Stadtnachrichten Lindau
Lindauer stellen am Sonntag die Weichen
Als die Bahn AG Mitte der 90er-Jahre Stuttgart 21 und Neu-Ulm 21 vorgestellt hat, tauchten der damalige Bahnchef Heinz Dürr und Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu auch in Lindau auf und verkündeten unter der Überschrift Lindau 21, dass der Bahnhof runter soll von der Insel. Die Bahn versprach sich schnelle Fahrzeiten und verkaufserlöse aus den wertvollen Grundstücken auf der Insel. Immerhin würden mehr als acht Hektar frei, wenn kein Zug mehr auf die Insel führe.
Weil in Lindau Bevölkerung und Stadtrat geteilter Meinung waren, wo der Bahnhof denn am besten steht, kam es zu jahrelangen Verhandlungen. In diesem Frühjahr zog die Bahn einen Schlussstrich, stellte das alte Verfahren ein und die Lindauer vor die Wahl: Die Stadt könne selbst entscheiden, wo der Bahnhof hinkommt, allerdings brauche man das Ergebnis vor Weihnachten.
Seitdem brechen in Lindau Gräben auf. Ein Kompromissvorschlag von Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) hat im Stadtrat zwar eine Mehrheit, ob er aber auch bei den Bürgern Rückhalt findet, wird sich erst am Sonntag zeigen. Unter dem Titel Kombilösung steht der Erhalt des Inselbahnhofs zur Wahl, zudem würden Freistaat und Stadt einen zusätzlichen Bahnhalt in Reutin finanzieren, an dem die Eurocity-Züge München-Zürich Nahverkehrszüge aus allen Richtungen halten.
Im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahlen, die im Februar anstehen, macht die CSU den Kompromiss nicht mit und hat bereits mehr als 2000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, das einen Hauptbahnhof in Reutin fordert. Über die Zulässigkeit entscheidet der Stadtrat am Dienstag, zwei Tage nach dem Bürgerentscheid. Wahrscheinlich müssen die Lindauer am 18. März nochmal über ihren Bahnhof abstimmen.
(Erschienen: 09.12.2011 11:50)
Als die Bahn AG Mitte der 90er-Jahre Stuttgart 21 und Neu-Ulm 21 vorgestellt hat, tauchten der damalige Bahnchef Heinz Dürr und Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu auch in Lindau auf und verkündeten unter der Überschrift Lindau 21, dass der Bahnhof runter soll von der Insel. Die Bahn versprach sich schnelle Fahrzeiten und verkaufserlöse aus den wertvollen Grundstücken auf der Insel. Immerhin würden mehr als acht Hektar frei, wenn kein Zug mehr auf die Insel führe.
Weil in Lindau Bevölkerung und Stadtrat geteilter Meinung waren, wo der Bahnhof denn am besten steht, kam es zu jahrelangen Verhandlungen. In diesem Frühjahr zog die Bahn einen Schlussstrich, stellte das alte Verfahren ein und die Lindauer vor die Wahl: Die Stadt könne selbst entscheiden, wo der Bahnhof hinkommt, allerdings brauche man das Ergebnis vor Weihnachten.
Seitdem brechen in Lindau Gräben auf. Ein Kompromissvorschlag von Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) hat im Stadtrat zwar eine Mehrheit, ob er aber auch bei den Bürgern Rückhalt findet, wird sich erst am Sonntag zeigen. Unter dem Titel Kombilösung steht der Erhalt des Inselbahnhofs zur Wahl, zudem würden Freistaat und Stadt einen zusätzlichen Bahnhalt in Reutin finanzieren, an dem die Eurocity-Züge München-Zürich Nahverkehrszüge aus allen Richtungen halten.
Im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahlen, die im Februar anstehen, macht die CSU den Kompromiss nicht mit und hat bereits mehr als 2000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, das einen Hauptbahnhof in Reutin fordert. Über die Zulässigkeit entscheidet der Stadtrat am Dienstag, zwei Tage nach dem Bürgerentscheid. Wahrscheinlich müssen die Lindauer am 18. März nochmal über ihren Bahnhof abstimmen.
(Erschienen: 09.12.2011 11:50)
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Lindauer Bahnhof

Die Bahn AG legt die Entscheidung über den künftigen Standort des Bahnhofs in die Hände der Lindauer.
Bürger und verantwortliche diskutieren heftig, ob die Insel oder Reutin besser ist. Hier finden Sie alles zu diesem Thema.
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