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Stadtnachrichten Lindau

Bahn AG plant jetzt die Kombilösung

Manager freuen sich über klares Signal der Lindauer
Bahn AG plant jetzt die Kombilösung
Bahn AG plant jetzt die Kombilösung

Von Dirk Augustin

Lindau Dass die Manager der Bahn AG lieber nur einen neuen Bahnhof in Reutin gebaut hätten, ist kein Geheimnis. Doch mit der Entscheidung der Lindauer für den Erhalt des Inselbahnhofs und der zusätzlichen Errichtung eines Bahnhalts in Reutin kann Volker Hentschel, Produktionsleiter Süd der DB Netz AG, offenbar gut leben, wie er am Montagmorgen im Gespräch mit der LZ deutlich macht.

„Die Lindauer haben ein klares Signal gegeben“, und das hatten sich die Bahner immer gewünscht. „60 Prozent sind eine deutliche Zahl“, ergänzt Hentschel. Er will zwar nicht direkt dazu Stellung nehmen, ob er das von der CSU in die Wege geleitete Bürgerbegehren jetzt noch für sinnvoll hält („Ich halte mich da raus“), die Bahn macht aber durch Taten klar, dass sie nicht damit rechnet, dass die Lindauer beim zweiten Anlauf anders entscheiden könnten als am Sonntag.

Hentschel weiß, dass die Stadt keine Verhandlungen aufnehmen und schon gar keinen Vertrag unterschreiben dürfte, wenn die CSU an ihrem Bürgerbegehren festhält und der Stadtrat am Dienstagabend die Voraussetzungen schafft für einen neuerlichen Bürgerentscheid im März. Aber vorerst brauche man die Stadt nicht, erklärt Hentschel. Denn die Vorarbeiten müsse man allein leisten.

Ingenieure fangen sofort mit den Planungen an

Hentschel kündigt an, dass die Ingenieure und Planer sofort mit Vorarbeiten für die Kombilösung beginnen werden. Erster Schritt sei eine genaue Planung in Absprache mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, welche Gleise und welche Weichen auf die Dauer nötig sein werden. „Da brauchen wir die Stadt nicht.“

Die Untersuchungen werden laut Hentschel zwei bis drei Monate lang dauern, und erst dann komme die Stadt ins Spiel. Wichtiges Thema seien dann die Bahnübergänge. Dabei meint Hentschel nicht nur Langenweg und Bregenzer Straße. Das Planfeststellungsverfahren ist zwar eingeleitet, aber auch in dieser Frage droht noch ein Bürgerentscheid. Deshalb hofft Hentschel auf baldige Klarheit, was die Lindauer wollen. Und dann müssen Bahn und Stadt noch über die anderen Bahnübergänge sprechen.

Vertrag soll Ende 2012 stehen

Im Anschluss sollten sich Bahn, Stadt und Freistaat an einen Tisch setzen, um den Bau- und Finanzierungsvertrag zu verhandeln und abzuschließen. Bis zum Jahresende will die Bahn die Unterschriften haben, damit das Projekt Knoten Lindau, wie der Bahnhof im Bahnerdeutsch heißt, rechtzeitig zu den geplanten Elektrifizierungen bis Ende 2016 fertig wird.

(Erschienen: 12.12.2011 10:35)

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