Südfinder
Südfinder JOB
Südfinder AUTO
Südfinder IMMO
Südfinder TICKET
Südfinder HANDWERK
bodensee
Lakeparty
Regio-TV
inserieren
abo
e-paper
Schwäbisch.Media

Rund um Markdorf

Nachbetrachtung in der warmen Stube

Der große Umzug in Bermatingen dauerte drei Stunden - die Kälte setzte allen Beteiligten zu.
Der große Umzug in Bermatingen dauerte drei Stunden - die Kälte setzte allen Beteiligten zu. (Foto: msp)

Bermatingen / sz Die Narren haben trotz eisiger Temperaturen am Wochenende prima durchgehalten. Aber der Kehrwagen, der gestern Großreine machen sollte, machte schlapp: Witterungsbedingt kann die Kehrmaschine nicht fahren. „Das Gefährt wird mit Wasser betrieben, bei diesen Minusgraden geht die Maschine kaputt“, sagt Bermatingens Zunftmeister Alfons Müller. Frühesterns am Mittwoch sei ein Einsatz möglich, so die Gemeindeverwaltung. Müller hat deshalb eine Bitte an die Anwohner der Umzugsstrecke: „Es wäre schön, wenn die Bürger ein bisschen mithelfen und das Gröbste wegräumen würden“, bittet er um Verständnis.

„Wirklich toll und gelungen“ lautet sein Urteil über die Narrentage am Wochenende. Fast zwei Jahre haben er und das Präsidium darauf hingearbeitet. Viel Zeit zum Genießen hat Müller nicht gehabt. „Klar, da ist man angespannt, ob auch alles klappt, und muss schauen, dass es läuft.“

Ein besonderes Erlebnis sei die Narrenmesse am Sonntagmorgen gewesen. „Das hat einfach gepasst“, findet er. Der Bermatinger Musikverein hat die gesamte Messe umrahmt. Besonders eindrucksvoll sei der Einzug mit Dudelsackspieler gewesen und der „Predigtdialog“ von Diakon Werner Ströbele und Pfarrer Ulrich Hund gewesen. Alfons Müller: „Eine tolle Sache.“ Die Kälte war während des Umzugs ein Problem, gibt er zu. Bei Minus 8 Grad und Ostwind seien nicht so viele Zuschauer gekommen wie erwartet. „Die Kälte war einfach zu extrem.“ Der Zunftmeister bewundert das Durchhaltevermögen der vielen Gäste, die den dreistündigen Fasnetszug angeschaut haben, teils mit findigen Methoden. „Einige sind zwischendurch zum Aufwärmen in die Gaststätten gegangen und haben sich danach wieder an die Straße gestellt.“

Die Hästräger haben warm

Kein Problem seien Wind und sibirische Kälte für die Hästräger gewesen – die können sich noch am besten einpacken. Aber den Gardemädchen und vor allem den vielen Musikanten zollt er allergrößten Respekt. Einige hätten ihr Instrument nur ohne Handschuhe spielen könne, zum Teil seien Posaune, Saxophon und Co. auch nicht mehr spielbar gewesen, da sie eingefroren waren. Alfons Müller: „Respekt, alle Musikkapellen sind bis zum Schluss gelaufen und haben gespielt, und es hat sich toll angehört.“ Erleichtert ist der Chef der Bärenzunft darüber, dass die närrischen Tage von Freitag bis Sonntag weitgehend friedlich verlaufen sind. Lediglich am Freitaggabend gab es einige Vorfälle.

Die Liveübertragung des Umzugs im SWR habe den Ablauf keineswegs gestört. Für Müller hat die Präsenz der Kameras einen Vorteil: Der Sender stellt ihm in den nächsten Tagen einen Mitschnitt zur Verfügung. „Den werde ich mir in Ruhe anschauen – in den warmen Stube.

(Erschienen: 06.02.2012 22:00)

- Anzeige -
Artikelfunktionen
drucken
Bewertungen
0.0
0,0 (0 Stimmen)
Das könnte Sie auch interessieren
- Anzeige -
Festliches
Trauer
FESTLICHES





Das Wetter in Markdorf
Vormittags
17 °
Nachmittags
22 °
Abends
19 °
Nachts
8 °
- Anzeige -
- Anzeige -
Facebook
Alle Facebook-Seiten von Schwäbische.de finden Sie hier


- Anzeige -