Stadtnachrichten Lindau
Freistaat hat CSU-Vorschlag untersucht und urteilt: Kombilösung ist besser

Während Bahnmanager Volker Hentschel wiederholt, dass die DB AG für Nur-Reutin ist und sich an den Mehrkosten für ein zusätzliches Gleis auf die Insel nicht beteiligen werde, erklärt Hans Peter Göttler, Leiter der Verkehrsabteilung im Ministerium, dass es für diese Variante keine Finanzierung gebe. Deshalb hätten Ministerium, Bahn und Stadt diese Idee Anfang August verworfen.
Die BEG hat sich mit einem Fahrzeitenvergleich befasst, den CSU-OB-Kandidat Rainer Rothfuß unter anderem am Rande der Bürgerversammlung verteilt hatte. Die BEG weist darauf hin, dass dieser Vergleich falsch ist, weil er auf einem überholten Entwurf des Schweizer Büros SMA gründet, das im Auftrag des Freistaats die Linienführung für die Kombilösung entworfen hatte.
Inzwischen seien die Planungen weiter gediehen. Andreas Schulz von der BEG weist darauf hin, dass tatsächlich bei der CSU-Variante „einige Fahrzeiten nach Reutin etwas kürzer sind, während dies bei der Kombilösung für die Fahrzeiten zur Insel“ gelte. Sein Urteil: „Insoweit sind beide Varianten hinsichtlich des Fahrzeitenvergleichs in etwa gleichwertig.“ Zugleich weist Schulz aber darauf hin, dass im Fall von Reutin mit Inselanbindung wesentlich mehr Fahrgäste umsteigen müssten als im Fall der Kombilösung.
Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG, weist in einem weiteren Schreiben darauf hin, dass von derzeit täglich etwa 5000 Fahrgästen des Regionalverkehrs in Lindau drei Viertel aus Richtung Kempten, Memmingen oder Friedrichshafen in Lindau ankommen und nur etwa ein Viertel aus Vorarlberg. Von denen, die auf die Insel wollen, müssten also im Fall der CSU-Variante drei Viertel in Reutin umsteigen und wären damit sieben bis zehn Minuten länger unterwegs. Das fiele bei der Kombilösung weg.
„Eine nur einseitige Anbindung bedeutet daher für einen nicht unerheblichen Teil der heutigen Bahnfahrgäste eine deutliche Verschlechterung.“ Die BEG rät deshalb von der CSU-Lösung ab und schreibt, es sei „zu erwarten, dass bei dieser Lösung viele Fahrgäste von der Schiene auf die Straße umsteigen“.
(Erschienen: 01.12.2011 18:50)

Während Bahnmanager Volker Hentschel wiederholt, dass die DB AG für Nur-Reutin ist und sich an den Mehrkosten für ein zusätzliches Gleis auf die Insel nicht beteiligen werde, erklärt Hans Peter Göttler, Leiter der Verkehrsabteilung im Ministerium, dass es für diese Variante keine Finanzierung gebe. Deshalb hätten Ministerium, Bahn und Stadt diese Idee Anfang August verworfen.
Die BEG hat sich mit einem Fahrzeitenvergleich befasst, den CSU-OB-Kandidat Rainer Rothfuß unter anderem am Rande der Bürgerversammlung verteilt hatte. Die BEG weist darauf hin, dass dieser Vergleich falsch ist, weil er auf einem überholten Entwurf des Schweizer Büros SMA gründet, das im Auftrag des Freistaats die Linienführung für die Kombilösung entworfen hatte.
Inzwischen seien die Planungen weiter gediehen. Andreas Schulz von der BEG weist darauf hin, dass tatsächlich bei der CSU-Variante „einige Fahrzeiten nach Reutin etwas kürzer sind, während dies bei der Kombilösung für die Fahrzeiten zur Insel“ gelte. Sein Urteil: „Insoweit sind beide Varianten hinsichtlich des Fahrzeitenvergleichs in etwa gleichwertig.“ Zugleich weist Schulz aber darauf hin, dass im Fall von Reutin mit Inselanbindung wesentlich mehr Fahrgäste umsteigen müssten als im Fall der Kombilösung.
Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG, weist in einem weiteren Schreiben darauf hin, dass von derzeit täglich etwa 5000 Fahrgästen des Regionalverkehrs in Lindau drei Viertel aus Richtung Kempten, Memmingen oder Friedrichshafen in Lindau ankommen und nur etwa ein Viertel aus Vorarlberg. Von denen, die auf die Insel wollen, müssten also im Fall der CSU-Variante drei Viertel in Reutin umsteigen und wären damit sieben bis zehn Minuten länger unterwegs. Das fiele bei der Kombilösung weg.
„Eine nur einseitige Anbindung bedeutet daher für einen nicht unerheblichen Teil der heutigen Bahnfahrgäste eine deutliche Verschlechterung.“ Die BEG rät deshalb von der CSU-Lösung ab und schreibt, es sei „zu erwarten, dass bei dieser Lösung viele Fahrgäste von der Schiene auf die Straße umsteigen“.
(Erschienen: 01.12.2011 18:50)
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