Lindau Sport
Favoritenduo vom Bodensee verteidigt die Führung
Von unserem Mitarbeiter Volker Göbner
Den ersten Tagessieg holten sich Michael Schönleitner und Philipp Rakuschaen (UYC Attersee). Im zweiten Rennen waren die Lokalfavoriten Veit Hemmeter und Dominik Halbing (LSC/BYC), wie bereits am Vortag, mit großem Vorsprung. Das dritte Rennen ging wiederum an die Österreicher, da Hemmeter/Halbing aufgrund eines Frühstarts nicht gewertet wurden, auch wenn sie zuerst im Ziel waren. „Wir sind uns sicher, dass wir keinen Frühstart hatten“, protestierte Veit Hemmeter und präsentierte auch einen Zeugen. Die Jury kippte die Disqualifikation und setzte Hemmeter/Halbing wieder auf Rang eins ein.
Einen kapitalen Zusammenstoß gab es beim Start zur dritten Tageswettfahrt. Christina Loweg verschätzte sich bei einer Wende, versuchte zwar noch ein Manöver des letzten Augenblicks und warf alle Schoten los, doch ein paar Zentimeter fehlten eben. Es krachte gewaltig. Die am Vorabend noch Zweitplatzierten gaben das Rennen auf, da sie an dieser Kollision schuld waren. „Das war so überflüssig“, ärgerte sie sich, als sie an Land den zersplitterten Bug begutachtete. „Wir dachten, das war Treibholz“, kommentierte Jury-Chef Willy Gohl, der am anderen Ende der Startlinie auf den Start aufpasste und den Crash nur hörte, aber nicht sehen konnte. Sonst war „alles in Ordnung“.
Das vierte Rennen war eine Überraschung, erstmals konnte sich ein anderes Team den Sieg sichern: Tornado-Klassenboss Markus Augstburger und Frank Rübel (München) waren zuerst im Ziel, gefolgt von Hemmeter/Halbing. Ex-Weltmeister Roland Gäbler konnte den starken Seglern von den Alpenseen heute nur hinterschauen. Mit bereits 40 Punkten liegt er auf Rang fünf. „Wir sind zu schwer für diesen Wind – also ich, nicht meine Frau“, hatte er auch den Grund gefunden. „Die anderen segeln sehr gut, wir haben den Speed nicht für diesen Wind“, so Gäbler, der zum ersten Mal in Lindau segelt. Doch er ergänzt: „Es ist paradiesisch hier!“ Den Tornado – oder ein andres Zweirumpfboot – sieht er gut auf dem Weg zu einem olympischen Comeback. „Es sieht sehr gut aus – und wir haben hier eine starke junge Generation. Das ist klasse, dass die aufgeschlossen haben“, respektiert der Titelverteidiger die Konkurrenz. Für den heutigen Samstag hat Wettfahrtleiter Fundele die Steuermannsbesprechung auf 10 Uhr angesetzt. Die Regatta dauert noch bis Sonntag, fünf Wettfahrten stehen noch aus.
(Erschienen: 25.06.2010 21:25)
Von unserem Mitarbeiter Volker Göbner
Den ersten Tagessieg holten sich Michael Schönleitner und Philipp Rakuschaen (UYC Attersee). Im zweiten Rennen waren die Lokalfavoriten Veit Hemmeter und Dominik Halbing (LSC/BYC), wie bereits am Vortag, mit großem Vorsprung. Das dritte Rennen ging wiederum an die Österreicher, da Hemmeter/Halbing aufgrund eines Frühstarts nicht gewertet wurden, auch wenn sie zuerst im Ziel waren. „Wir sind uns sicher, dass wir keinen Frühstart hatten“, protestierte Veit Hemmeter und präsentierte auch einen Zeugen. Die Jury kippte die Disqualifikation und setzte Hemmeter/Halbing wieder auf Rang eins ein.
Einen kapitalen Zusammenstoß gab es beim Start zur dritten Tageswettfahrt. Christina Loweg verschätzte sich bei einer Wende, versuchte zwar noch ein Manöver des letzten Augenblicks und warf alle Schoten los, doch ein paar Zentimeter fehlten eben. Es krachte gewaltig. Die am Vorabend noch Zweitplatzierten gaben das Rennen auf, da sie an dieser Kollision schuld waren. „Das war so überflüssig“, ärgerte sie sich, als sie an Land den zersplitterten Bug begutachtete. „Wir dachten, das war Treibholz“, kommentierte Jury-Chef Willy Gohl, der am anderen Ende der Startlinie auf den Start aufpasste und den Crash nur hörte, aber nicht sehen konnte. Sonst war „alles in Ordnung“.
Das vierte Rennen war eine Überraschung, erstmals konnte sich ein anderes Team den Sieg sichern: Tornado-Klassenboss Markus Augstburger und Frank Rübel (München) waren zuerst im Ziel, gefolgt von Hemmeter/Halbing. Ex-Weltmeister Roland Gäbler konnte den starken Seglern von den Alpenseen heute nur hinterschauen. Mit bereits 40 Punkten liegt er auf Rang fünf. „Wir sind zu schwer für diesen Wind – also ich, nicht meine Frau“, hatte er auch den Grund gefunden. „Die anderen segeln sehr gut, wir haben den Speed nicht für diesen Wind“, so Gäbler, der zum ersten Mal in Lindau segelt. Doch er ergänzt: „Es ist paradiesisch hier!“ Den Tornado – oder ein andres Zweirumpfboot – sieht er gut auf dem Weg zu einem olympischen Comeback. „Es sieht sehr gut aus – und wir haben hier eine starke junge Generation. Das ist klasse, dass die aufgeschlossen haben“, respektiert der Titelverteidiger die Konkurrenz. Für den heutigen Samstag hat Wettfahrtleiter Fundele die Steuermannsbesprechung auf 10 Uhr angesetzt. Die Regatta dauert noch bis Sonntag, fünf Wettfahrten stehen noch aus.
(Erschienen: 25.06.2010 21:25)
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