Stadtnachrichten Markdorf
Rohwedder will Mitarbeiter beteiligen
Von unserem Redakteur Jens Lindenmüller
Vor dem Hintergrund, dass den Mitarbeitern bereits im vergangenen Jahr einiges abverlangt worden ist und auch im laufenden Jahr die Ausgaben weiter gesenkt werden müssen, erarbeitet die Unternehmensführung derzeit gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat ein nach eigener Aussage „innovatives und attraktives Programm der Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenskapital der Rohwedder AG“. Dieses zukunftsweisende Modell werde auf dem Solidaritätsprinzip basieren und solle die Mitarbeiter zu aktiven Anteilseignern machen. Zudem sei geplant, dass die Arbeitnehmer ein Mitspracherecht im Aufsichtsrat der Rohwedder AG bekommen. „Mit der Realisierung dieses Programms der Mitarbeiterbeteiligung wird die Rohwedder AG dann eindeutig eine Vorreiterrolle im deutschen Mittelstand einnehmen“, heißt es aus der Führungsetage des Unternehmens.
Stellenabbau geht weiter
Seinen Sparkurs wird Rohwedder allerdings fortsetzen. „Bei der geplanten mittelfristigen Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Betrachtungszeitrum 2010 bis 2013 kann man nicht davon ausgehen, dass die Entwicklung an die Volumina der vergangenen Boom-Jahre anknüpfen wird. In Anbetracht dessen muss die Rohwedder AG weitere Personalanpassungsmaßnahmen – im Wesentlichen in den administrativen Bereichen – durchführen“, teilt das Unternehmen mit. Standortschließungen seien aber nicht geplant, um die Wiederstartfähigkeit für einen zukünftigen Konjunkturaufschwung zu erhalten. Der Umfang der „Anpassung des Personalbestands“ -- sprich Stellenabbau -- werde wie schon in der Vergangenheit in enger Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung.
Auftragseingang lässt hoffen
Dass Rohwedder zumindest die Talsohle der Krise erreicht hat, lassen die nackten Zahlen hoffen: Der Auftragseingang im Rohwedder Konzern ist im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr um rund 41 Prozent gestiegen. Insgesamt ging er im Jahr 2009 allerdings um rund 53 Prozent zurück, von 126,9 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 60 Millionen Euro im Jahr 2009. In der Rohwedder AG steigerte sich der Auftragseingang im zweiten Halbjahr sogar um 92 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 71 Millionen Euro ging der Auftragseingang jedoch um 49 Prozent auf insgesamt 36,2 Millionen Euro zurück.
Einen personellen Wechsel gibt es im Aufsichtsrat der Rohwedder AG: Nachfolger von Dr. Peter A. Kaemmerer, der wie bereits berichtet zum 31. Dezember aus dem Gremium ausscheidet, wird Joachim Trapp, der Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Biberach ist. Die Kreissparkasse Biberach hält seit dem Jahr 2008 zehn Prozent der Aktien an der Rohwedder AG. Eigentlich hätte Dr. Helmut Preßl für Dr. Kaemmerer nachrücken sollen. Gründe, warum man von dieser Planung abgewichen ist, nennt die Rohwedder AG nicht.
(Erschienen: 04.03.2010 20:00)
Von unserem Redakteur Jens Lindenmüller
Vor dem Hintergrund, dass den Mitarbeitern bereits im vergangenen Jahr einiges abverlangt worden ist und auch im laufenden Jahr die Ausgaben weiter gesenkt werden müssen, erarbeitet die Unternehmensführung derzeit gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat ein nach eigener Aussage „innovatives und attraktives Programm der Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenskapital der Rohwedder AG“. Dieses zukunftsweisende Modell werde auf dem Solidaritätsprinzip basieren und solle die Mitarbeiter zu aktiven Anteilseignern machen. Zudem sei geplant, dass die Arbeitnehmer ein Mitspracherecht im Aufsichtsrat der Rohwedder AG bekommen. „Mit der Realisierung dieses Programms der Mitarbeiterbeteiligung wird die Rohwedder AG dann eindeutig eine Vorreiterrolle im deutschen Mittelstand einnehmen“, heißt es aus der Führungsetage des Unternehmens.
Stellenabbau geht weiter
Seinen Sparkurs wird Rohwedder allerdings fortsetzen. „Bei der geplanten mittelfristigen Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Betrachtungszeitrum 2010 bis 2013 kann man nicht davon ausgehen, dass die Entwicklung an die Volumina der vergangenen Boom-Jahre anknüpfen wird. In Anbetracht dessen muss die Rohwedder AG weitere Personalanpassungsmaßnahmen – im Wesentlichen in den administrativen Bereichen – durchführen“, teilt das Unternehmen mit. Standortschließungen seien aber nicht geplant, um die Wiederstartfähigkeit für einen zukünftigen Konjunkturaufschwung zu erhalten. Der Umfang der „Anpassung des Personalbestands“ -- sprich Stellenabbau -- werde wie schon in der Vergangenheit in enger Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung.
Auftragseingang lässt hoffen
Dass Rohwedder zumindest die Talsohle der Krise erreicht hat, lassen die nackten Zahlen hoffen: Der Auftragseingang im Rohwedder Konzern ist im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr um rund 41 Prozent gestiegen. Insgesamt ging er im Jahr 2009 allerdings um rund 53 Prozent zurück, von 126,9 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 60 Millionen Euro im Jahr 2009. In der Rohwedder AG steigerte sich der Auftragseingang im zweiten Halbjahr sogar um 92 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 71 Millionen Euro ging der Auftragseingang jedoch um 49 Prozent auf insgesamt 36,2 Millionen Euro zurück.
Einen personellen Wechsel gibt es im Aufsichtsrat der Rohwedder AG: Nachfolger von Dr. Peter A. Kaemmerer, der wie bereits berichtet zum 31. Dezember aus dem Gremium ausscheidet, wird Joachim Trapp, der Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Biberach ist. Die Kreissparkasse Biberach hält seit dem Jahr 2008 zehn Prozent der Aktien an der Rohwedder AG. Eigentlich hätte Dr. Helmut Preßl für Dr. Kaemmerer nachrücken sollen. Gründe, warum man von dieser Planung abgewichen ist, nennt die Rohwedder AG nicht.
(Erschienen: 04.03.2010 20:00)

































