Stadtnachrichten Lindau
OB-Kandidaten reden über den Bahnhof
Die vier OB-Kandidaten repräsentieren gut die verschiedenen Meinungen, die es im Bahnhofstreit gibt. OB Seidl hat sich inzwischen bereits mehrfach eindeutig für die Kombilösung ausgesprochen und hat diese mit einer deutlichen Mehrheit im Stadtrat auch verabschiedet. Während der Haushaltsberatungen in der kommenden Woche will sie Vorschläge machen, wie Lindau das Geld aufbringen soll, das für jede der Bahnhoflösungen nötig ist.
Max Strauß setzt sich seit Jahren für einen Erhalt des Inselbahnhofs ein, stimmt jetzt aber auch für die Kombilösung, weil Lindau damit zusätzlich einen Bahnhalt in Reutin bekommen kann, der nicht nur den Fernzughalt für Lindau sichert, sondern zusätzliche Verkehrsprobleme löst. Wie Seidl erwartet Strauß, dass die Kombilösung dazu beiträgt, dass mehr Menschen das Auto stehen lassen und den Zug nehmen.
Gerhard Ecker hat sich ebenfalls öffentlich für die Kombilösung ausgesprochen und wird bei der Diskussionsrunde am 1. Dezember erklären, wo aus seiner Sicht die Vorteile liegen.
Rainer Rothfuß ist bisher der einzige offizielle OB-Kandidat, der hofft, dass die Lindauer beim Bürgerentscheid am 11. Dezember die Kombilösung ablehnen. Gemeinsam mit der CSU-Stadtratsfraktion hat Rothfuß ein Bürgerbegehren eingeleitet für einen Reutiner Bahnhof. Allerdings will die CSU diesen um eine Kombivariante der anderen Art erweitern: Von Reutin aus soll nämlich ein Gleis weiter auf die Insel führen, so dass die Stadt von den Folgekosten der Inselanbindung entlastet wäre. Wie berichtet, müsste Lindau andernfalls jährlich mindestens eine halbe Million Euro Verluste aus der nötigen Stadtbuslinie zwischen Reutiner Bahnhof und Insel hinnehmen.
Marc Fuhrken, den die Piratenpartei als OB-Kandidat nominiert hat und der sich ebenfalls für Nur-Reutin ausgesprochen hat, wird an der Runde teilnehmen, wenn er die erforderliche Zahl an Unterschriften gesammelt hat. Weil die Piraten weder im Stadtrat vertreten sind, noch jemals bei einer Wahl in Lindau angetreten sind, benötigt ihr Kandidat die Unterstützung von etwa 190 Wählern, die sich ab 21. November in Listen einschreiben müssen, die der Stadtverwaltung ausliegen. Sobald Fuhrken offizieller Kandidat ist, wird die LZ auch ihn dazuholen.
(Erschienen: 14.11.2011 18:10)
Die vier OB-Kandidaten repräsentieren gut die verschiedenen Meinungen, die es im Bahnhofstreit gibt. OB Seidl hat sich inzwischen bereits mehrfach eindeutig für die Kombilösung ausgesprochen und hat diese mit einer deutlichen Mehrheit im Stadtrat auch verabschiedet. Während der Haushaltsberatungen in der kommenden Woche will sie Vorschläge machen, wie Lindau das Geld aufbringen soll, das für jede der Bahnhoflösungen nötig ist.
Max Strauß setzt sich seit Jahren für einen Erhalt des Inselbahnhofs ein, stimmt jetzt aber auch für die Kombilösung, weil Lindau damit zusätzlich einen Bahnhalt in Reutin bekommen kann, der nicht nur den Fernzughalt für Lindau sichert, sondern zusätzliche Verkehrsprobleme löst. Wie Seidl erwartet Strauß, dass die Kombilösung dazu beiträgt, dass mehr Menschen das Auto stehen lassen und den Zug nehmen.
Gerhard Ecker hat sich ebenfalls öffentlich für die Kombilösung ausgesprochen und wird bei der Diskussionsrunde am 1. Dezember erklären, wo aus seiner Sicht die Vorteile liegen.
Rainer Rothfuß ist bisher der einzige offizielle OB-Kandidat, der hofft, dass die Lindauer beim Bürgerentscheid am 11. Dezember die Kombilösung ablehnen. Gemeinsam mit der CSU-Stadtratsfraktion hat Rothfuß ein Bürgerbegehren eingeleitet für einen Reutiner Bahnhof. Allerdings will die CSU diesen um eine Kombivariante der anderen Art erweitern: Von Reutin aus soll nämlich ein Gleis weiter auf die Insel führen, so dass die Stadt von den Folgekosten der Inselanbindung entlastet wäre. Wie berichtet, müsste Lindau andernfalls jährlich mindestens eine halbe Million Euro Verluste aus der nötigen Stadtbuslinie zwischen Reutiner Bahnhof und Insel hinnehmen.
Marc Fuhrken, den die Piratenpartei als OB-Kandidat nominiert hat und der sich ebenfalls für Nur-Reutin ausgesprochen hat, wird an der Runde teilnehmen, wenn er die erforderliche Zahl an Unterschriften gesammelt hat. Weil die Piraten weder im Stadtrat vertreten sind, noch jemals bei einer Wahl in Lindau angetreten sind, benötigt ihr Kandidat die Unterstützung von etwa 190 Wählern, die sich ab 21. November in Listen einschreiben müssen, die der Stadtverwaltung ausliegen. Sobald Fuhrken offizieller Kandidat ist, wird die LZ auch ihn dazuholen.
(Erschienen: 14.11.2011 18:10)
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Lindauer Bahnhof

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