Stadtnachrichten Lindau
Rothfuß gerät bei CSU aufs Abstellgleis

Zwar sind sie sich nach wie vor einig über den Standort des Hauptbahnhofs in Reutin. Doch während der stellvertretende Bürgermeister Lindaus, Karl Schober, und der CSU-Fraktionsvorsitzende Roland Freiberg das Votum der Bürger für die Kombilösung akzeptieren wollen, hält Rothfuß eisern an einem weiteren Bürgerbegehren fest.
Rothfuß hat im Zwist mit der CSU seine Kandidatur zurückgezogen und wirbt jetzt um Unterschriften für den Kandidaten der Piratenpartei, Marc Fuhrken.
Die Pressemitteilung des kommissarischen Ortsverbandsvorsitzenden Willi Böhm stellt in einer Pressemitteilung die Situation so dar: Freiberg und Schober, als Mitinitiatoren des Bürgerbegehrens, hätten sich aufgrund des Bürgervotums zur „Kombilösung“ und der Rückmeldung aus der Bürgerschaft für einen Rückzug ausgesprochen.
Rothfuß jedoch habe auf dem Bürgerbegehren bestanden, um den Bürgern auch eine Abstimmung über einen Hauptbahnhof in Reutin zu ermöglichen und gleichzeitig seine OB-Kandidatur davon abhängig gemacht. In einer Sondersitzung am Sonntagnachmittag stimmte eine klare Mehrheit, bestehend aus den Mitgliedern des CSU-Ortsvorstandes, der Stadtratsfraktion, der Frauen Union und der Jungen Union für eine Rücknahme des Bürgerbegehrens. Da sich Rothfuß aus eigener Überzeugung nicht in der Lage sah, trotz dieses Votums dem Schritt von Freiberg und Schober zu folgen, zog er am Dienstagvormittag seine OB-Kandidatur offiziell zurück. Eine Rücknahme des Bürgerbegehrens wäre nur mit Zustimmung aller drei Initiatoren möglich gewesen.
Nach Informationen der Lindauer Zeitung hatten Schober und Freiberg versucht, Rothfuß von ihrer Position zu überzeugen. Doch selbst ein Gespräch mit Landrat Elmar Stegmann fruchtete wohl nichts. Schober wollte diese Informationen nicht kommentieren. „Herr Rothfuß hält sich nur für glaubwürdig, wenn er an dem Bürgerbegehren festhält. Auch das verdient Respekt “, so Schober. „Ich selbst kann aber nicht mehr hinter dem Bürgerbegehren stehen“, gibt er unumwunden zu.
Schober bedauert Rückzug
Schober bedauerte im Gespräch mit der Lindauer Zeitung den Ausstieg von Rothfuß: „Aber die Rückmeldungen von unseren Mitgliedern und auch aus der Bevölkerung waren eindeutig. Auch wenn wir weiterhin der Meinung sind, der Bahnhof gehört nach Reutin. Wir akzeptieren die Entscheidung der Bürger.“ Schober lässt auch durchblicken, dass er die Stadt nicht in eine Auseinandersetzung mit unversöhnlichen Positionen treiben wollte.
„Natürlich ist es bitter für uns, dass wir derzeit keinen Kandidaten stellen können“, so Schober. Das weitere Vorgehen der CSU lässt die Partei aber offen. „Wir werden dies beizeiten kommunizieren“, so Böhm in seiner Pressemitteilung.
(Erschienen: 20.12.2011 18:00)

Zwar sind sie sich nach wie vor einig über den Standort des Hauptbahnhofs in Reutin. Doch während der stellvertretende Bürgermeister Lindaus, Karl Schober, und der CSU-Fraktionsvorsitzende Roland Freiberg das Votum der Bürger für die Kombilösung akzeptieren wollen, hält Rothfuß eisern an einem weiteren Bürgerbegehren fest.
Rothfuß hat im Zwist mit der CSU seine Kandidatur zurückgezogen und wirbt jetzt um Unterschriften für den Kandidaten der Piratenpartei, Marc Fuhrken.
Die Pressemitteilung des kommissarischen Ortsverbandsvorsitzenden Willi Böhm stellt in einer Pressemitteilung die Situation so dar: Freiberg und Schober, als Mitinitiatoren des Bürgerbegehrens, hätten sich aufgrund des Bürgervotums zur „Kombilösung“ und der Rückmeldung aus der Bürgerschaft für einen Rückzug ausgesprochen.
Rothfuß jedoch habe auf dem Bürgerbegehren bestanden, um den Bürgern auch eine Abstimmung über einen Hauptbahnhof in Reutin zu ermöglichen und gleichzeitig seine OB-Kandidatur davon abhängig gemacht. In einer Sondersitzung am Sonntagnachmittag stimmte eine klare Mehrheit, bestehend aus den Mitgliedern des CSU-Ortsvorstandes, der Stadtratsfraktion, der Frauen Union und der Jungen Union für eine Rücknahme des Bürgerbegehrens. Da sich Rothfuß aus eigener Überzeugung nicht in der Lage sah, trotz dieses Votums dem Schritt von Freiberg und Schober zu folgen, zog er am Dienstagvormittag seine OB-Kandidatur offiziell zurück. Eine Rücknahme des Bürgerbegehrens wäre nur mit Zustimmung aller drei Initiatoren möglich gewesen.
Nach Informationen der Lindauer Zeitung hatten Schober und Freiberg versucht, Rothfuß von ihrer Position zu überzeugen. Doch selbst ein Gespräch mit Landrat Elmar Stegmann fruchtete wohl nichts. Schober wollte diese Informationen nicht kommentieren. „Herr Rothfuß hält sich nur für glaubwürdig, wenn er an dem Bürgerbegehren festhält. Auch das verdient Respekt “, so Schober. „Ich selbst kann aber nicht mehr hinter dem Bürgerbegehren stehen“, gibt er unumwunden zu.
Schober bedauert Rückzug
Schober bedauerte im Gespräch mit der Lindauer Zeitung den Ausstieg von Rothfuß: „Aber die Rückmeldungen von unseren Mitgliedern und auch aus der Bevölkerung waren eindeutig. Auch wenn wir weiterhin der Meinung sind, der Bahnhof gehört nach Reutin. Wir akzeptieren die Entscheidung der Bürger.“ Schober lässt auch durchblicken, dass er die Stadt nicht in eine Auseinandersetzung mit unversöhnlichen Positionen treiben wollte.
„Natürlich ist es bitter für uns, dass wir derzeit keinen Kandidaten stellen können“, so Schober. Das weitere Vorgehen der CSU lässt die Partei aber offen. „Wir werden dies beizeiten kommunizieren“, so Böhm in seiner Pressemitteilung.
(Erschienen: 20.12.2011 18:00)
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