Stadtnachrichten Meckenbeuren
„Wir sind ein Witz – die Leute lachen über uns“

Und keiner nahm es ihnen übel, dass sie mit einem Sarg einmarschiert sind, gestöhnt, gejammert, gelacht und gejubelt haben, ob des allzu menschlichen Schicksals das ihn traf, wie all die anderen, die er ein Leben lang auf die Schippe nahm, die Menschen halt. „Worüber hat Deutschland davor gelacht?“, das war die große Frage gleich zu Beginn und „gar nicht“, die Antwort obendrauf. Doch sollte sich das am Freitagabend ganz schnell ändern, bei der Entführung aus dem Serail in „dem Land, wo so viele Türken wohnen“ oder auf der Rennbahn, auf der das „Grün so wunderschön strahlte, die Pferde auf den Rasen finishten oder doch nur urinierten? Igitt“.
Die Sketche Loriots haben sie hochleben lassen und seine Vielseitigkeit gewürdigt und auch seine Leidenschaft für Opern nicht vergessen. Sie sangen von der „Freude schöner Götterfunken“ genauso wie „nicht aus Papageno, aber dennoch von Mozart“, machten ihr Jodeldiplom frei nach Erzherzog Johann und legten seine Art von Weisheiten auf: „Übrigens! Wussten Sie schon, dass der Walfisch das kleinste Säugetier sein könnte, wenn er nicht so groß wäre?“. Und das Geplänkel in der Massenbadewanne zwischen Herrn Müller-Lüdenscheid und Herrn Dr. Klöbner wurde zur Wirbelsäulengymnastik, mit Zungenbrechern umfunktioniert, beim großen Wettbewerb ums zu warme oder kalte oder gar kein Wasser oder mit und ohne Ente. Getoppt nur noch von der Ansagerin im Sargfernsehen, die an der Aristokratie zu scheitern drohte oder dem Kampf um den schmackhaften Kosakenzipfel, der ganze Freundschaften zerbricht.
Mit schauspielerischem Können haben sie meisterhaft die Lebenssituationen inszeniert und das angebliche Leid und Laster der Menschheit auf die Schippe genommen, ohne sich auch nur einmal dem Lachen zu nähern und damit die Vorgabe Loriots perfekt umgesetzt: „Es wird in keinem meiner Filme gelacht, lachen sollen die Zuschauer.“ Das haben sie getan und mit tosendem Applaus den herrlichen Schauspielern gedankt, denen der Spagat gelungen ist, die Vielseitigkeit seines Schaffens zu würdigen, ohne ihn zu kopieren. Sie haben seine Figuren wieder aufleben lassen und dem großen Künstler gehuldigt, der für sein Schaffen so oft ausgezeichnet wurde. Prima - das Lachen kann weitergehen!
Da war Pròg die Band nur noch das perfekte Schmankerl obendrauf, die im Anschluss an dieses herrliche Inszenierung zum Feiern einlud und zum Tanzen bei Balkanrock und ihrer ganz eigenen unbändigen Lebenslust.
(Erschienen: 05.02.2012 14:35)

Und keiner nahm es ihnen übel, dass sie mit einem Sarg einmarschiert sind, gestöhnt, gejammert, gelacht und gejubelt haben, ob des allzu menschlichen Schicksals das ihn traf, wie all die anderen, die er ein Leben lang auf die Schippe nahm, die Menschen halt. „Worüber hat Deutschland davor gelacht?“, das war die große Frage gleich zu Beginn und „gar nicht“, die Antwort obendrauf. Doch sollte sich das am Freitagabend ganz schnell ändern, bei der Entführung aus dem Serail in „dem Land, wo so viele Türken wohnen“ oder auf der Rennbahn, auf der das „Grün so wunderschön strahlte, die Pferde auf den Rasen finishten oder doch nur urinierten? Igitt“.
Die Sketche Loriots haben sie hochleben lassen und seine Vielseitigkeit gewürdigt und auch seine Leidenschaft für Opern nicht vergessen. Sie sangen von der „Freude schöner Götterfunken“ genauso wie „nicht aus Papageno, aber dennoch von Mozart“, machten ihr Jodeldiplom frei nach Erzherzog Johann und legten seine Art von Weisheiten auf: „Übrigens! Wussten Sie schon, dass der Walfisch das kleinste Säugetier sein könnte, wenn er nicht so groß wäre?“. Und das Geplänkel in der Massenbadewanne zwischen Herrn Müller-Lüdenscheid und Herrn Dr. Klöbner wurde zur Wirbelsäulengymnastik, mit Zungenbrechern umfunktioniert, beim großen Wettbewerb ums zu warme oder kalte oder gar kein Wasser oder mit und ohne Ente. Getoppt nur noch von der Ansagerin im Sargfernsehen, die an der Aristokratie zu scheitern drohte oder dem Kampf um den schmackhaften Kosakenzipfel, der ganze Freundschaften zerbricht.
Mit schauspielerischem Können haben sie meisterhaft die Lebenssituationen inszeniert und das angebliche Leid und Laster der Menschheit auf die Schippe genommen, ohne sich auch nur einmal dem Lachen zu nähern und damit die Vorgabe Loriots perfekt umgesetzt: „Es wird in keinem meiner Filme gelacht, lachen sollen die Zuschauer.“ Das haben sie getan und mit tosendem Applaus den herrlichen Schauspielern gedankt, denen der Spagat gelungen ist, die Vielseitigkeit seines Schaffens zu würdigen, ohne ihn zu kopieren. Sie haben seine Figuren wieder aufleben lassen und dem großen Künstler gehuldigt, der für sein Schaffen so oft ausgezeichnet wurde. Prima - das Lachen kann weitergehen!
Da war Pròg die Band nur noch das perfekte Schmankerl obendrauf, die im Anschluss an dieses herrliche Inszenierung zum Feiern einlud und zum Tanzen bei Balkanrock und ihrer ganz eigenen unbändigen Lebenslust.
(Erschienen: 05.02.2012 14:35)

































