Lindau Sport
KSV will den Rückenwind nutzen

Von unserem Redakteur Ansgar König
„Noch ist vollkommen offen, in welcher Form wir weitermachen“, sagt KSV-Präsident Edmund Weizmann. „Denn“, so Weizmann weiter, „das Problem ist nicht die Geschäftsform einer GmbH, sondern die Finanzlage.“ Egal ob GmbH oder Verein, „das Problem bleibt dasselbe“, sagt Weizmann, „wenn das Geld ausgeht, dann müssen Personen in Haftung treten. Wenn der Sportbetrieb unterfinanziert ist, dann gibt es schon zum Schutz der Gläubiger die rechtliche Verpflichtung, das zu melden.“
Der KSV braucht also ein dickeres Sponsorenpolster. „Das ist im Moment das Wichtigste“, fasst Weizmann zusammen. Ausführlich und lange haben die Macher des KSV am Samstag diskutiert, wie es weitergehen soll. Weizmann: „Es wurde nichts bagatellisiert.“ Folgende Agenda hat sich die KSV-Führungsspitze vorgenommen: Zunächst wird im Gespräch mit dem Steuerberater geprüft, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Geschäftsform hat. Dann wird entweder ein neuer Geschäftsführer gesucht -- Ideen, wer Mischkos Nachfolger werden könnte, gibt es bereits -- oder die Lizenzen der Ringer werden an den Verein übertragen.
Flankierend will sich der Verein auf jeden Fall auf die Suche nach mehr Sponsorengelder machen. Bisherige Sponsoren sollen, unter anderem mit einem Dankesbrief und einer DVD vom Finale, dazu animiert werden, ihr Engagement aufzustocken, neue Geldgeber sollen ins Boot geholt werden. „Wir sind jetzt zwölf Monate lang Deutscher Meister, diesen Titel und die Sympathie, die wir momentan erleben, wollen wir nutzen, um uns ein finanzielles Polster für die nächste Saison zu schaffen“, erklärt Weizmann.
Öffentlichkeitswirksame Aktionen sollen helfen: Etwa eine Ausstellung im Aalener Rathausfoyer oder ein Themenmonat bei einem Aalener Buchhändler. „Wir wollen das wiedererwachte Interesse an der Sportart Ringen in Aalen aufrechterhalten“, hat sich Weizmann vorgenommen, „wir wollen den Rückenwind nutzen.“
Nicht mehr dabei sein wird wohl der bisherige Geschäftsführer Josef Mischko. Er hatte bereits im September seine Kündigung zum 31. März eingereicht (siehe Interview in unserer Ausgabe vom 11. Februar). „Mischko wird den Verein aber weiterhin tatkräftig unterstützen“, sagt Weizmann.
(Erschienen: 14.02.2010 16:00)

Von unserem Redakteur Ansgar König
„Noch ist vollkommen offen, in welcher Form wir weitermachen“, sagt KSV-Präsident Edmund Weizmann. „Denn“, so Weizmann weiter, „das Problem ist nicht die Geschäftsform einer GmbH, sondern die Finanzlage.“ Egal ob GmbH oder Verein, „das Problem bleibt dasselbe“, sagt Weizmann, „wenn das Geld ausgeht, dann müssen Personen in Haftung treten. Wenn der Sportbetrieb unterfinanziert ist, dann gibt es schon zum Schutz der Gläubiger die rechtliche Verpflichtung, das zu melden.“
Der KSV braucht also ein dickeres Sponsorenpolster. „Das ist im Moment das Wichtigste“, fasst Weizmann zusammen. Ausführlich und lange haben die Macher des KSV am Samstag diskutiert, wie es weitergehen soll. Weizmann: „Es wurde nichts bagatellisiert.“ Folgende Agenda hat sich die KSV-Führungsspitze vorgenommen: Zunächst wird im Gespräch mit dem Steuerberater geprüft, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Geschäftsform hat. Dann wird entweder ein neuer Geschäftsführer gesucht -- Ideen, wer Mischkos Nachfolger werden könnte, gibt es bereits -- oder die Lizenzen der Ringer werden an den Verein übertragen.
Flankierend will sich der Verein auf jeden Fall auf die Suche nach mehr Sponsorengelder machen. Bisherige Sponsoren sollen, unter anderem mit einem Dankesbrief und einer DVD vom Finale, dazu animiert werden, ihr Engagement aufzustocken, neue Geldgeber sollen ins Boot geholt werden. „Wir sind jetzt zwölf Monate lang Deutscher Meister, diesen Titel und die Sympathie, die wir momentan erleben, wollen wir nutzen, um uns ein finanzielles Polster für die nächste Saison zu schaffen“, erklärt Weizmann.
Öffentlichkeitswirksame Aktionen sollen helfen: Etwa eine Ausstellung im Aalener Rathausfoyer oder ein Themenmonat bei einem Aalener Buchhändler. „Wir wollen das wiedererwachte Interesse an der Sportart Ringen in Aalen aufrechterhalten“, hat sich Weizmann vorgenommen, „wir wollen den Rückenwind nutzen.“
Nicht mehr dabei sein wird wohl der bisherige Geschäftsführer Josef Mischko. Er hatte bereits im September seine Kündigung zum 31. März eingereicht (siehe Interview in unserer Ausgabe vom 11. Februar). „Mischko wird den Verein aber weiterhin tatkräftig unterstützen“, sagt Weizmann.
(Erschienen: 14.02.2010 16:00)
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