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Wenn Bären zur Großwildjagd blasen

Wenn Bären zur Großwildjagd blasen
Wenn Bären zur Großwildjagd blasen

Von Andrée Störk

Bermatingen Am Montagabend haben sich die Bermatinger in dieser Fasnet zum letzten Mal richtig amüsiert. Das Programm von „Der Bär steigt in die Bütt“ war voller Pointen, feinsinnigen Büttenreden und Tanzeinlagen. Die Großwildjägerinnen Sibylle Dilger und Irmi Schuler richteten ihre Munition auf einzelne Bürger, denen im vergangenen Jahr so manche Missgeschicke passiert sind. Ihr Vortrag vor perfektem Bühnenbild war in Reimform und mit viel Wortwitz inszeniert. „Woher erfahrt ihr im Dschungel so viele Neuigkeiten?“, wollte Flepp (Robert) Müller von den beiden wissen. Prompte Antwort: „Die Buschtrommeln“. Müller hatte seinen Namensvetter Alfons (Fone) Müller nach der Pause auf der Bühne abgelöst, da dieser beim Männerballett als Akteur auf die Bühne musste. Jenes Männerballett machte der Bermatinger Zunftgarde starke Konkurrenz. Der objektive Betrachter musste jedoch feststellen: So mancher hat seinen „Ranzenansatz“ nur schwerlich im kurzen Röckchen verstecken können. Doch das ist Männerballett. Zwei hoffnungsvolle Nachwuchstänzer hatte das Männerballett in seinen Reihen. Jonas Kunemann und Felix Müller senkten den Altersdurschnitt deutlich.

Elsa Kanon als Golftouristin traf mit ihrem Ball in so manches „Loch“ im Ort. Ihrem Vortag fügte sie einige Bilder hinzu, die direkt auf die Probleme hinwiesen. Vor allem der Zustand der Straßen und Gehwege im Ortsgebiet sind ihr ein Dorn im Auge. „Ein Fachbüro wurde bestellt, das für 10 000 Euro die Löcher zählt", stellte sie fest – und fand, dass sich die Kommune das Geld hätte sparen können. Immer wieder sprach sie Bürgermeister Martin Rupp, der mit Abwesenheit glänzte (er befindet sich im Skiurlaub), und den Gemeinderat an. Die gestaffelte Erhöhung der Bestattungsgebühren um 100 Prozent quittierte sie mit den Worten: „So kam ich zu dem Entschluss, dass der wo sparen will früher sterben muss.“ Kanon heimste einiges an Szenenapplaus ein.

Auch Pfarrer Ulrich Hund hat genau hingeschaut und seine „Hundfunk“-Sendung auf Bermatingen zugeschnitten. Zur Überplanung des Bahnhofsareals hat er erfahren: „Der Ministerpräsiden lehnt den Namen ,Bermatingen 21‘ ab. Ganz hoch im Kurs stand in diesem Jahr die Zunftgarde. Fone Müller freut sich jetzt schon auf das 50-jährige Bestehen, das die Garde 2013 feiern wird. „Es wird zwar keine Narrentage geben, aber wir werden uns schon etwas einfallen lassen und dieses Jubiläum feiern", kündigte er an. Die Gardetänzerinnen bedankten sich bei Friederike Waibel, die für alle jungen Damen das aufwändige Cancan-Kostüm genäht hatte. Jugend- und Kindergarde präsentierten ebenfalls ihre Tänze, ebenso die Funky Ladies und die Bären.

„Bär in der Bütt“
Fotos:
„Bär in der Bütt“

(Erschienen: 21.02.2012 18:05)

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