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Streik in Frankfurt sorgt für Umsatzeinbußen

Der Bodensee-Airport begrüßt das vorläufige Ende des Arbeitskampfs – 20 Flüge in fünf Tagen gestrichen
Streik in Frankfurt sorgt für Umsatzeinbußen
Streik in Frankfurt sorgt für Umsatzeinbußen

Von Gunnar M. Flotow

Friedrichshafen Der Streik der Vorfelddienste am Frankfurter Flughafen ist am Mittwoch nach fünf Tagen ausgesetzt worden. Die Gewerkschaft der Flugsicherung setzte ihren Arbeitskampf aus, nachdem der Flughafenbetreiber Fraport ein neues Gesprächsangebot unterbreitet hatte. Erleichterung über die jüngste Entwicklung herrscht auch in Friedrichshafen, wo am Mittwochmorgen wieder zwei von fünf Frankfurt-Flügen gestrichen werden mussten. Insgesamt sind am Bodensee-Airport seit Beginn des Streiks am vergangenen Donnerstag 20 Verbindungen von und nach Frankfurt ausgefallen.

„Wir begrüßen, dass der Streik jetzt ausgesetzt wird und die Parteien an den Verhandlungstisch zurückkehren“, sagt Jürgen Ammann, der Pressesprecher des Bodensee-Airports. Der Arbeitskampf in Frankfurt sorgte am See nämlich nicht nur für organisatorische Turbulenzen, sondern auch für empfindliche Umsatzeinbußen beziehungsweise Einnahmeverluste. Bislang sind dem Flughafen rund 20 000 Euro flöten gegangen, lässt Ammann wissen.

Wie setzen sich die Einnahmen des Bodensee-Airports zusammen? Zunächst kassiert der Flughafen für jedes Flugzeug, das landet, einen fixen Betrag, das so genannte Landeentgelt. Dessen Höhe berechnet sich nach Größe und Tonnage des Fliegers. Dazu kommen noch variable Einnahmen, die sich nach der Anzahl der an Bord befindlichen Passagiere richtet, sowie Abfertigungsgebühren für Be- und Entladung und andere Zusatzleistungen.

Die Verbindung nach Frankfurt bezeichnet Jürgen Ammann als „das Rückgrat des Bodensee-Airports“. Zum einen werde sie ganz stark als Business-Linie genutzt. Zum anderen spiele Frankfurt aber auch als internationales Drehkreuz für den Tourismus eine ganz wichtige Rolle. „Nicht zuletzt ist die Frankfurt-Verbindung für uns ein Unterscheidungsmerkmal“, verrät Ammann, „denn auf vielen Regionalflughäfen ist die Lufthansa gar nicht mehr präsent.“

Alles in geordneten Bahnen

Auch wenn die Streikbewältigung einen erhöhten Arbeitsaufwand mit sich brachte, sei am Bodensee-Airport alles in geordneten Bahnen verlaufen, sagt der Flughafensprecher. Den Kolleginnen von der Lufthansa-Abfertigung, die unentwegt hinsichtlich Alternativen beraten hatten, bescheinigt er einen sehr guten Job. Die Gespräche mit den Kunden seien in einer freundlichen und angenehmen Atmosphäre verlaufen.

(Erschienen: 22.02.2012 22:00)

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