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Stadtnachrichten Lindau

Feuer bei Metzeler verursacht Millionen-Schaden

Brand entsteht nachts in einem Lackierroboter – Produktion liegt vorerst still – Ein Mitarbeiter verletzt
Großes Aufräumen und Sauermachen ist nach dem Feuer bei Metzeler angesagt, damit die Produktion schnell wieder anlaufen kann.
Großes Aufräumen und Sauermachen ist nach dem Feuer bei Metzeler angesagt, damit die Produktion schnell wieder anlaufen kann. (Foto: cf)

Von Dirk Augustin

Lindau / sz Großeinsatz der Feuerwehren aus Lindau und Umgebung: In der Nacht zum Montag stand eine Halle bei Metzeler in Flammen. Der Löscheinsatz dauerte mehr als drei Stunden. Vom Gelände stieg viel Rauch auf. Den Schaden schätzt die Geschäftsführung auf einige Millionen Euro. Hinzu kommen Kosten, weil die Produktion zumindest ein paar Tage lang ausfallen wird.

Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Lindau ist der Brand in einem Lackierroboter entstanden, den ein Arbeiter bei Schichtbeginn gegen 4.30 Uhr hochgefahren hat. Die genaue Brandursache steht noch nicht fest, jedoch geht die Polizei von einem technischen Defekt aus. Hinweise für ein fahrlässiges Fehlverhalten oder eine vorsätzliche Brandstiftung gebe es nicht.

Feuerwehren arbeiten grenzüberschreitend zusammen

Dass die Folgen nicht noch schlimmer sind, ist wohl dem sehr schnellen Einsatz der Feuerwehr zu verdanken. Um 4.46 Uhr sei zunächst die Werksfeuerwehr ausgerückt, nachdem eine Brandmeldeanlage angeschlagen hatte. Zwei Minuten später alarmierte die Wehr die Leitstelle mit den Nachricht, dass womöglich mehrere Gebäude in Flammen standen. Als Kommandant Robert Kainz mit den ersten Rettern eintraf, war in einer Halle tatsächlich offenes Feuer zu sehen. Unter Atemschutz nahmen die Wehrmänner die erste Löschversuche in der total verrauchten Halle auf.

Während ein Teil der Retter massive Löschangriffe startete, waren andere damit beschäftigt, die mehrere tausend Quadratmeter große Halle mit einigen Hochleistungslüftern zu entrauchen. Allerdings habe sich das Feuer durch verschiedene Kanäle und Leitungen so weit ausgebreitet, dass die Einsatzleitung über die Leitstelle die Wache Nord sowie die Feuerwehren aus Weißensberg, Bösenreutin und Lochau mit zusätzlichen Atemschutzträgern nachalarmierte. Am Ende waren 80 Mann der Lindauer Wehr, die Werksfeuerwehr sowie 40 Mann der umliegenden Wehren im Großeinsatz. Dass das so unkompliziert möglich war, beweise wieder mal den Sinn der Integrierten Leitstelle, wie Kainz im Gespräch mit der LZ hervorhob.

Gemeinsam hatten die Wehren nach knapp einer Stunde den Brand unter Kontrolle. Aber es dauerte bis 7.30 Uhr, bis sie tatsächlich melden konnten, dass die Flammen komplett gelöscht waren. Ohne den schnellen Einsatz und die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren wäre laut Kainz die Halle womöglich komplett aus- und abgebrannt.

Außer der Feuerwehr waren auch Rettungsdienst und Polizei mit vielen Kräften im Einsatz. Zunächst berichtete die Polizei, dass sich ein Mitarbeiter der Werksfeuerwehr bei den Löscharbeiten auf einer Eisplatte leicht verletzt habe. Im Laufe des Tages stellten sich die Verletzungen als schwerwiegender heraus, der Mann musste in eine Spezialklinik geflogen werden.

Anwohner waren laut Polizei durch den Rauch nicht gefährdet

Das Feuer hatte zu starkem Rauch geführt. Gefahren für die Anwohner habe es durch den Rauch aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

Geschäftsführer Uwe Brinkmann berichtete am späten Nachmittag, dass das Feuer zum Glück nur die Lackieranlage in der Halle zerstört habe. Die anderen Arbeitsplätze in der Produktion seien aber nach dem Feuer derart verdreckt, dass eine gründliche Reinigung notwendig sei, bevor die Produktion wieder anlaufen könne. Wann die Fließbänder wieder normal laufen, war gestern noch nicht klar.

Fest steht aber, dass die Lackieranlage für längere Zeit ausfällt. Da arbeite man an Notfalllösungen, um die Ausfälle für die Kunden so gering wie möglich zu halten, wie Brinkmann versicherte. Möglichst will er schon in den nächsten Tagen Lösungen stehen haben.

(Aktualisiert: 12.02.2013 02:59)

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