Stadtnachrichten Lindau
Die Kombilösung in Lindau dient der Insel und dem Festland

Rösler ist sicher, dass in einigen Jahren wieder viel mehr Menschen Zug fahren werden als heute. Deshalb dürfe man die Schienen nicht von der Insel entfernen. Reutin sei für ihn nur in Verbindung mit einer Inselanbindung denkbar, zumal die Kombilösung die Belastung der Anwohner in Aeschach mindere.
So ähnlich sahen das alle Redner von BL, SPD, FB, FW und ÖDP. Mit elf Bahnsteigen sei Lindau für die verkehrliche Zukunft gut aufgestellt, meinte Uli Kaiser und hob hervor, dass damit der Freistaat erstmals in dieser Frage der Stadt gegen die Bahn AG den Rücken stärke. Für die Insel wäre die Verlagerung des Bahnhofs „verheerender als der Bau des Lindauparks“, ergänzte Alexander Kiss. Und Max Strauß hob hervor, dass die Kombilösung als guter Kompromiss den Befürwortern von Inselbahnhof und Reutin entgegenkomme und zusätzlich einen schon lange geforderten Bahnhalt ermögliche.
„Die Insel ist das Zentrum“
„Die Insel ist und bleibt das kulturelle und touristische Zentrum unserer Stadt“, hielt Angelika Rundel fest. Deshalb müsse man dort Schienen und mit der Kombilösung zugleich den Fernverkehrshalt erhalten. Dass Aufsichtsräte der Stadtwerke durch hohe Zusatzkosten für den Shuttlebus das städtische Unternehmen gefährden würden, hielt Katrin Dorfmüller der CSU vor.
Günther Brombeiß warnte vor dem Ende des Stadtbusses, wenn man mit Nur-Reutin den Stadtwerken hohe Kosten aufbürden würde. Jürgen Müller lobte die „Koalition der Vernunft“ und warnte, dass ein neuerliches Planfeststellungsverfahren für Reutin Jahre dauern werde und Lindau bahntechnisch aufs Abstellgleis brächte. Und Xaver Fichtl zählte neun Punkte auf, warum er für die Kombilösung stimmt.
Als letzte Rednerin erinnerte OB Petra Seidl daran, dass der Stadtrat sich im ersten Verfahren einstimmig für eine Kombilösung der anderen Art ausgesprochen hatte. Da die sich als mit Bahn und Freistaat nicht machbar erwiesen habe, gebe es das Ganze jetzt anders herum. Sie bedauerte, dass sich die CSU der „zukunftsfähigen Lösung“ verweigere, zumal diese Folgekosten und Verkehr erspare.
„Ich bin purer Reutiner“
„Ich bin purer Reutiner“, bekannte für die CSU Willi Böhm. Josef Stark sagte, dass Reutin eine Chance sei, um die Insel vom Verkehr zu entlasten. Er hofft zudem, dass man die Verluste der Stadtwerke mit höheren Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen in Grenzen halten kann. Karl Schober bekannte, dass er seit 15 Jahren ein Anhänger von Reutin sei, weil die frei werdenden Flächen auf der Insel und in Reutin Chancen für die Stadtentwicklung gäben.
Thomas Hummler warf OB Seidl vor, sie habe in den vergangenen Jahren mit der Bahn nicht richtig verhandelt. Die Kombilösung sei nicht zukunftsfähig, „dann kommt Reutin durch die Hintertür“. Roland Freiberg sieht bei Nur-Reutin die Chance, Altstadt und Hintere Insel zu verbinden. „Das ist eine historische Chance. Wir sitzen auf einer Schatztruhe.“
www.schwäbische.de/lindau-bahnhof
(Erschienen: 29.10.2011 09:00)

Rösler ist sicher, dass in einigen Jahren wieder viel mehr Menschen Zug fahren werden als heute. Deshalb dürfe man die Schienen nicht von der Insel entfernen. Reutin sei für ihn nur in Verbindung mit einer Inselanbindung denkbar, zumal die Kombilösung die Belastung der Anwohner in Aeschach mindere.
So ähnlich sahen das alle Redner von BL, SPD, FB, FW und ÖDP. Mit elf Bahnsteigen sei Lindau für die verkehrliche Zukunft gut aufgestellt, meinte Uli Kaiser und hob hervor, dass damit der Freistaat erstmals in dieser Frage der Stadt gegen die Bahn AG den Rücken stärke. Für die Insel wäre die Verlagerung des Bahnhofs „verheerender als der Bau des Lindauparks“, ergänzte Alexander Kiss. Und Max Strauß hob hervor, dass die Kombilösung als guter Kompromiss den Befürwortern von Inselbahnhof und Reutin entgegenkomme und zusätzlich einen schon lange geforderten Bahnhalt ermögliche.
„Die Insel ist das Zentrum“
„Die Insel ist und bleibt das kulturelle und touristische Zentrum unserer Stadt“, hielt Angelika Rundel fest. Deshalb müsse man dort Schienen und mit der Kombilösung zugleich den Fernverkehrshalt erhalten. Dass Aufsichtsräte der Stadtwerke durch hohe Zusatzkosten für den Shuttlebus das städtische Unternehmen gefährden würden, hielt Katrin Dorfmüller der CSU vor.
Günther Brombeiß warnte vor dem Ende des Stadtbusses, wenn man mit Nur-Reutin den Stadtwerken hohe Kosten aufbürden würde. Jürgen Müller lobte die „Koalition der Vernunft“ und warnte, dass ein neuerliches Planfeststellungsverfahren für Reutin Jahre dauern werde und Lindau bahntechnisch aufs Abstellgleis brächte. Und Xaver Fichtl zählte neun Punkte auf, warum er für die Kombilösung stimmt.
Als letzte Rednerin erinnerte OB Petra Seidl daran, dass der Stadtrat sich im ersten Verfahren einstimmig für eine Kombilösung der anderen Art ausgesprochen hatte. Da die sich als mit Bahn und Freistaat nicht machbar erwiesen habe, gebe es das Ganze jetzt anders herum. Sie bedauerte, dass sich die CSU der „zukunftsfähigen Lösung“ verweigere, zumal diese Folgekosten und Verkehr erspare.
„Ich bin purer Reutiner“
„Ich bin purer Reutiner“, bekannte für die CSU Willi Böhm. Josef Stark sagte, dass Reutin eine Chance sei, um die Insel vom Verkehr zu entlasten. Er hofft zudem, dass man die Verluste der Stadtwerke mit höheren Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen in Grenzen halten kann. Karl Schober bekannte, dass er seit 15 Jahren ein Anhänger von Reutin sei, weil die frei werdenden Flächen auf der Insel und in Reutin Chancen für die Stadtentwicklung gäben.
Thomas Hummler warf OB Seidl vor, sie habe in den vergangenen Jahren mit der Bahn nicht richtig verhandelt. Die Kombilösung sei nicht zukunftsfähig, „dann kommt Reutin durch die Hintertür“. Roland Freiberg sieht bei Nur-Reutin die Chance, Altstadt und Hintere Insel zu verbinden. „Das ist eine historische Chance. Wir sitzen auf einer Schatztruhe.“
www.schwäbische.de/lindau-bahnhof
(Erschienen: 29.10.2011 09:00)
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Lindauer Bahnhof

Die Bahn AG legt die Entscheidung über den künftigen Standort des Bahnhofs in die Hände der Lindauer.
Bürger und verantwortliche diskutieren heftig, ob die Insel oder Reutin besser ist. Hier finden Sie alles zu diesem Thema.
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