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Kenianer verpassen Streckenrekord

Kenianer verpassen Streckenrekord
Kenianer verpassen Streckenrekord

Lindau / sz Rund 6000 Läufer sind am gestrigen Sonntag beim 4. Sparkasse-Marathon in Lindau an den Start gegangen. Bei den Männern stand in diesem Jahr der Kenianer Evans Kamromboi ganz oben auf dem Siegertreppchen, verfehlte mit 2:17,35 Stunden jedoch knapp den Streckenrekord. Bei den Frauen gewann Helen Kimutai, ebenfalls Kenia, in 2:43,37 Stunden.

Von unserem Redakteur  Peter Schlefsky

Eitel Sonnenschein und Tagestemperaturen von knapp über 20 Grad waren bei der vierten Auflage des Sparkasse-Marathons angesagt. Punkt 11.11 Uhr ging es los auf der Lindauer Insel: Knapp 6000 Läufer begaben sich in den einzelnen Disziplinen auf die Reise. Unter leichtem Föhneinfluss dominierten auch in diesem Jahr die kenianischen Läufer das Geschehen an der Spitze des Marathon-Hauptlaufs. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel, das auch heuer im Casino-Stadion Bregenz lag, konnte sich Evans Kamromboi von seinen Mitkonkurrenten absetzen und das Rennen in 2:17,35 Stunden als Sieger beenden. Den im Vorjahr von Landsmann Samson Suparimuk aufgestellten Streckenrekord verpasste Kamromboi um 97 Sekunden nur knapp. Hinter ihm landeten Titus Kosgei mit 2:22,55 Stunden und Noha Chepngabit (2:38,04) auf dem zweiten und dritten Rang. Pech hatte der Österreicher Harald Steger, der sich nach toller Aufholjagd mit Chepngabit einen packendes Finish lieferte, zum Schluss aber um hauchdünne vier Sekunden später die Ziellinie überquerte (2:38,08) und sich somit mit dem vierten Platz zufrieden geben musste.

Neue Halbmarathon-Bestzeit

Noch deutlicher war der Abstand zwischen den drei Erstplatzierten im Frauenwettbewerb auf der Marathon-Distanz. Hier setzte sich die favorisierte Kenianerin Helen Kimutai in 2:43,35 Stunden vor der Schweizerin Deborah Balz durch, die mit einem Rückstand von 22,07 Minuten den zweiten Rang erlief. Dahinter rangierte Gladys Jelagat, die rund eine halbe Stunde mehr Zeit benötigte als die Siegerin.

Eine rein kenianische Angelegenheit war auch der Halbmarathon: Hier gewann bei den Männern Jonathan Koilegei in 1:05,10 Stunden. Er absolvierte die 21,1 Kilometer um 69 Sekunden schneller als Ivan Babaryka im Vorjahr, was somit Bestzeit bedeutete. Zweiter wurde sein Landsmann Ben Masai in 1:05,37 Stunden. Als Dritter ging der Deutsche Timo Weckmann (1:11,28) durchs Ziel. Bei den Frauen siegte die Kenianerin Dorcas Kangogo in 1:15,45 Stunden, gefolgt von den beiden deutschen Läuferinnen Roswitha Weber (1:25,00) und Kathrin Luxenhofer (1:25,37).

(Erschienen: 03.10.2010 16:20)

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