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Kindergartenneubau Leimbach ist nun beschlossene Sache

Sanierung chancenlos: Der Neubau des Kindergartens Sankt Josef in Leimbach ist beschlossene Sache.
Sanierung chancenlos: Der Neubau des Kindergartens Sankt Josef in Leimbach ist beschlossene Sache. (Foto: cob)

Markdorf / bw Im Ortsteil Leimbach wird der Kindergarten St. Josef neu gebaut, das hat der Gemeinderat am Dienstag mit großer Mehrheit beschlossen. Der bisherige Kindergarten wird abgerissen, nach den Sommerferien startet der Neubau.

Die Baukosten für das Gebäude betragen rund 1,845 Millionen Euro, seien damit ähnlich hoch wie für die Kindergärten in Neufrach und Bermatingen. Zu den Baukosten kommen noch die Kosten für die Außenanlage, die Auslagerung in Container, Ausstattung und die Umsiedlung der Heizung hinzu. Insgesamt wird mit Kosten von 3,71 Millionen Euro gerechnet.

Städtebaulich integriert

Der Kindergarten ist über 40 Jahre alt und muss dringend energetisch saniert werden, zudem soll in Leimbach eine Betreuungsgruppe für unter Dreijährige eingerichtet werden. Aufgrund der Höhe der notwendigen Umbau- und Sanierungskosten hat sich der Gemeinderat für einen Neubau entschieden. Die aktuellen Pläne stellte Architekt Gaupp den Gemeinderäten vor. Demnach werde sich das neue Kindergartengebäude städtebaulich in ein Dreieck mit Mehrzweckhalle und Grundschule integrieren.

Hier entstehe ein Zentrum für Bildung, Kultur und Sport, das viele Möglichkeiten für die Vernetzung und die räumliche Verknüpfung biete, erklärte Gaupp. In die Planung sei das von der Stadt vorgegebene Raumprogramm eingearbeitet worden. So wird es im Erdgeschoss genügend Räume für drei Regelgruppen geben.

Ferner wird auch eine Küche entstehen, von der nicht nur die Kindergartenkinder mit einem warmen Mittagessen versorgt werden. Künftig wird es hier auch für die Grundschüler ein warmes Mittagessen geben. Im Obergeschoss wird die Betreuungsgruppe für die unter Dreijährigen ihren Platz finden. Im Obergeschoss entstehen die notwendigen Personalräume.

Das Gebäude soll vollständig unterkellert werden, so der Architekt. Eine Baugrunduntersuchung habe ergeben, dass eine aufwendige Pfahlgründung erforderlich ist, wenn auf den Keller verzichtet wird. Im Keller gebe es dann Räume für die Technik, Leimbacher Vereine und den Bauhof. Die bisherige Heizung wird in die Schule verlegt, sodass die Wärmeversorgung von Schule und Mehrzweckhalle gesichert sei. Der Außenwandaufbau, in Holzständer-Bauweise, erfülle den Passivhaus-Standard, erläuterte Gaupp. Ebenso sollen die Innenwände mit Holz verkleidet werden.

Kosten zuletzt stark gestiegen

Gemeinderat Arnold Holstein (FW) lobte den Entwurf, Kostenreduzierungen seien nur möglich, wenn Abstriche an Dämmung und am Raumprogramm erfolgen würden. Er wies die Kritik der Umweltgruppe (zurück, ebenso wie Alfons Viellieber (CDU). Die Kostenzusammenstellung sei nun deutlich transparenter geworden, erklärte Susanne Deiters-Wälischmiller (UWG), zu Beginn der Planungen sei von deutlich niedrigeren Kosten die Rede gewesen. Dem stimme Uwe Achilles (SPD) zu, in den letzten drei Monaten seien die veranschlagten Kosten um etwa 800000 Euro gestiegen.

Karl King (UWG) kündigte an, dass er die Planung ablehne, da nicht alle Möglichkeiten der Energieeinsparung genutzt würden. Ferner seien die Kosten zu hoch – für das Mehr, das der Neubau gegenüber dem vorhandenen Kindergarten biete. Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat schließlich dem Planungsentwurf zu.

(Erschienen: 08.02.2012 17:25)

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