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Ausstellung: 161 Künstler bewerben sich

Vielfalt im Wettbewerb:161  Bewerbungen gibt es für die jurierte Ausstellung des Kunstvereins. Dieses Bild ist eines davon, wer es gemalt hat, wird nicht verraten.
Vielfalt im Wettbewerb:161 Bewerbungen gibt es für die jurierte Ausstellung des Kunstvereins. Dieses Bild ist eines davon, wer es gemalt hat, wird nicht verraten.

Markdorf / sz Diese Premiere scheint schon jetzt gelungen zu sein: 161 Bewerbungen sind bis Bewerbungsschluss für die jurierte Ausstellung des Kunstvereins eingegangen, wie einer der Organisatoren, Winfried Krämer, berichtet. Ungefähr 20 Künstler wird die Jury auswählen, diese werden die Ausstellung „Störung!“ vom 16. April bis 2. Juli in der Stadtgalerie gestalten.

Von unserer Redakteurin  Stefanie Lorenz

„Wir hatten mit 80 bis 100 Bewerbungen gerechnet. Dass sich über 160 Künstler bewerben, ist doch überraschend“, freut sich Winfried Krämer über das rege Interesse an der ersten jurierten Ausstellung, die der Markdorfer Kunstverein organisiert. Die meisten Bewerbungen sind per E-Mail beim Kunstverein angekommen. Viele Künstler nutzten aber auch die Möglichkeit, ihre Kunstwerke als Fotografien über den klassischen Postweg zu senden. Eine Herausforderung für Winfried Krämer in diesen winterlichen Tagen, denn er wohnt im Deggenhausertal auf einem Berg – die Post muss er mit dem Schlitten zum Haus hinaufziehen. Ganze Schlittenladungen voll Kunst sind so in die Höhen des Tals der Liebe transportiert worden.

Intensiver Denkprozess

Intensiv habe man im Kunstverein um das Thema der jurierten Ausstellung gerungen. „Es war das Ergebnis eines langen Denkprozesses“, schildert Krämer. Den Mitgliedern war es wichtig, ein Thema zu finden, das einen kreativen Prozess in Gang setzt. Eine „Störung“ könne sowohl etwas Negatives, als auch etwas Positives, nämlich der Anfang für etwas Neues sein, meint Krämer. Teilnahmeberechtigt waren Künstler aus der näheren Bodenseeregion, das heißt, aus dem Bodenseekreis sowie den Landkreisen Ravensburg und Konstanz, dem Thurgau und der Bregenzer Region. Direkt angeschrieben wurden außerdem alle Künstler, die sich beim Kunstverein Markdorf für eine Ausstellung beworben hatten oder bereits ausgestellt haben. Eingereicht werden konnten bis zu drei zweidimensionale Arbeiten wie Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, die eine Größe von zwei mal drei Meter nicht überschreiten, aber auch Skulpturen sowie Installationen inklusive Videoinstallationen. Für letzere musste ein Konzept vorgelegt werden. Sie sollten neu sein, beziehungsweise aus der Produktion der vergangenen drei Jahre stammen.

„Rund zwei Drittel der Bewerbungen sind aus dem Bereich Malerei“, verrät Winfried Krämer. Erfreut habe ihn, wie viel Mühe sich viele der Künstler bei der Gestaltung der Bewerbungsunterlagen gegeben hatten.

Die Auswahl der Kunstwerke erfolgt durch eine dreiköpfige Jury. „Uns war wichtig, dass es sich dabei um vereinsfremde, aber kunstnahe Persönlichkeiten handelt“, erklärt Winfried Krämer. Als Juroren agieren der frühere langjährige Ravensburger Galeriechef und Kunsthistoriker Jupp Eisele, der Ravensburger Kulturamtsleiter Franz Schwarzbauer und die Kunsthistorikerin Dr. Carolin Krumm.

Gerne möchte der Kunstverein zu dieser Ausstellung einen Katalog gestalten. Das wird kein leichtes Unterfangen, zum einen wegen der Kosten, zum anderen weil zwischen der Jury-Entscheidung Ende März und der Ausstellungseröffnung nur knapp vierzehn Tage liegen. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am 15. April. Zur Ausstellungseröffnung könnte sich Winfried Krämer vorstellen, dass die Jurymitglieder über ihre Arbeit berichten, wenn sie das möchten. Die Ausstellung endet am 2. Juli mit einer Finissage.

Positive Zwischenbilanz

Die Zwischenbilanz von Winfried Krämer fällt durchwegs positiv aus: Als „spannende“ Sache bezeichnet er die erste jurierte Ausstellung des Kunstvereins. „Es ist schön zu sehen, wie breit das Interesse ist und wie viele Künstler hier in der Region wohnen“, so sein Fazit. Außerdem sei die Qualität der eingereichten Arbeiten hoch „Ich bin überrascht über die Intensität der Auseinandersetzung mit dem Thema“, meint er. Die Ausstellung sei eine gute Möglichkeit für Künstler, die noch nicht so bekannt sind, wahrgenommen zu werden.

(Erschienen: 15.03.2010 10:25)

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