Stadtnachrichten Lindau
Ausbau der Bahnstrecke München-Lindau verzögert sich
Während der Tunnel im Gotthard am Freitag durchstochen wurde und die Arbeiten weiter zügig vorangehen, müssen Bahnfahrer auf deutscher Seite weiter warten, bis sie in modernen Zügen schnell durchs Allgäu fahren können. Dabei hatten Bahn AG, Bund, Freistaat Bayern und die Schweiz eigentlich vertraglich geregelt, dass die Bauarbeiten für eine Elektrifizierung der Strecke in diesem Jahr beginnen und spätestens 2015 abgeschlossen sein sollen.
Daraus wird nichts. Was sich schon länger abgezeichnet hat, bestätigte ein Bahnsprecher gestern auf Anfrage der Lindauer Zeitung: Der Termin für die Fertigstellung sei nicht zu halten: „Nein, Verzögerungen bei der laufenden Planung lassen dies nicht zu.“ Einen neuen Termin wollte der Sprecher nicht nennen. Nur so viel: „Wir werden weitere Zeitpläne nach dem Planfeststellungsverfahren nennen können.“
Aber das hat noch nicht einmal begonnen. Es ist noch nicht einmal klar, wann die Bahn AG dieses Verfahren einleiten will, ohne das die Bahn gar nicht ausbauen darf. „Nicht vor 2012“, lautet die vage Aussage des Bahnsprechers, als die LZ ihn danach fragt. Und wie lange sich Verfahren hinzieht, kann heute tatsächlich niemand sagen, denn an der Strecke sind viele Gemeinden und Städte und noch viel mehr Anwohner beteiligt. Ihnen allen geht es vor allem um einen Lärmschutz. Zum Vergleich: Das Verfahren für den neuen Reutiner Bahnhof dauert seit dem Herbst 2003.
Bahnhof Lindau: Alles ist offen
Über Zeitpläne und die Planungen der Bahn AG zum Ausbau der Strecke will das Unternehmen laut ihrem Sprecher möglichst noch in diesem Jahr zumindest Bürgermeister und Stadträte der betroffenen Gemeinden und Städte bei einer gesonderten Veranstaltung informieren. Einen Termin gibt es dafür aber noch nicht.
Ob der neue Lindauer Bahnhof in Reutin bis zur Einweihung der neuen schnellen Strecke fertig sein soll oder ob die ICE München-Zürich dann in einem Provisorium halten, das sei „noch offen“, sagt der Bahnsprecher. „Es ist abhängig von den Vereinbarungen mit der Stadt.“ Wie der Stand der Verhandlungen ist, dazu wollte sich der Bahnsprecher gestern nicht äußern. Er verwies vielmehr auf die Arbeitsgruppen mit Vertretern von Bahn und Stadt, die über die Inselanbindung und die Verwertung der Grundstücke auf der Insel verhandeln. In diesem Punkt zumindest legte sich der Bahnsprecher auf einen Termin fest: „Die gemeinsame Arbeitsgruppe soll bis Jahresende abschließen.“
(Erschienen: 15.10.2010 18:05)
Während der Tunnel im Gotthard am Freitag durchstochen wurde und die Arbeiten weiter zügig vorangehen, müssen Bahnfahrer auf deutscher Seite weiter warten, bis sie in modernen Zügen schnell durchs Allgäu fahren können. Dabei hatten Bahn AG, Bund, Freistaat Bayern und die Schweiz eigentlich vertraglich geregelt, dass die Bauarbeiten für eine Elektrifizierung der Strecke in diesem Jahr beginnen und spätestens 2015 abgeschlossen sein sollen.
Daraus wird nichts. Was sich schon länger abgezeichnet hat, bestätigte ein Bahnsprecher gestern auf Anfrage der Lindauer Zeitung: Der Termin für die Fertigstellung sei nicht zu halten: „Nein, Verzögerungen bei der laufenden Planung lassen dies nicht zu.“ Einen neuen Termin wollte der Sprecher nicht nennen. Nur so viel: „Wir werden weitere Zeitpläne nach dem Planfeststellungsverfahren nennen können.“
Aber das hat noch nicht einmal begonnen. Es ist noch nicht einmal klar, wann die Bahn AG dieses Verfahren einleiten will, ohne das die Bahn gar nicht ausbauen darf. „Nicht vor 2012“, lautet die vage Aussage des Bahnsprechers, als die LZ ihn danach fragt. Und wie lange sich Verfahren hinzieht, kann heute tatsächlich niemand sagen, denn an der Strecke sind viele Gemeinden und Städte und noch viel mehr Anwohner beteiligt. Ihnen allen geht es vor allem um einen Lärmschutz. Zum Vergleich: Das Verfahren für den neuen Reutiner Bahnhof dauert seit dem Herbst 2003.
Bahnhof Lindau: Alles ist offen
Über Zeitpläne und die Planungen der Bahn AG zum Ausbau der Strecke will das Unternehmen laut ihrem Sprecher möglichst noch in diesem Jahr zumindest Bürgermeister und Stadträte der betroffenen Gemeinden und Städte bei einer gesonderten Veranstaltung informieren. Einen Termin gibt es dafür aber noch nicht.
Ob der neue Lindauer Bahnhof in Reutin bis zur Einweihung der neuen schnellen Strecke fertig sein soll oder ob die ICE München-Zürich dann in einem Provisorium halten, das sei „noch offen“, sagt der Bahnsprecher. „Es ist abhängig von den Vereinbarungen mit der Stadt.“ Wie der Stand der Verhandlungen ist, dazu wollte sich der Bahnsprecher gestern nicht äußern. Er verwies vielmehr auf die Arbeitsgruppen mit Vertretern von Bahn und Stadt, die über die Inselanbindung und die Verwertung der Grundstücke auf der Insel verhandeln. In diesem Punkt zumindest legte sich der Bahnsprecher auf einen Termin fest: „Die gemeinsame Arbeitsgruppe soll bis Jahresende abschließen.“
(Erschienen: 15.10.2010 18:05)
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Lindauer Bahnhof

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