Nachrichten Markdorf
Frauenflüsterer Martin Hermann flüstert spitzfindig
„Keine Frau sucht Bauer“ lautet das Motto des „Satirischen Salonkabaretts für Neoromantiker“. Und was da dem Publikum leise, höflich und witzig präsentiert wird, entpuppt sich als hervorragend inszenierter, beißender Humor. Und der sorgt dafür, dass die Zuhörerschaft bereits nach den ersten Minuten mit dem bei Augsburg geborenen Entertainer vor Lachen kaum noch die Kurve kriegt. Vor allem die feingeistige Poesie des ehemaligen Sport- und Biologielehrers beeindruckt mit außergewöhnlichem Wort- und Reimwitz. Bereits beim Anfangs-Song hat das Publikum die Qual der Wahl: beleidigt oder begeistert sein? „Albert Einstein, der alte Schnösel, haut den Atomkern in lauter Brösel, das liegt nur am IQ!“, und schlussendlich: „Ich darf singen, ihr hört mir zu, das liegt nur am IQ...“
Mit seinen grotesk-satirischen Wortspielchen nimmt sich der Redakteur der Zeitschrift „Pardon“ schon auch selbst aufs Korn. Da zerfleddert er seinen Vornamen und gleichzeitig den Nachnamen einer deutschen Autorin: „Es geht mir um das Eingrenzen von Weiblichkeit!“ Dann gibt er zu, wie ihn dieser vor Maskulinität triefende Nachname schon in früher Kindheit prägte: „ Ich habe als Baby im Stehen gepinkelt, und die Brust wurde mir nicht gegeben, sondern ich habe sie mir genommen!“ Bezüglich seines Vornamens erzählt er für Markdorf nochmals die Martins-Legende neu, und man erfährt, dass nach der Spende von Martins halbem Mantel beide, Martin und der Bettler, erfroren sind.
Über Glaubensfragen
Über die niedersächsische Integrations-Ministerin, die die Kruzifixe in den Schulen abnehmen lassen will, geht es zu Glaubensfragen über, denn Martin ist ja selbst katholisch, worauf er gehörig stolz ist: „Das Zölibat gibt’s nur bei uns!“ Und im Gegensatz zu evangelischen Geistlichen, die wegen jeder Kleinigkeit zurückträten, und sei es nur wegen eines Gläschens Wein zu viel, zeigten katholische Priester, die im Traum nicht daran dächten, schon mehr Rückgrat. “
(Erschienen: 25.10.2010 19:55)
„Keine Frau sucht Bauer“ lautet das Motto des „Satirischen Salonkabaretts für Neoromantiker“. Und was da dem Publikum leise, höflich und witzig präsentiert wird, entpuppt sich als hervorragend inszenierter, beißender Humor. Und der sorgt dafür, dass die Zuhörerschaft bereits nach den ersten Minuten mit dem bei Augsburg geborenen Entertainer vor Lachen kaum noch die Kurve kriegt. Vor allem die feingeistige Poesie des ehemaligen Sport- und Biologielehrers beeindruckt mit außergewöhnlichem Wort- und Reimwitz. Bereits beim Anfangs-Song hat das Publikum die Qual der Wahl: beleidigt oder begeistert sein? „Albert Einstein, der alte Schnösel, haut den Atomkern in lauter Brösel, das liegt nur am IQ!“, und schlussendlich: „Ich darf singen, ihr hört mir zu, das liegt nur am IQ...“
Mit seinen grotesk-satirischen Wortspielchen nimmt sich der Redakteur der Zeitschrift „Pardon“ schon auch selbst aufs Korn. Da zerfleddert er seinen Vornamen und gleichzeitig den Nachnamen einer deutschen Autorin: „Es geht mir um das Eingrenzen von Weiblichkeit!“ Dann gibt er zu, wie ihn dieser vor Maskulinität triefende Nachname schon in früher Kindheit prägte: „ Ich habe als Baby im Stehen gepinkelt, und die Brust wurde mir nicht gegeben, sondern ich habe sie mir genommen!“ Bezüglich seines Vornamens erzählt er für Markdorf nochmals die Martins-Legende neu, und man erfährt, dass nach der Spende von Martins halbem Mantel beide, Martin und der Bettler, erfroren sind.
Über Glaubensfragen
Über die niedersächsische Integrations-Ministerin, die die Kruzifixe in den Schulen abnehmen lassen will, geht es zu Glaubensfragen über, denn Martin ist ja selbst katholisch, worauf er gehörig stolz ist: „Das Zölibat gibt’s nur bei uns!“ Und im Gegensatz zu evangelischen Geistlichen, die wegen jeder Kleinigkeit zurückträten, und sei es nur wegen eines Gläschens Wein zu viel, zeigten katholische Priester, die im Traum nicht daran dächten, schon mehr Rückgrat. “
(Erschienen: 25.10.2010 19:55)


































