Lindau Sport
750 Helfer kümmern sich um die Läufer

Von unserer Mitarbeiterin Susi Donner
Ein unvergesslicher Lauf dürfte dieser 4. Sparkasse-Marathon für alle Beteiligten sein. Dafür haben nicht zuletzt die vielen freiwilligen Helfer gesorgt. Allein in Lindau, rund um den Start, hat Michael Brigaldino einen Helfertrupp von 200 Leuten aufgestellt, wie Arnold Weiner von ProLindau erzählt.
Die meisten Helfer sind vom TSV Oberreitnau und vom TV Reutin. Insgesamt sind es 750 aus drei Ländern, die sich um die Anliegen und Wünsche, um die Bedürfnisse und um das Wohlergehen der Läufer gekümmert haben. Ihre Aufgaben aufzuzählen ergibt eine lange Liste: Freiwillige Helfer sorgen als Streckenposten dafür, dass die Marathonis ihren Weg finden. Sie übernehmen die Wäschesäcke der Läufer, transportieren sie mit Lkws von Lindau nach Bregenz und geben sie dort wieder aus. Sie stehen am Start, auf der ganzen Strecke und am Ziel an Verpflegungsständen und versorgen die Läufer mit Wasser und Iso-Getränken. Sie schnippeln Obst für die angekommenen Läufer. Sie massieren die Muskeln der völlig erschöpften Läufer, nachdem sie die Ziellinie überquert haben.
Markus Mehele aus Bregenz steht beispielsweise am zweiten Verpflegungsstand bei Kilometer zehn vor dem Festspielhaus. Dort findet auch die erste Staffelübergabe statt. Die Atmosphäre an diesem prominenten Platz ist eine ganz besondere, die Läufer werden von Festspielmusik begleitet. Meheles Helfertag beginnt um sieben Uhr morgens. „Ein Lkw bringt uns alles was wir brauchen: die Absperrungen, die Bänder, die Tische und die Verpflegung. Wir bauen alles nach Plan auf.“ Das ist wichtig, denn die Anordnung von Wasser, Tee, Schwämmen und Energieriegeln muss laut Vorgabe sein. „Wer Bananen will, muss allerdings zehn Kilometer weiter laufen“, erzählt der Bregenzer.
Gegen 11.40 Uhr kommen die Spitzenläufer. „Wenn es warm ist, leeren sie sich Wasser über den Kopf oder nehmen einen Schwamm. Sie trinken erst bei Kilometer 20 oder 30 – meistens Wasser“, beschreibt Mehele. Ohne etwas zu trinken passieren nur ehrgeizige Siegläufer und ambitionierte Hobbyläufer seinen Stand. Denn für die zählt jede Sekunde. Aber die meisten sind froh und dankbar, etwas trinken oder sich erfrischen zu können. „Manche fragen uns, ob es noch weit ist. Dabei haben sie noch 30 Kilometer vor sich“, lacht Mehele. Trotz dem sportlichen Wettkampf geht es auch humorvoll zu. Mehele begrüßt jeden, den er kennt mit Namen – und er kennt viele: „Hallo Dietmar! Komm leg noch einen Zahn zu!“, oder „Gabi, halt durch!“ ruft er. Und immer wieder „Wasser! Wasser!“ – denn einige Läufer sind so vertieft, dass sie den Stand gar nicht wahrnehmen. „Einige wollen lieber Bier und Schnaps statt Wasser. Die schicken wir ins nächste Gasthaus“, lacht er.
Viel Müll wird eingesammelt
Gegen 14 Uhr kommt der Besenwagen hinter dem letzten Läufer. „Dann sammeln wir Tausende von Plastikbechern ein und bauen alles ab.“ Die Helfer genießen nach dem Arbeitstag die Stimmung im Zielbereich des Casinostadions. „Man bekommt direkt Lust, selbst mitzumachen“, gibt Mehele zu. Er steht hinter der Ziellinie und schaut zu, wie rund zehn Helfer-Kinder jeden Läufer, der durch den Zielbogen kommt, beglückwünschen und ihm seine verdiente Medaille umhängt. „Wir wissen, dass es ohne die ehrenamtlichen Helfer eine Veranstaltung wie den Sparkasse-Marathon nicht geben würde“, resümiert OK-Chef ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel, der Urvater und Initiator des Sparkasse-Marathons im Dreiländereck.
(Erschienen: 04.10.2010 21:15)

Von unserer Mitarbeiterin Susi Donner
Ein unvergesslicher Lauf dürfte dieser 4. Sparkasse-Marathon für alle Beteiligten sein. Dafür haben nicht zuletzt die vielen freiwilligen Helfer gesorgt. Allein in Lindau, rund um den Start, hat Michael Brigaldino einen Helfertrupp von 200 Leuten aufgestellt, wie Arnold Weiner von ProLindau erzählt.
Die meisten Helfer sind vom TSV Oberreitnau und vom TV Reutin. Insgesamt sind es 750 aus drei Ländern, die sich um die Anliegen und Wünsche, um die Bedürfnisse und um das Wohlergehen der Läufer gekümmert haben. Ihre Aufgaben aufzuzählen ergibt eine lange Liste: Freiwillige Helfer sorgen als Streckenposten dafür, dass die Marathonis ihren Weg finden. Sie übernehmen die Wäschesäcke der Läufer, transportieren sie mit Lkws von Lindau nach Bregenz und geben sie dort wieder aus. Sie stehen am Start, auf der ganzen Strecke und am Ziel an Verpflegungsständen und versorgen die Läufer mit Wasser und Iso-Getränken. Sie schnippeln Obst für die angekommenen Läufer. Sie massieren die Muskeln der völlig erschöpften Läufer, nachdem sie die Ziellinie überquert haben.
Markus Mehele aus Bregenz steht beispielsweise am zweiten Verpflegungsstand bei Kilometer zehn vor dem Festspielhaus. Dort findet auch die erste Staffelübergabe statt. Die Atmosphäre an diesem prominenten Platz ist eine ganz besondere, die Läufer werden von Festspielmusik begleitet. Meheles Helfertag beginnt um sieben Uhr morgens. „Ein Lkw bringt uns alles was wir brauchen: die Absperrungen, die Bänder, die Tische und die Verpflegung. Wir bauen alles nach Plan auf.“ Das ist wichtig, denn die Anordnung von Wasser, Tee, Schwämmen und Energieriegeln muss laut Vorgabe sein. „Wer Bananen will, muss allerdings zehn Kilometer weiter laufen“, erzählt der Bregenzer.
Gegen 11.40 Uhr kommen die Spitzenläufer. „Wenn es warm ist, leeren sie sich Wasser über den Kopf oder nehmen einen Schwamm. Sie trinken erst bei Kilometer 20 oder 30 – meistens Wasser“, beschreibt Mehele. Ohne etwas zu trinken passieren nur ehrgeizige Siegläufer und ambitionierte Hobbyläufer seinen Stand. Denn für die zählt jede Sekunde. Aber die meisten sind froh und dankbar, etwas trinken oder sich erfrischen zu können. „Manche fragen uns, ob es noch weit ist. Dabei haben sie noch 30 Kilometer vor sich“, lacht Mehele. Trotz dem sportlichen Wettkampf geht es auch humorvoll zu. Mehele begrüßt jeden, den er kennt mit Namen – und er kennt viele: „Hallo Dietmar! Komm leg noch einen Zahn zu!“, oder „Gabi, halt durch!“ ruft er. Und immer wieder „Wasser! Wasser!“ – denn einige Läufer sind so vertieft, dass sie den Stand gar nicht wahrnehmen. „Einige wollen lieber Bier und Schnaps statt Wasser. Die schicken wir ins nächste Gasthaus“, lacht er.
Viel Müll wird eingesammelt
Gegen 14 Uhr kommt der Besenwagen hinter dem letzten Läufer. „Dann sammeln wir Tausende von Plastikbechern ein und bauen alles ab.“ Die Helfer genießen nach dem Arbeitstag die Stimmung im Zielbereich des Casinostadions. „Man bekommt direkt Lust, selbst mitzumachen“, gibt Mehele zu. Er steht hinter der Ziellinie und schaut zu, wie rund zehn Helfer-Kinder jeden Läufer, der durch den Zielbogen kommt, beglückwünschen und ihm seine verdiente Medaille umhängt. „Wir wissen, dass es ohne die ehrenamtlichen Helfer eine Veranstaltung wie den Sparkasse-Marathon nicht geben würde“, resümiert OK-Chef ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel, der Urvater und Initiator des Sparkasse-Marathons im Dreiländereck.
(Erschienen: 04.10.2010 21:15)
Themendossiers
Lindauer Bahnhof

Die Bahn AG legt die Entscheidung über den künftigen Standort des Bahnhofs in die Hände der Lindauer.
Bürger und verantwortliche diskutieren heftig, ob die Insel oder Reutin besser ist. Hier finden Sie alles zu diesem Thema.
mehr
































