Stadtnachrichten Lindau
Ecker und Tappeser ziehen Seidl davon

Deutlich vorn lag Gerhard Ecker. Der Stadtdirektor aus Augsburg bekam 3636 Stimmen, was gerundet 34,7 Prozent der Wähler entspricht. Bemerkenswert ist, dass Ecker alle Wahlbezirke in Reutin und Aeschach, auf der Insel, in Zech und bei den Briefwählern gewonnen hat. Damit geht der Kandidat, den SPD, FW und ÖDP ins Rennen geschickt hatten, als Favorit in die Stichwahl, die am 26. Februar stattfindet.
Sein Gegner wird dann CSU-Kandidat Klaus Tappeser sein, der gestern 2968 Stimmen erhielt, das sind 28,4 Prozent. Der frühere OB von Rottenburg, der zuletzt Amtschef im baden-württembergischen Kultusministerium war, ging in Oberreitnau, Hoyren und Schachen als Stimmenkönig hervor, musste sich in den anderen Wahlbezirken aber mit Platz zwei oder drei bescheiden.
Was machen die Strauß- und Seidl-Wähler jetzt?
Interessant wird es nun, wie sich die Anhänger der gestern ausgeschiedenen Kandidaten Max Strauß und Petra Seidl in der Stichwahl entscheiden. Strauß holte 1995 Stimmen, das sind 19,1 Prozent. Seine besten Ergebnisse erreichte Strauß in Zech und auf der Insel, wo er jeweils auf Platz zwei liegt, in seinem Heimatstadtteil Zech nur eine Stimme hinter Ecker.
Von den genau 19250 Lindauern, die gestern wahlberechtigt waren, sind 10500 tatsächlich zur Wahl gegangen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 54,6 Prozent. Das liegt zwar deutlich über der Beteiligung bei der OB-Wahl Seidl-Strauß vor sechs Jahren und bei den Stadtratswahlen vor vier Jahren, als nicht mal 49 Prozent der Lindauer zum Wählen gegangen waren. Vor zwölf Jahren , als sich Seidl und ihr Vorgänger Jürgen Müller in der ersten Runde durchgesetzt hatten, waren gut 10400 Lindau zum Wählen gegangen, damals gab es aber nur knapp 16800 Wahlberechtigte. Bei der OB-Wahl 1994 hatten noch zwei Drittel der Lindauer ihre Stimme abgegeben.
Knappes Ergebnis erwartet
Bevor die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke Stück für Stück einliefen, war die Stimmung in der Inselhalle sehr angespannt. Die Bewerber sowie Stadträte, Parteifreunde und interessierte Bürger diskutierten ihre Favoriten. Dabei hatten alle die vier Kandidaten noch enger beieinander gesehen. Dass weder Seidl noch Strauß, also gar kein Lindauer in die Stichwahl kommt, hatten ebenfalls nur sehr wenige erwartet.
Dann ging alles sehr schnell. Um 18.16 Uhr lag das erste Ergebnis der Briefwahl vor, um 18.Uhr waren als letzte auch die Zahlen aus Hoyren eingegeben. Von Anfang an lagen Ecker und Tappeser vorn, Seidl und Strauß wechselten sich auf den Plätzen drei und vier ab. Nach acht ausgezählten Bezirken ergab sich die Reihenfolge, die bis zum Ende unverändert blieb.
(Erschienen: 12.02.2012 20:25)

Deutlich vorn lag Gerhard Ecker. Der Stadtdirektor aus Augsburg bekam 3636 Stimmen, was gerundet 34,7 Prozent der Wähler entspricht. Bemerkenswert ist, dass Ecker alle Wahlbezirke in Reutin und Aeschach, auf der Insel, in Zech und bei den Briefwählern gewonnen hat. Damit geht der Kandidat, den SPD, FW und ÖDP ins Rennen geschickt hatten, als Favorit in die Stichwahl, die am 26. Februar stattfindet.
Sein Gegner wird dann CSU-Kandidat Klaus Tappeser sein, der gestern 2968 Stimmen erhielt, das sind 28,4 Prozent. Der frühere OB von Rottenburg, der zuletzt Amtschef im baden-württembergischen Kultusministerium war, ging in Oberreitnau, Hoyren und Schachen als Stimmenkönig hervor, musste sich in den anderen Wahlbezirken aber mit Platz zwei oder drei bescheiden.
Was machen die Strauß- und Seidl-Wähler jetzt?
Interessant wird es nun, wie sich die Anhänger der gestern ausgeschiedenen Kandidaten Max Strauß und Petra Seidl in der Stichwahl entscheiden. Strauß holte 1995 Stimmen, das sind 19,1 Prozent. Seine besten Ergebnisse erreichte Strauß in Zech und auf der Insel, wo er jeweils auf Platz zwei liegt, in seinem Heimatstadtteil Zech nur eine Stimme hinter Ecker.
Von den genau 19250 Lindauern, die gestern wahlberechtigt waren, sind 10500 tatsächlich zur Wahl gegangen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 54,6 Prozent. Das liegt zwar deutlich über der Beteiligung bei der OB-Wahl Seidl-Strauß vor sechs Jahren und bei den Stadtratswahlen vor vier Jahren, als nicht mal 49 Prozent der Lindauer zum Wählen gegangen waren. Vor zwölf Jahren , als sich Seidl und ihr Vorgänger Jürgen Müller in der ersten Runde durchgesetzt hatten, waren gut 10400 Lindau zum Wählen gegangen, damals gab es aber nur knapp 16800 Wahlberechtigte. Bei der OB-Wahl 1994 hatten noch zwei Drittel der Lindauer ihre Stimme abgegeben.
Knappes Ergebnis erwartet
Bevor die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke Stück für Stück einliefen, war die Stimmung in der Inselhalle sehr angespannt. Die Bewerber sowie Stadträte, Parteifreunde und interessierte Bürger diskutierten ihre Favoriten. Dabei hatten alle die vier Kandidaten noch enger beieinander gesehen. Dass weder Seidl noch Strauß, also gar kein Lindauer in die Stichwahl kommt, hatten ebenfalls nur sehr wenige erwartet.
Dann ging alles sehr schnell. Um 18.16 Uhr lag das erste Ergebnis der Briefwahl vor, um 18.Uhr waren als letzte auch die Zahlen aus Hoyren eingegeben. Von Anfang an lagen Ecker und Tappeser vorn, Seidl und Strauß wechselten sich auf den Plätzen drei und vier ab. Nach acht ausgezählten Bezirken ergab sich die Reihenfolge, die bis zum Ende unverändert blieb.
(Erschienen: 12.02.2012 20:25)
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