Stadtnachrichten Lindau
CSU kämpft für einen Reutiner Bahnhof
Die OB plane offensichtlich, so beklagten Schober und Freiberg gestern im Gespräch mit der LZ, im Stadtrat eine Fragestellung „Sind Sie für die Kombilösung?“ zu verabschieden. Sollten die Lindauer das beim Bürgerentscheid ablehnen, käme der Inselbahnhof. Dass die Bürger keine Chance hätten, für Reutin zu stimmen, verärgert die Christsozialen. Freiberg berichtet, dass seine Partei darüber nachdenke, Unterschriften für ein entsprechendes Bürgerbegehren zu sammeln, um den Lindauer doch eine echte Wahl zu ermöglichen.
Die Entscheidung darüber soll aber erst in der kommenden Woche fallen. Bei der Klausurtagung des Stadtrats will Freiberg dafür werben, dass die Bürger über die Frage „Sind Sie für einen neuen Bahnhof in Reutin?“ abstimmen. Sollte das keine Mehrheit bekommen, könnte man auf die Kombilösung zurückgreifen. Freiberg hält Seidl vor, sie selbst habe versprochen, die Bürger dürften zwischen der Insel und Reutin wählen.
„Fauler Kompromiss“
Die Kombilösung bezeichnet Freiberg als „faulen Kompromiss“. Wie Schober verweist er auf die LZ-Umfrage, die zwar nicht repräsentativ ist, aber eine deutliche Mehrheit für Reutin ergibt. Die CSUler kritisieren, dass die Räte bis gestern Vormittag keine Unterlagen hatten, um sich auf die Klausur vorzubereiten. Offensichtlich habe die Verwaltung keine echten Kostenvergleiche der drei Lösungen vorbereitet, sondern nur die Kombilösung betrachtet. Schober ärgert sich, dass Seidl und die Freien Bürger, die früher für Reutin waren, jetzt „gekippt“ seien.
Ein Inselbahnhof verhindere für immer, die Altstadt bis auf die Hintere Insel zu verlängern, beklagen Schober und Freiberg. Weil auf der Insel und in Reutin viele Gleise liegen bleiben, sei weder hier noch dort eine gute Stadtentwicklung möglich. Dabei betont Freiberg ausdrücklich, dass die CSU nicht die früheren Pläne von IHK und Investor Josef Wund verfolge. „Wir wollen eine behutsame Entwicklung mit Wohnen, Leben, Arbeiten und Erholen.“
OB Seidl reagiert gelassen auf die Vorwürfe. Natürlich werde die Verwaltung – soweit möglich – wie verabredet Kostenvergleiche der drei Möglichkeiten vorlegen. Zahlreiche Fachleute von Verkehrsministerium, Bahn AG und anderen Behörden sollen alle Fragen der Räte beantworten. Und was man nicht gleich beantworten könne, werde man möglichst bis zur Stadtratssitzung nachreichen. Vieles sei aber Schober und Freiberg seit den Gesprächen in München schon bekannt. Und wie die Fragestellung beim Bürgerentscheid lautet – das sei eine Entscheidung der demokratischen Mehrheit im Stadtrat.
(Erschienen: 14.10.2011 09:10)
Die OB plane offensichtlich, so beklagten Schober und Freiberg gestern im Gespräch mit der LZ, im Stadtrat eine Fragestellung „Sind Sie für die Kombilösung?“ zu verabschieden. Sollten die Lindauer das beim Bürgerentscheid ablehnen, käme der Inselbahnhof. Dass die Bürger keine Chance hätten, für Reutin zu stimmen, verärgert die Christsozialen. Freiberg berichtet, dass seine Partei darüber nachdenke, Unterschriften für ein entsprechendes Bürgerbegehren zu sammeln, um den Lindauer doch eine echte Wahl zu ermöglichen.
Die Entscheidung darüber soll aber erst in der kommenden Woche fallen. Bei der Klausurtagung des Stadtrats will Freiberg dafür werben, dass die Bürger über die Frage „Sind Sie für einen neuen Bahnhof in Reutin?“ abstimmen. Sollte das keine Mehrheit bekommen, könnte man auf die Kombilösung zurückgreifen. Freiberg hält Seidl vor, sie selbst habe versprochen, die Bürger dürften zwischen der Insel und Reutin wählen.
„Fauler Kompromiss“
Die Kombilösung bezeichnet Freiberg als „faulen Kompromiss“. Wie Schober verweist er auf die LZ-Umfrage, die zwar nicht repräsentativ ist, aber eine deutliche Mehrheit für Reutin ergibt. Die CSUler kritisieren, dass die Räte bis gestern Vormittag keine Unterlagen hatten, um sich auf die Klausur vorzubereiten. Offensichtlich habe die Verwaltung keine echten Kostenvergleiche der drei Lösungen vorbereitet, sondern nur die Kombilösung betrachtet. Schober ärgert sich, dass Seidl und die Freien Bürger, die früher für Reutin waren, jetzt „gekippt“ seien.
Ein Inselbahnhof verhindere für immer, die Altstadt bis auf die Hintere Insel zu verlängern, beklagen Schober und Freiberg. Weil auf der Insel und in Reutin viele Gleise liegen bleiben, sei weder hier noch dort eine gute Stadtentwicklung möglich. Dabei betont Freiberg ausdrücklich, dass die CSU nicht die früheren Pläne von IHK und Investor Josef Wund verfolge. „Wir wollen eine behutsame Entwicklung mit Wohnen, Leben, Arbeiten und Erholen.“
OB Seidl reagiert gelassen auf die Vorwürfe. Natürlich werde die Verwaltung – soweit möglich – wie verabredet Kostenvergleiche der drei Möglichkeiten vorlegen. Zahlreiche Fachleute von Verkehrsministerium, Bahn AG und anderen Behörden sollen alle Fragen der Räte beantworten. Und was man nicht gleich beantworten könne, werde man möglichst bis zur Stadtratssitzung nachreichen. Vieles sei aber Schober und Freiberg seit den Gesprächen in München schon bekannt. Und wie die Fragestellung beim Bürgerentscheid lautet – das sei eine Entscheidung der demokratischen Mehrheit im Stadtrat.
(Erschienen: 14.10.2011 09:10)
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