Nachrichten Markdorf
Der Frühling blüht nur im Gewächshaus

Von unserer Redakeurin Stefanie Lorenz
Mit einem Lächeln öffnet Herbert Schönberg die Tür zum Gewächshaus der Stadtgärtnerei. Er hat nicht zuviel versprochen: Unter dem Glasdach blüht er, der von vielen Wintermüden herbeigesehnte Frühling. Stiefmütterchen, Primeln, Bellis und Vergissmeinnicht leuchten in den schönsten Farben aus den langen Reihen der Beete hervor. Herbert Schönberg ist die Ungeduld anzumerken, denn sein größter Wunsch ist, dass die wunderbaren Pflanzen so schnell wie möglich die Gehrenbergstadt bunter machen sollen.
Anfang März startet normalerweise die Frühlingsbepflanzung in Markdorf, doch in diesem Jahr lässt der Winter einfach nicht locker und hat auch in dieser Woche mit Schnee und Kälte verhindert, dass die feinen Pflänzchen den geschützen Raum im Gewächshaus verlassen können. „Viele Jahre lang hatten wir um diese Zeit schon eine voll blühende Stadt“, erinnert sich Schönberg. Ob Schlossanlage, Kirchplatz, Kreisverkehr, Hänsel- und Gretelbrunnen oder Friedhof – überall setzen die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei die Frühlingsboten aus, die Markdorf bunter machen. In diesem Jahr muss die Blütenpracht noch warten.
Wer jetzt denkt, das Stadtgärtnerei-Team mit Monika Beder, Heike Breitinger, Dominik Lang, Andreas Krug, Savelli Makarov und Vito Mancino sei im Winter arbeitslos, der hat sich gewaltig getäuscht. Natürlich brauchen auch die winterharten Gewächse und Gehölze in der Stadt Pflege. Bäume, Hecken und Sträucher schneiden gehören zu den Aufgaben der Stadtgärtnerei. Aber auch im Winterdienst sind die Mitarbeiter aktiv. Es gibt einen Fußtrupp, der im Wechsel mit den Bauhofmitarbeitern Glätte auf den Wegen bekämpft. Außerdem ist die Stadtgärtnerei für die Dekoration der Hallen in Markdorf zuständig. Wer erinnert sich nicht gerne an die tollen Farbtupfer in der Stadthalle beim Neujahrsempfang?
Nächste Woche neuer Anlauf
Auch die vielen „Gäste“ in den Gewächshäusern verlangen nach Aufmerksamkeit. So etwa die großen Tropentrompeten, die sonst am Kirchplatz mit ihren tollen großen Blüten für Begeisterung sorgen. Herbert Schönberg freut sich schon jetzt darauf, dass diese außergewöhnlichen Pflanzen in der Nacht ihren Duft verströmen. Oder aber die imposanten Bananenbäume, die sich derzeit bis an das hohe Dach des Gewächshauses erstrecken.
Ab Mitte Februar werden die neuen Pflanzen ausgesät und angepflanzt. Lange Reihen von millimeterkleinen Pflänzchen säumen derzeit die Beete der Gewächshäuser in der Stadtgärtnerei. Sie sind mit kleinen Schildern beschriftet, die von ganz einfachen Hinweisen wie „rot“ bis hin zu klangvollen Namen wie „Tagetes Disco Golden Yellow“ oder „Blue Angel“ reichen. Zarte Geranien sprießen neben Eisbegonien. Viel Fingerspitzengefühl ist hier gefragt, zum Beispiel wenn Monika Beder mit einem stiftartigen Gerät die Mini-Pflanzen „pikiert“, wie es in der Fachsprache heißt. „Pikieren“ heißt vereinzeln, es bedeutet, dass die Pflänzchen in einzelne Töpfchen gesetzt werden. Für die liebevolle Pflege der Pflanzen hat Herbert Schönberger einen treffenden Vergleich: „Es ist wie beim kleinen Kind – es wird begleitet von der Wiege über das Kinder- bis hin zum Jugendbett.“
In der kommenden Woche will die Stadtgärtnerei einen neuen Anlauf nehmen. Schönberg hofft auf trockenes und nicht zu kaltes Wetter. Drei bis vier Grad plus sollte es schon haben, damit die Frühlingspflanzen in der Gehrenbergstadt gedeihen können. Eine besonders robuste Art dürfte übrigens schon vielerorts kleine Spitzen aus dem Boden ragen lassen: die Tulpen. Sie wurden schon Mitte Oktober bis November gepflanzt und trotzen dem Winter, egal, wie lange er dauern mag.
(Erschienen: 12.03.2010 20:55)

Von unserer Redakeurin Stefanie Lorenz
Mit einem Lächeln öffnet Herbert Schönberg die Tür zum Gewächshaus der Stadtgärtnerei. Er hat nicht zuviel versprochen: Unter dem Glasdach blüht er, der von vielen Wintermüden herbeigesehnte Frühling. Stiefmütterchen, Primeln, Bellis und Vergissmeinnicht leuchten in den schönsten Farben aus den langen Reihen der Beete hervor. Herbert Schönberg ist die Ungeduld anzumerken, denn sein größter Wunsch ist, dass die wunderbaren Pflanzen so schnell wie möglich die Gehrenbergstadt bunter machen sollen.
Anfang März startet normalerweise die Frühlingsbepflanzung in Markdorf, doch in diesem Jahr lässt der Winter einfach nicht locker und hat auch in dieser Woche mit Schnee und Kälte verhindert, dass die feinen Pflänzchen den geschützen Raum im Gewächshaus verlassen können. „Viele Jahre lang hatten wir um diese Zeit schon eine voll blühende Stadt“, erinnert sich Schönberg. Ob Schlossanlage, Kirchplatz, Kreisverkehr, Hänsel- und Gretelbrunnen oder Friedhof – überall setzen die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei die Frühlingsboten aus, die Markdorf bunter machen. In diesem Jahr muss die Blütenpracht noch warten.
Wer jetzt denkt, das Stadtgärtnerei-Team mit Monika Beder, Heike Breitinger, Dominik Lang, Andreas Krug, Savelli Makarov und Vito Mancino sei im Winter arbeitslos, der hat sich gewaltig getäuscht. Natürlich brauchen auch die winterharten Gewächse und Gehölze in der Stadt Pflege. Bäume, Hecken und Sträucher schneiden gehören zu den Aufgaben der Stadtgärtnerei. Aber auch im Winterdienst sind die Mitarbeiter aktiv. Es gibt einen Fußtrupp, der im Wechsel mit den Bauhofmitarbeitern Glätte auf den Wegen bekämpft. Außerdem ist die Stadtgärtnerei für die Dekoration der Hallen in Markdorf zuständig. Wer erinnert sich nicht gerne an die tollen Farbtupfer in der Stadthalle beim Neujahrsempfang?
Nächste Woche neuer Anlauf
Auch die vielen „Gäste“ in den Gewächshäusern verlangen nach Aufmerksamkeit. So etwa die großen Tropentrompeten, die sonst am Kirchplatz mit ihren tollen großen Blüten für Begeisterung sorgen. Herbert Schönberg freut sich schon jetzt darauf, dass diese außergewöhnlichen Pflanzen in der Nacht ihren Duft verströmen. Oder aber die imposanten Bananenbäume, die sich derzeit bis an das hohe Dach des Gewächshauses erstrecken.
Ab Mitte Februar werden die neuen Pflanzen ausgesät und angepflanzt. Lange Reihen von millimeterkleinen Pflänzchen säumen derzeit die Beete der Gewächshäuser in der Stadtgärtnerei. Sie sind mit kleinen Schildern beschriftet, die von ganz einfachen Hinweisen wie „rot“ bis hin zu klangvollen Namen wie „Tagetes Disco Golden Yellow“ oder „Blue Angel“ reichen. Zarte Geranien sprießen neben Eisbegonien. Viel Fingerspitzengefühl ist hier gefragt, zum Beispiel wenn Monika Beder mit einem stiftartigen Gerät die Mini-Pflanzen „pikiert“, wie es in der Fachsprache heißt. „Pikieren“ heißt vereinzeln, es bedeutet, dass die Pflänzchen in einzelne Töpfchen gesetzt werden. Für die liebevolle Pflege der Pflanzen hat Herbert Schönberger einen treffenden Vergleich: „Es ist wie beim kleinen Kind – es wird begleitet von der Wiege über das Kinder- bis hin zum Jugendbett.“
In der kommenden Woche will die Stadtgärtnerei einen neuen Anlauf nehmen. Schönberg hofft auf trockenes und nicht zu kaltes Wetter. Drei bis vier Grad plus sollte es schon haben, damit die Frühlingspflanzen in der Gehrenbergstadt gedeihen können. Eine besonders robuste Art dürfte übrigens schon vielerorts kleine Spitzen aus dem Boden ragen lassen: die Tulpen. Sie wurden schon Mitte Oktober bis November gepflanzt und trotzen dem Winter, egal, wie lange er dauern mag.
(Erschienen: 12.03.2010 20:55)

































