Stadtnachrichten Markdorf
Modern aus langer Tradition
Von unserem Mitarbeiter Erich Nyffenegger
Tradition und Moderne sind oft Begriffe, die nicht zueinander passen. Rainer Zanker vom gleichnamigen Druckhaus hat sie aber passend gemacht. Und so erklärt es sich, dass der 35-Jährige den Betrieb bereits in der sechsten Generation führt – und dabei durchaus neue Wege geht. Nur: „Viele wissen gar nicht, was unter unserem Dach alles passiert“, sagt Zanker und weist darauf hin, dass neben dem klassischen Druckereigeschäft auch eine Marketing-Agentur dazugehörten sowie ein Zweig, der sich mit der Gestaltung von Werbemitteln befasst.
Als Rainer Zankers Urgroßvater Paul Fessler 1886 den Betrieb gründete, da hat man von den heutigen technischen Möglichkeiten noch nicht einmal träumen können. In dieser Zeit entstand auch der „Gehrenbergbote“, der als wichtige Nachrichtenquelle der Region viele Leser fand. Weitere Vorfahren modernisierten den Betrieb stetig und bauten ihn jeweils um oder aus. Nach 1945 entzogen die Franzosen dem Druckhaus das Verlagsrecht, weil sie überall Propaganda witterten.
Der Betrieb fand dennoch seine Zukunft als Druckerei und Setzerei unter Heinz Zanker. 1960 trat Harald Zanker in das Unternehmen ein und ist noch heute aktiv. Sein Sohn Rainer hat sich durch mehrere Meistertitel, Studium und Fortbildungen fit gemacht für die Zukunft. Aus einem traditionsreichen Betrieb hat er ein modernes Unternehmen geformt. Die Angebotspalette reicht von der Gestaltung der Werbemittel bis hin zum Bedrucken außergewöhnlicher Formate und Materialien. Mit dem Unternehmen „Triomedia“ setzt Zanker auf spezielle Formen des Marketings – etwa mit „Triocity“, einem Dienst, der eine Art virtuellen Stadtbummel im Internet ermöglicht. Zanker hat für seinen modernen Digitaldruck darüber hinaus schon einige Auszeichnungen gewonnen.
Die sechste Generation
Und wo liegt die Zukunft? „Wir sind auf verschiedenen Standbeinen breit aufgestellt“, sagt Zanker. Man müsse sich nach dem Markt richten und dürfe nicht starr sein. Im Augenblick ist die Säule des Unternehmens die Druckerei, für die 17 Beschäftigte arbeiten. Die „IQ Zanker Promotion GmbH“ verfügt über drei Mitarbeiter, bei „Triomedia“ sind es momentan vier. Alle Unternehmen zusammen genommen erwirtschaften etwa zwei Millionen Euro Umsatz im Jahr. Die Betriebsfläche ist mittlerweile auf mehr als 2500 Quadratmeter angewachsen.
Rainer Zanker arbeitet als Chef in der sechsten Generation stets auch im Bewusstsein einer sehr langen Tradition. „Doch das setzt mich nicht unter Druck“, meint er und erinnert sich daran, dass ihn niemand dazu gedrängt hat, das Unternehmen zu übernehmen. „Und so halte ich es auch mit meinen Kindern“, betont Zanker. Wenn die noch kleinen Söhne Erik und Fynn irgendwann die Leidenschaft fürs Familiengeschäft entdecken, dann würde es den Papa freuen. „Im Moment wollen sie aber noch unbedingt Dinosaurier-Forscher werden“, berichtet Rainer Zanker, für den es als jungen Chef noch ein bisschen früh wäre, sich über seine Nachfolge Gedanken zu machen.
(Erschienen: 23.07.2010 23:00)
Von unserem Mitarbeiter Erich Nyffenegger
Tradition und Moderne sind oft Begriffe, die nicht zueinander passen. Rainer Zanker vom gleichnamigen Druckhaus hat sie aber passend gemacht. Und so erklärt es sich, dass der 35-Jährige den Betrieb bereits in der sechsten Generation führt – und dabei durchaus neue Wege geht. Nur: „Viele wissen gar nicht, was unter unserem Dach alles passiert“, sagt Zanker und weist darauf hin, dass neben dem klassischen Druckereigeschäft auch eine Marketing-Agentur dazugehörten sowie ein Zweig, der sich mit der Gestaltung von Werbemitteln befasst.
Als Rainer Zankers Urgroßvater Paul Fessler 1886 den Betrieb gründete, da hat man von den heutigen technischen Möglichkeiten noch nicht einmal träumen können. In dieser Zeit entstand auch der „Gehrenbergbote“, der als wichtige Nachrichtenquelle der Region viele Leser fand. Weitere Vorfahren modernisierten den Betrieb stetig und bauten ihn jeweils um oder aus. Nach 1945 entzogen die Franzosen dem Druckhaus das Verlagsrecht, weil sie überall Propaganda witterten.
Der Betrieb fand dennoch seine Zukunft als Druckerei und Setzerei unter Heinz Zanker. 1960 trat Harald Zanker in das Unternehmen ein und ist noch heute aktiv. Sein Sohn Rainer hat sich durch mehrere Meistertitel, Studium und Fortbildungen fit gemacht für die Zukunft. Aus einem traditionsreichen Betrieb hat er ein modernes Unternehmen geformt. Die Angebotspalette reicht von der Gestaltung der Werbemittel bis hin zum Bedrucken außergewöhnlicher Formate und Materialien. Mit dem Unternehmen „Triomedia“ setzt Zanker auf spezielle Formen des Marketings – etwa mit „Triocity“, einem Dienst, der eine Art virtuellen Stadtbummel im Internet ermöglicht. Zanker hat für seinen modernen Digitaldruck darüber hinaus schon einige Auszeichnungen gewonnen.
Die sechste Generation
Und wo liegt die Zukunft? „Wir sind auf verschiedenen Standbeinen breit aufgestellt“, sagt Zanker. Man müsse sich nach dem Markt richten und dürfe nicht starr sein. Im Augenblick ist die Säule des Unternehmens die Druckerei, für die 17 Beschäftigte arbeiten. Die „IQ Zanker Promotion GmbH“ verfügt über drei Mitarbeiter, bei „Triomedia“ sind es momentan vier. Alle Unternehmen zusammen genommen erwirtschaften etwa zwei Millionen Euro Umsatz im Jahr. Die Betriebsfläche ist mittlerweile auf mehr als 2500 Quadratmeter angewachsen.
Rainer Zanker arbeitet als Chef in der sechsten Generation stets auch im Bewusstsein einer sehr langen Tradition. „Doch das setzt mich nicht unter Druck“, meint er und erinnert sich daran, dass ihn niemand dazu gedrängt hat, das Unternehmen zu übernehmen. „Und so halte ich es auch mit meinen Kindern“, betont Zanker. Wenn die noch kleinen Söhne Erik und Fynn irgendwann die Leidenschaft fürs Familiengeschäft entdecken, dann würde es den Papa freuen. „Im Moment wollen sie aber noch unbedingt Dinosaurier-Forscher werden“, berichtet Rainer Zanker, für den es als jungen Chef noch ein bisschen früh wäre, sich über seine Nachfolge Gedanken zu machen.
(Erschienen: 23.07.2010 23:00)

































