Stadtnachrichten Markdorf
Mit Lyrik, Charme und Xylophon

Wolf ging zuvor auf die zahlreichen Fragen unserer Leser ein, garnierte den Abend mit Gedichten aus seinem Buch „Politikergeschwätz oder Die Kunst des richtigen Tons“ und zum Abschluss mit einem Musikstück auf seinem Xylophon, dem berühmten und rasanten Xylophonstück des Zirkus Renz.
Der 51-jährige gebürtige Weingartener und ehemalige Landrat von Tuttlingen war auf Einladung unserer Redaktion zum 15-jährigen Bestehen der Markdorfer Ausgabe der Schwäbischen Zeitung in die Gehrenbergstadt gekommen. Zunächst stellte er sich als Gast der Redaktion den Fragen der Redakteure (Interview folgt), bevor er gut gelaunt nach Ittendorf aufbrach.
Dort entbrannte nach einer kurzen Vorstellung schnell eine lebhafte Diskussion über die Landes- und Bundespolitik, aber auch über die Probleme vor Ort. So sprachen mehrere Gäste die Belastung durch den Straßenverkehr an. Guido Wolf betonte, dass schon vor Jahren ein Fehler gemacht worden sei, als im Hinterland keine Bodensee-Autobahn gebaut worden sei. „Die wird auch nicht mehr kommen“, nahm der Landespolitiker seinen Gästen die Illusion, den Durchgangsverkehr komplett aus der hiesigen Region loszuwerden.
Der Landtagspräsident plädierte dafür, Politik nicht abgehoben von der Bevölkerung zu machen. Daher würde auch gerne solche Termine wie an diesem Abend annehmen. „Das klappt aber leider nicht mehr so häufig wie noch als Landrat von Tuttlingen“, betonte er mit Blick auf seinen vollen Terminkalender. Für diesen Abend hatte er jedenfalls ein größeres Zeitfenster eingeplant. Zuvor hatte er in Salem noch die Prinzen Bernhard und Michael von Baden besucht.
„Schlitzohr ganz bis inna net, muaß an echte Schultes sei“, begann Wolf sein erstes Gedicht des Abends, in dem er auf die Arbeit eines Bürgermeisters blickte. Seine Gedichte, die inzwischen in der vierten Auflage erschienen sind und erstmalig 1998 veröffentlicht wurden, haben eine feine Selbstironie, die bei den Gästen gut ankam. Doch einen zweiten Band wird es vorerst nicht geben, die Zeit fehle auch hierfür. Dafür hat Wolf vielleicht als Pensionär Zeit – immerhin hat er diesem Lebensabschnitt ebenfalls schon ein Gedicht gewidmet, das für brüllendes Gelächter sorgte.
Einen Fehler hat Wolf allerdings begangen. Er hätte einen Karton von „Politikergeschwätz“ mitbringen müssen. Die Bücher wäre er sicherlich schnell losgeworden, so ging die ISBN-Nummer seines Werkes mehrfach über den Tisch. „Als Politiker braucht man ein zweites Standbein, es kann schnell zu Ende gehen“, meinte der Landtagspräsident – dann steht ihm aber sicher eine zweite Karriere als Lyriker oder Kabarettist offen …
(Erschienen: 13.09.2012 22:20)

Wolf ging zuvor auf die zahlreichen Fragen unserer Leser ein, garnierte den Abend mit Gedichten aus seinem Buch „Politikergeschwätz oder Die Kunst des richtigen Tons“ und zum Abschluss mit einem Musikstück auf seinem Xylophon, dem berühmten und rasanten Xylophonstück des Zirkus Renz.
Der 51-jährige gebürtige Weingartener und ehemalige Landrat von Tuttlingen war auf Einladung unserer Redaktion zum 15-jährigen Bestehen der Markdorfer Ausgabe der Schwäbischen Zeitung in die Gehrenbergstadt gekommen. Zunächst stellte er sich als Gast der Redaktion den Fragen der Redakteure (Interview folgt), bevor er gut gelaunt nach Ittendorf aufbrach.
Dort entbrannte nach einer kurzen Vorstellung schnell eine lebhafte Diskussion über die Landes- und Bundespolitik, aber auch über die Probleme vor Ort. So sprachen mehrere Gäste die Belastung durch den Straßenverkehr an. Guido Wolf betonte, dass schon vor Jahren ein Fehler gemacht worden sei, als im Hinterland keine Bodensee-Autobahn gebaut worden sei. „Die wird auch nicht mehr kommen“, nahm der Landespolitiker seinen Gästen die Illusion, den Durchgangsverkehr komplett aus der hiesigen Region loszuwerden.
Der Landtagspräsident plädierte dafür, Politik nicht abgehoben von der Bevölkerung zu machen. Daher würde auch gerne solche Termine wie an diesem Abend annehmen. „Das klappt aber leider nicht mehr so häufig wie noch als Landrat von Tuttlingen“, betonte er mit Blick auf seinen vollen Terminkalender. Für diesen Abend hatte er jedenfalls ein größeres Zeitfenster eingeplant. Zuvor hatte er in Salem noch die Prinzen Bernhard und Michael von Baden besucht.
„Schlitzohr ganz bis inna net, muaß an echte Schultes sei“, begann Wolf sein erstes Gedicht des Abends, in dem er auf die Arbeit eines Bürgermeisters blickte. Seine Gedichte, die inzwischen in der vierten Auflage erschienen sind und erstmalig 1998 veröffentlicht wurden, haben eine feine Selbstironie, die bei den Gästen gut ankam. Doch einen zweiten Band wird es vorerst nicht geben, die Zeit fehle auch hierfür. Dafür hat Wolf vielleicht als Pensionär Zeit – immerhin hat er diesem Lebensabschnitt ebenfalls schon ein Gedicht gewidmet, das für brüllendes Gelächter sorgte.
Einen Fehler hat Wolf allerdings begangen. Er hätte einen Karton von „Politikergeschwätz“ mitbringen müssen. Die Bücher wäre er sicherlich schnell losgeworden, so ging die ISBN-Nummer seines Werkes mehrfach über den Tisch. „Als Politiker braucht man ein zweites Standbein, es kann schnell zu Ende gehen“, meinte der Landtagspräsident – dann steht ihm aber sicher eine zweite Karriere als Lyriker oder Kabarettist offen …
(Erschienen: 13.09.2012 22:20)



































