auswirkungen, die mit der Eurobike auf Kehlen zugekommen sind.
Das beginnt bei der beträchtlichen Wartezeit für alle, die von der Sammletshofer in die Hirschlatter Straße ausfahren. Selbe Situation an der Einfahrt von der Pestalozzistraße in die B 30. „Das ist wirklich ärgerlich“, so Assfalg zur Gesamtsituation, zumal ja die Ortsdurchfahrt Brochenzell gesperrt ist und viele den Weg über Sammletshofen suchen. „Kommen wir hier nach Ravensburg?“ sind der Ortsvorsteher und die Nachbarn in der Sammletshofer Straße bereits mehrfach angefragt worden und mussten wahrheitsgemäß antworten: „Nein, nur bis zur Sperrung in Brochenzell.“ Das Navigationsgerät lässt grüßen…
Und noch eine Beobachtung: Wer auf sein inneres „Navi“ hört und des Staus müde ist, greift zu anderen Mitteln – etwa zur Fahrt mit der BOB von Kehlen aus. Nicht nur die Parkplätze am Friedhof und an der Bahn seien dieser Tage mit auswärtigen Autos zugeparkt, selbst in der Sammletshofer Straße nimmt der „Parktourismus“ zu, erzählt Franz Assfalg.
Und: Bisher waren es ja „erst“ die Aussteller-Tage, heute kommt der Publikumstag. 35 Autos hat Assfalg bei seiner „Wartezeit“ an der Einmündung gezählt, von denen nur vier ein „FN“-Kennzeichen trugen. „Ich bin gespannt, wie es am Publikumstag wird“, so Franz Assfalg.
Neue Taktik: Sperrung von FN-Ost
„Verkehrstechnisch betrachtet ist die Eurobike die schwierigste Messe“, sagt Jürgen Renz, Leiter des Häfler Polizeireviers, mit Blick darauf, dass alle Besucher fast gleichzeitig an-und abreisen und zudem Urlaubstourismus herrscht. Allein heute am Publikumstag geht Renz von 12 500 Autos aus, am Donnerstag waren es satte 9500. Ein neuer Parkplatz am Zeppelin-Hangar (mit 1500 Plätzen) soll sie auffangen helfen.
Damit nicht genug: Weitere Maßnahmen sollen auf der B 31 als Verkehrsschwerpunkt helfen. „Wenn es auf der B 31 aus Richtung Lindau einen Stau gibt, wird der Messezielverkehr über die Abfahrt Kressbronn auf die B 467 Richtung Tettnang geleitet“, so Renz. Von dort führt die Strecke über Lochbrücke bis zum Parkplatz an der Kartbahn (und im Shuttlebus weiter).
Eine neue Taktik hatten Polizei und Stadt am Mittwoch und Donnerstag angewandt – mit der Sperrung der Auffahrt FN-Ost, die als Problemstelle erkannt wird. Von 18 bis 19.30 Uhr war sie „zu“, um so den Verkehr auf der B 31 zu beschleunigen. Samt Effekt, dass der umgeleitete Verkehr über Kitzenwiese und Seewald Richtung Tettnang rollte.
Ein Test, der für die B 31 hervorragende Ergebnisse brachte, so Renz. Freilich weiß er um die Abwägung, sprich um die Folgen für den Verkehr auf anderen Straßen. Konkret: Gestern und heute wird FN-Ost nicht gesperrt. Insgesamt aber ist Jürgen Renz am Freitagmittag verhalten zuversichtlich: „Wir können zufrieden sein, wenn wir sehen, wie belastet unser Straßennetz eh schon ist – und dann kommen noch 9500 Kfz dazu.“
(Erschienen: 03.09.2010 19:05)



































