Stadtnachrichten Lindau
Bunte Liste greift CSU an
Das Bürgerbegehren für einen Hauptbahnhof Reutin mit eingleisiger Anbindung auf die Insel bezeichnen sie „aus verschiedenen Gründen als völlig abwegig“. Denn damit wäre ein Konzept für eine Bodensee-S-Bahn für immer verbaut. Zudem bliebe Lindau auf nicht absehbaren Kosten sitzen, denn dafür gebe es keinen Zuschuss vom Land oder Bund. Die Stadt müsste den Eisenbahndamm auf eigene Kosten sanieren, allein dafür war von einem mehrstelligen Millionenbetrag die Rede.
Die Bunten weisen darauf hin, dass Stadt, Bahn AG, Bayrische Eisenbahngesellschaft und Wirtschaftsministerium bis August drei Jahre lang über einen Reutiner Bahnhof mit Inselanschluss verhandelt haben, „mit dem Ergebnis, dass das von allen Beteiligten einvernehmlich als unrealistisch, weil nicht bezahlbar ad acta gelegt worden ist“. CSU und vor allem deren Bürgermeister Karl Schober wüssten, dass die DB Netze nur bereit sind, einen zweistelligen Millionenbetrag entweder in einen Hauptbahnhof Reutin ohne Gleisanschluss Insel oder in die Erneuerung der Bahngleise auf die Insel mit Sanierung Eisenbahndamm zu investieren. Ob der Gleisanschluss auf die Insel ein- oder zweigleisig ist, spiele dabei für die Kostenkalkulation der Bahn keine Rolle. Denn in beiden Fällen muss der Eisenbahndamm saniert werden.
Schober werfen die Bunten vor, dass er mit OB Petra Seidl und Bürgermeister Uwe Birk „einer der wenigen Auserwählten“ war, der von Anfang an am Verhandlungstisch mit der Bahn saßen. „Warum hat er denn die eingleisige Anbindung nicht dort schon längst eingebracht?“ Schober habe geschwiegen, als Bahn und Wirtschaftsministerium den Hauptbahnhof Reutin mit Gleisanschluss Insel am 5. August nach jahrelangen Verhandlungen „offiziell als unrealistisch, - weil von Stadt und Bahn nicht bezahlbar - ad acta gelegt“ wurde.
Ein Vorteil der Kombilösung mit Hauptbahnhofs auf der Insel und Bahnhalt in Reutin sei es deshalb, dass die DB Netze die Sanierung des Eisenbahndamms bezahlen müsse. „Kommt der Hauptbahnhof nach Reutin bleiben diese Kosten bei der Stadt hängen.“ Hinzu komme, dass der Eisenbahndamm auf nicht absehbare Zeit zu einer ungenutzten Brache – also einem Schienenverhau im Niemandsland – verkommen werde, weil die Stadt kein Geld hat, um das Grundstück zu kaufen und zu sanieren oder weil die Bahn zu hohe Grundstückspreise verlangt. Außerdem sei ein mehrjähriges Stilllegungsverfahren nötig.
Die Bunten weisen darauf hin, dass für einen Reutiner Bahnhof ein neues Planfeststellungsverfahren nötig ist, was Jahre dauern werde. Die Bunten: „Wer künftig in Reutin einsteigen will, muss für die Kombilösung mit Ja stimmen.“
(Erschienen: 20.11.2011 21:05)
Das Bürgerbegehren für einen Hauptbahnhof Reutin mit eingleisiger Anbindung auf die Insel bezeichnen sie „aus verschiedenen Gründen als völlig abwegig“. Denn damit wäre ein Konzept für eine Bodensee-S-Bahn für immer verbaut. Zudem bliebe Lindau auf nicht absehbaren Kosten sitzen, denn dafür gebe es keinen Zuschuss vom Land oder Bund. Die Stadt müsste den Eisenbahndamm auf eigene Kosten sanieren, allein dafür war von einem mehrstelligen Millionenbetrag die Rede.
Die Bunten weisen darauf hin, dass Stadt, Bahn AG, Bayrische Eisenbahngesellschaft und Wirtschaftsministerium bis August drei Jahre lang über einen Reutiner Bahnhof mit Inselanschluss verhandelt haben, „mit dem Ergebnis, dass das von allen Beteiligten einvernehmlich als unrealistisch, weil nicht bezahlbar ad acta gelegt worden ist“. CSU und vor allem deren Bürgermeister Karl Schober wüssten, dass die DB Netze nur bereit sind, einen zweistelligen Millionenbetrag entweder in einen Hauptbahnhof Reutin ohne Gleisanschluss Insel oder in die Erneuerung der Bahngleise auf die Insel mit Sanierung Eisenbahndamm zu investieren. Ob der Gleisanschluss auf die Insel ein- oder zweigleisig ist, spiele dabei für die Kostenkalkulation der Bahn keine Rolle. Denn in beiden Fällen muss der Eisenbahndamm saniert werden.
Schober werfen die Bunten vor, dass er mit OB Petra Seidl und Bürgermeister Uwe Birk „einer der wenigen Auserwählten“ war, der von Anfang an am Verhandlungstisch mit der Bahn saßen. „Warum hat er denn die eingleisige Anbindung nicht dort schon längst eingebracht?“ Schober habe geschwiegen, als Bahn und Wirtschaftsministerium den Hauptbahnhof Reutin mit Gleisanschluss Insel am 5. August nach jahrelangen Verhandlungen „offiziell als unrealistisch, - weil von Stadt und Bahn nicht bezahlbar - ad acta gelegt“ wurde.
Ein Vorteil der Kombilösung mit Hauptbahnhofs auf der Insel und Bahnhalt in Reutin sei es deshalb, dass die DB Netze die Sanierung des Eisenbahndamms bezahlen müsse. „Kommt der Hauptbahnhof nach Reutin bleiben diese Kosten bei der Stadt hängen.“ Hinzu komme, dass der Eisenbahndamm auf nicht absehbare Zeit zu einer ungenutzten Brache – also einem Schienenverhau im Niemandsland – verkommen werde, weil die Stadt kein Geld hat, um das Grundstück zu kaufen und zu sanieren oder weil die Bahn zu hohe Grundstückspreise verlangt. Außerdem sei ein mehrjähriges Stilllegungsverfahren nötig.
Die Bunten weisen darauf hin, dass für einen Reutiner Bahnhof ein neues Planfeststellungsverfahren nötig ist, was Jahre dauern werde. Die Bunten: „Wer künftig in Reutin einsteigen will, muss für die Kombilösung mit Ja stimmen.“
(Erschienen: 20.11.2011 21:05)
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