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Zuschauer sehen Teams auf Augenhöhe

Die gut 3200 Zuschauer im Stuttgarter Gazi-Stadion sehen zwei Teams auf Augenhöhe. Unser Bild zeigt Aalens Joseph Mensah (links)
Die gut 3200 Zuschauer im Stuttgarter Gazi-Stadion sehen zwei Teams auf Augenhöhe. Unser Bild zeigt Aalens Joseph Mensah (links)

Aalen/Stuttgart / sz Torlos ist das Spiel des VfR Aalen am 16. Spieltag der Fußball-Regionalliga bei den Stuttgarter Kickers zu Ende gegangen. Erfreulich aus VfR-Sicht war das Comeback von Mittelfeldspieler Andreas Hofmann nach überstandenem Kreuzbandriss.

Von unserem MitarbeiterThomas Ziehn

Das torlose Remis im Derby zwischen den daheim noch ungeschlagenen Stuttgarter Kickers und dem VfR Aalen am 16. Spieltag in der Fußball-Regionalliga Süd ist auch das Duell zweier Freunde gewesen. Denn Kickers-Trainer Dirk Schuster und Aalens Trainer Rainer Scharinger kennen sich bestens aus der „Allstar-Mannschaft“ des Karlsruher SC. Allerdings musste die Freundschaft in Stuttgart 90 Minuten ruhen. Am Ende konnte Schuster mit dem Punktgewinn etwas besser leben als sein Mannschaftskamerad. Aalen wartet seit drei Spielen auf einen Sieg. „Meiner jungen Mannschaft fehlte die Ruhe, um in den entscheidenden Situationen eine passende Lösung zu finden“, analysierte Scharinger, „läuferisch und kämpferisch war ich zufrieden.“ Das Fazit von Schuster fiel ähnlich aus: „Wir waren auf Augenhöhe, haben nur wenige Chancen zugelassen. In dieser Verfassung können wir jedem Gegner in dieser Liga gefährlich werden.“

Das Resumée der beiden Trainer wäre wohl völlig anders ausgefallen, hätte VfR-Kapitän Aytac Sulu in der 34. Minute die größte Chance des gesamten Spiels genutzt. Der 23-Jährige verlängerte einen Eckball von Ralf Kettemann an den Pfosten. Der ehemalige Aalener Daniel Wagner im Tor der Gastgeber wäre chancenlos gewesen. „Ein Tor in dieser Situation und wir hätten gute Chancen gehabt, das Feld als Sieger zu verlassen“, ärgerte sich Scharinger.

Für die Kickers hatte Mijo Tunjic, der die Hälfte aller Kickers-Tore (18) erzielte, bereits in der Anfangsphase die Führung auf dem Fuß. Nach einem Steilpass stand er völlig frei vor VfR-Schlussmann Daniel Bernhardt. Der Schuss des Stuttgarter ging jedoch knapp am Gehäuse vorbei.

Mit Ausnahme von zwei Aalener Distanz-Schüssen von Hofmann und Joseph Mensah, bei denen Wagner jeweils auf dem Posten war, bekamen die 3180 Zuschauer im Gazi-Stadion nur wenig Chancen zu sehen. Beide Mannschaften neutralisierten sich. Aussichtsreiche Angriffe fielen häufig viel zu hektischen Aktionen zum Opfer. Nicht zuletzt deshalb zeigte sich Mittelfeldspieler Benjamin Barg nach dem Schlusspfiff vom Ergebnis enttäuscht: „Wer aufsteigen will, muss solche Spiele eigentlich gewinnen.“

Der Blick von Trainer Scharinger richtete sich jedoch gleich nach dem Spiel nach vorne. Denn im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SV Wehen Wiesbaden II am kommenden Samstag ab 14 Uhr wollen die Aalener wieder dreifach punkten und die Hinrunde positiv abschließen. „Das muss das Ziel sein“, gibt Scharinger die Marschroute vor. „Allerdings ist Wehen eine Wundertüte. Man weiß nie, wer aus dem Drittliga-Kader nach unten stößt. Wir dürfen uns vom Tabellenplatz auf keinen Fall blenden lassen.“ Gegen die Hessen, die nur zwei ihrer letzten zehn Begegnungen gewannen, muss Scharinger allerdings auf Andreas Schön (fünfte Gelbe Karte) verzichten. Mit Marcel Klefenz und Tim Bauer kehren dafür zwei Spieler nach Sperren wieder in den VfR-Kader zurück.

Stuttgarter Kickers: Wagner - Gerster, D. Jung, Köpf, Rapp - Prediger, Abruscia (46. Steinle), Petruso, Ivanusa - Gümüssu (69. Savranlioglu), Tunjic

VfR Aalen: Bernhardt - Sulu, Januzi, Scheuring, Mensah (68. Liesenfeld) - Kettemann, Barg, Hofmann, Schön (76. Brandstetter), Dausch - Hohn

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg).

Zuschauer: 3180.

Gelbe Karten: D. Jung, Petruso - Schön, Hofmann.

(Erschienen: 29.11.2009 15:20)

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