Stadtnachrichten Markdorf
Der innerstädtische Verkehr ist der Knackpunkt der Stadtentwicklung
Wünsche und Visionen gibt es viele: Die Stadthalle ist auf Dauer gesehen zu klein, das Rathaus kein städtebauliches Highlight und die Innenstadt aus Sicht vieler Besucher nicht so attraktiv, wie sie sein könnte. Michel Veysseyre hat als drängendstes Problem eben den Verkehr ausgemacht. Gleich mehrere Verkehrsströme würden sich am Bischofschloss treffen: Die Fahrzeuge der Achsen Meersburg – Ravensburg, Deggenhausertal – Friedrichshafen, Bermatingen – Friedrichshafen, Salem – Kluftern. Bevor man diesen Verkehr nicht herausgebracht habe, könne man die Gestaltung der Innenstadt nicht angehen. So lange das Bischofschloss ein Verkehrsknotenpunkt sei, mache es keinen Sinn, da etwas zu gestalten und Plätze zu schaffen. „Da setzt sich ja niemand hin, um sich dann die Autos anzuschauen“, meint Veysseyre.
Konkrete Ideen für Bauprojekte präsentiert Heinz-Dieter Stahl: Er schlägt vor, dass man das Rathaus in einen Glasmantel packen könnte. Die Vorteile wären ein moderneres und ansprechenderes Äußeres und zusätzlich auch eine energetisch sinnvollere Fassade als die derzeitige. Für die Stadthalle hat er ebenfalls eine Lösung parat: Auf der Fläche des jetzigen Parkplatzes wird eine Tiefgarage gebaut und darüber die Halle erweitert – die Hallen-Nutzfläche könnte fast verdoppelt werden.
Auch für das Algemarin-Gelände in Ittendorf hat Stahl sich konkrete Gedanken gemacht: Er schlägt als Lärmschutz-Maßnahme die Errichtung eines Parkhauses vor: Eine zweigeschossige Anlage, auf der unteren Ebene für Anwohner der neuen Wohnbebauung, auf der oberen Ebene 15 bis 20 Parkplätze – offen wie ein Carport – für Besucher des Dorfgemeinschafteshauses. Damit sei die Parkplatzproblematik gelöst und zusätzlich ein Schallschutz installiert, so wie man es einst mit dem Parkhaus Post auch für den Ochsenplatz realisiert hätte.
Helmut Jetter kritisiert, dass in Markdorf immer wieder spontan Entscheidungen gefällt werden würden, aber eine langfristige Vision sei nicht erkennbar. Er regt sich vor allem über den Verkehr in der Innenstadt auf, sieht die Verkehrsführung im Bereich Haupt- und Mangoldstraße als nicht optimal. Aber ihn stört noch etwas weiteres: Über Brunnen und Platzgestaltungen wurde gesprochen, aber nichts unternommen. So würde der Bereich zwischen Proma und Volksbank immer noch ungenutzt und öde wirken.
„Bei der Gestaltung denkt man immer über Bäume und ähnliches nach. Wenn Sie mit Kindern durch Markdorf gehen, dann finden sie nirgends etwas, wo Sie sich hinsetzen können, ohne dass die Kinder auf der Hauptstraße stehen oder im Rathausbrunnen liegen“ meldet sich Miriam Zanker zu Wort. Der Markdorferin fehlen gemütliche Sitzgelegenheiten und attraktive Bereiche für Kinder, die auch noch Sicherheit bieten. Einen Verbesserungsvorschlag hat auch Eleonore Wegmann: Sie vermisst einen Fußweg zwischen Möggenweiler und der Kernstadt. Dass Schüler – tags wie nachts – über den Friedhof gehen würden, könne nicht die Lösung sein.
Die Fußgängerunterführung an der Kreuzung Ensisheimer Straße und Gutenbergstraße wird von vielen sehnlichst erwartet – Franz Frick nutzt allerdings die „I mein halt“-Runde, um gegen das Projekt zu sprechen. „Man muss maximal drei Mal in der Stunde für ein paar Minuten warten – mehr Züge fahren nicht“, so seine Beobachtung. „Wenn diese Unterführung kommt, muss jeder, der da unten wohnt, sich im Klaren sein, dass wir dann auch den LKW-Verkehr haben“, warnt Frick. Veysseyre hatte zuvor eine Erweiterung der Unterführung zwischen BZM und Supermarkt vorgeschlagen, eine Idee, die Frick entschieden kritisiert: „Wenn das Realität würde, dann hätten wir die Verbindung Ensisheimer-Bernhard-Meersburger Straße. Dann brauchen wir die Südumfahrung tatsächlich nicht mehr, denn dann haben wir sie durch die Ensisheimer Straße“, ist Frick überzeugt.
(Erschienen: 03.02.2012 22:10)
Wünsche und Visionen gibt es viele: Die Stadthalle ist auf Dauer gesehen zu klein, das Rathaus kein städtebauliches Highlight und die Innenstadt aus Sicht vieler Besucher nicht so attraktiv, wie sie sein könnte. Michel Veysseyre hat als drängendstes Problem eben den Verkehr ausgemacht. Gleich mehrere Verkehrsströme würden sich am Bischofschloss treffen: Die Fahrzeuge der Achsen Meersburg – Ravensburg, Deggenhausertal – Friedrichshafen, Bermatingen – Friedrichshafen, Salem – Kluftern. Bevor man diesen Verkehr nicht herausgebracht habe, könne man die Gestaltung der Innenstadt nicht angehen. So lange das Bischofschloss ein Verkehrsknotenpunkt sei, mache es keinen Sinn, da etwas zu gestalten und Plätze zu schaffen. „Da setzt sich ja niemand hin, um sich dann die Autos anzuschauen“, meint Veysseyre.
Konkrete Ideen für Bauprojekte präsentiert Heinz-Dieter Stahl: Er schlägt vor, dass man das Rathaus in einen Glasmantel packen könnte. Die Vorteile wären ein moderneres und ansprechenderes Äußeres und zusätzlich auch eine energetisch sinnvollere Fassade als die derzeitige. Für die Stadthalle hat er ebenfalls eine Lösung parat: Auf der Fläche des jetzigen Parkplatzes wird eine Tiefgarage gebaut und darüber die Halle erweitert – die Hallen-Nutzfläche könnte fast verdoppelt werden.
Auch für das Algemarin-Gelände in Ittendorf hat Stahl sich konkrete Gedanken gemacht: Er schlägt als Lärmschutz-Maßnahme die Errichtung eines Parkhauses vor: Eine zweigeschossige Anlage, auf der unteren Ebene für Anwohner der neuen Wohnbebauung, auf der oberen Ebene 15 bis 20 Parkplätze – offen wie ein Carport – für Besucher des Dorfgemeinschafteshauses. Damit sei die Parkplatzproblematik gelöst und zusätzlich ein Schallschutz installiert, so wie man es einst mit dem Parkhaus Post auch für den Ochsenplatz realisiert hätte.
Helmut Jetter kritisiert, dass in Markdorf immer wieder spontan Entscheidungen gefällt werden würden, aber eine langfristige Vision sei nicht erkennbar. Er regt sich vor allem über den Verkehr in der Innenstadt auf, sieht die Verkehrsführung im Bereich Haupt- und Mangoldstraße als nicht optimal. Aber ihn stört noch etwas weiteres: Über Brunnen und Platzgestaltungen wurde gesprochen, aber nichts unternommen. So würde der Bereich zwischen Proma und Volksbank immer noch ungenutzt und öde wirken.
„Bei der Gestaltung denkt man immer über Bäume und ähnliches nach. Wenn Sie mit Kindern durch Markdorf gehen, dann finden sie nirgends etwas, wo Sie sich hinsetzen können, ohne dass die Kinder auf der Hauptstraße stehen oder im Rathausbrunnen liegen“ meldet sich Miriam Zanker zu Wort. Der Markdorferin fehlen gemütliche Sitzgelegenheiten und attraktive Bereiche für Kinder, die auch noch Sicherheit bieten. Einen Verbesserungsvorschlag hat auch Eleonore Wegmann: Sie vermisst einen Fußweg zwischen Möggenweiler und der Kernstadt. Dass Schüler – tags wie nachts – über den Friedhof gehen würden, könne nicht die Lösung sein.
Die Fußgängerunterführung an der Kreuzung Ensisheimer Straße und Gutenbergstraße wird von vielen sehnlichst erwartet – Franz Frick nutzt allerdings die „I mein halt“-Runde, um gegen das Projekt zu sprechen. „Man muss maximal drei Mal in der Stunde für ein paar Minuten warten – mehr Züge fahren nicht“, so seine Beobachtung. „Wenn diese Unterführung kommt, muss jeder, der da unten wohnt, sich im Klaren sein, dass wir dann auch den LKW-Verkehr haben“, warnt Frick. Veysseyre hatte zuvor eine Erweiterung der Unterführung zwischen BZM und Supermarkt vorgeschlagen, eine Idee, die Frick entschieden kritisiert: „Wenn das Realität würde, dann hätten wir die Verbindung Ensisheimer-Bernhard-Meersburger Straße. Dann brauchen wir die Südumfahrung tatsächlich nicht mehr, denn dann haben wir sie durch die Ensisheimer Straße“, ist Frick überzeugt.
(Erschienen: 03.02.2012 22:10)

































