Stadtnachrichten Kressbronn
„Wir wollen Karrierewege vermitteln“

Von unserem Redaktionsmitglied Markus Riedl
Auf eine zentrale Aussage läuft die Präsentation von Henriette Gruber und Orfeas Dintsis am Ende hinaus: Vieles ist möglich im Bereich der MINT-Berufe - eine Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Aktiv reinschnuppern“ in die Betriebe sollten die Schüler, sagte Dintsis, „motiviert an die Sache herangehen, Berufsbilder kennenlernen und weitere Infos über Unternehmen und Arbeitgeber einholen.“
Der aktuell immer wieder beklagte Fachkräftemangel, erzählt Henriette Gruber hinterher im Gespräch mit der SZ, sei einer der entscheidenden Gründe, warum es das Programm „Coaching4Future“ gebe: „Wir wollen den Schülern mögliche Karrierewege vermitteln.“ Die studierte Biologin weiß, dass es vor allen Dingen Jungs sind, die in den technischen Berufen arbeiten. Informatik und Technik für Mädchen schmackhaft zu machen, ist daher eines ihrer Anliegen. „Wir versuchen, Beispiele in die Vorträge zu integrieren, die Mädchen ansprechen“, so Gruber. „Aber wir sind kein Programm, das explizit die Förderung von Mädchen in technischen Berufen zum Ziel hat.“
Multimediale Präsentation
Bei der Veranstaltung zeigten sich jedoch gerade auch die Mädchen sehr interessiert. Überhaupt folgten die Schüler den Ausführungen Grubers und Dintsis‘ überaus aufmerksam. Das lag sicher auch an der modernen, multimedialen Aufmachung der Präsentation. „Wir versuchen uns auch einer Sprache zu bedienen, die die Jugendlichen direkt erreicht“, erklärt Gruber.
Nachdem sie aktuelle technische Möglichkeiten für verschiedene Arbeitsfelder vorgestellt hatten, erläuterten Gruber und Dintsis ausführlich, welche beruflichen Perspektiven sich daraus ganz konkret ergeben. Das Angebot reicht in diesem Bereich vom Fertigungsmechaniker über den Fachinformatiker bis hin zum Chemielaboranten. „Es geht nicht nur akademische, sondern gerade auch Lehrberufe“, so Gruber.
Derzeit stehen auf der Wunschliste der Jungs noch immer technische Berufe ganz weit oben, während die Mädchen eher in die soziale oder kaufmännische Richtung tendieren. Mehr Geld, auch bereits in der Ausbildung, lässt sich indes in den Bereichen verdienen, denen junge Männer zustreben. „Aber das ist kein Geschlechterproblem“, sagt Henriette Gruber. „Sondern liegt an den Berufsfeldern.“
(Erschienen: 24.11.2010 16:50)

Von unserem Redaktionsmitglied Markus Riedl
Auf eine zentrale Aussage läuft die Präsentation von Henriette Gruber und Orfeas Dintsis am Ende hinaus: Vieles ist möglich im Bereich der MINT-Berufe - eine Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Aktiv reinschnuppern“ in die Betriebe sollten die Schüler, sagte Dintsis, „motiviert an die Sache herangehen, Berufsbilder kennenlernen und weitere Infos über Unternehmen und Arbeitgeber einholen.“
Der aktuell immer wieder beklagte Fachkräftemangel, erzählt Henriette Gruber hinterher im Gespräch mit der SZ, sei einer der entscheidenden Gründe, warum es das Programm „Coaching4Future“ gebe: „Wir wollen den Schülern mögliche Karrierewege vermitteln.“ Die studierte Biologin weiß, dass es vor allen Dingen Jungs sind, die in den technischen Berufen arbeiten. Informatik und Technik für Mädchen schmackhaft zu machen, ist daher eines ihrer Anliegen. „Wir versuchen, Beispiele in die Vorträge zu integrieren, die Mädchen ansprechen“, so Gruber. „Aber wir sind kein Programm, das explizit die Förderung von Mädchen in technischen Berufen zum Ziel hat.“
Multimediale Präsentation
Bei der Veranstaltung zeigten sich jedoch gerade auch die Mädchen sehr interessiert. Überhaupt folgten die Schüler den Ausführungen Grubers und Dintsis‘ überaus aufmerksam. Das lag sicher auch an der modernen, multimedialen Aufmachung der Präsentation. „Wir versuchen uns auch einer Sprache zu bedienen, die die Jugendlichen direkt erreicht“, erklärt Gruber.
Nachdem sie aktuelle technische Möglichkeiten für verschiedene Arbeitsfelder vorgestellt hatten, erläuterten Gruber und Dintsis ausführlich, welche beruflichen Perspektiven sich daraus ganz konkret ergeben. Das Angebot reicht in diesem Bereich vom Fertigungsmechaniker über den Fachinformatiker bis hin zum Chemielaboranten. „Es geht nicht nur akademische, sondern gerade auch Lehrberufe“, so Gruber.
Derzeit stehen auf der Wunschliste der Jungs noch immer technische Berufe ganz weit oben, während die Mädchen eher in die soziale oder kaufmännische Richtung tendieren. Mehr Geld, auch bereits in der Ausbildung, lässt sich indes in den Bereichen verdienen, denen junge Männer zustreben. „Aber das ist kein Geschlechterproblem“, sagt Henriette Gruber. „Sondern liegt an den Berufsfeldern.“
(Erschienen: 24.11.2010 16:50)

































