Nachrichten Friedrichshafen
Sparen – jetzt wird’s ernst
Für Oberbürgermeister Andreas Brand sind die Grenzen der Sparmöglichkeiten beziehungsweise der Verbesserung von Einnahmen durchaus noch dehnbar. Die ursprüngliche Liste, die die Verwaltung unter den Gemeinderatsfraktionen herumgehen ließ, war weitaus umfassender. Die jetzt vorliegenden Vorschläge sind aufgrund der Rückmeldungen zusammengestellt worden. Man kann also davon ausgehen, dass die Umsetzungsliste bereits im Zuge der Haushaltsverabschiedung am 25. März beschlossen wird. Über die so genannte Prüfliste wird es einen längeren Diskussionsprozess geben. Entscheidungen müssen jedoch spätestens im ersten Halbjahr 2011 fallen.
Ein paar Beispiele: Das Hallenbad ist marode und eine Energieschleuder ersten Ranges. 1,2 Millionen Euro schießt die Stadt Jahr für Jahr bei den Betriebskosten zu. Würde man die Einrichtung schließen, wäre der Haushalt sofort um 1,6 Millionen Euro entlastet. Den geplanten Neubau eines Hallenbades im Sportpark bei der ZF-Arena will der OB dennoch zügig vorantreiben.
Ein zweites Beispiel: das Seehasenfest. Im Haushalt sind dafür 673 320 Euro vorgesehen. Ziel der Verwaltung ist es, die Kosten um 200 000 Euro zu senken. Mit einem kleineren Feuerwerk und dem Verzicht auf Marschprämien allein ist das nicht zu machen. Das Kulturufer konnte bisher auf einen städtischen Zuschuss in Höhe von etwa 210 000 Euro zählen. Ab 2011 soll die Veranstaltung mit 160 000 Euro auskommen.
Ein Potenzial, das weit über die vorgeschlagenen 250 000 Euro hinausgeht sieht die Verwaltung bei der Vereinsförderung. Eine Beteiligung an den Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) bei Hallen und Gebäuden würde zumindest positive Effekte auf das Kostenbewusstsein haben. Auf den Grundsatz der Mietfreiheit will man allerdings nicht verzichten. Soll die Stadt auf die alte Turn- und Festhalle verkaufen? Der laufende Betrieb dieser Halle verschlingt inklusive Abschreibung und Verzinsung 281 000 Euro. Eine Generalsanierung würde eine Million kosten.
(Erschienen: 09.03.2010 18:15)
Für Oberbürgermeister Andreas Brand sind die Grenzen der Sparmöglichkeiten beziehungsweise der Verbesserung von Einnahmen durchaus noch dehnbar. Die ursprüngliche Liste, die die Verwaltung unter den Gemeinderatsfraktionen herumgehen ließ, war weitaus umfassender. Die jetzt vorliegenden Vorschläge sind aufgrund der Rückmeldungen zusammengestellt worden. Man kann also davon ausgehen, dass die Umsetzungsliste bereits im Zuge der Haushaltsverabschiedung am 25. März beschlossen wird. Über die so genannte Prüfliste wird es einen längeren Diskussionsprozess geben. Entscheidungen müssen jedoch spätestens im ersten Halbjahr 2011 fallen.
Ein paar Beispiele: Das Hallenbad ist marode und eine Energieschleuder ersten Ranges. 1,2 Millionen Euro schießt die Stadt Jahr für Jahr bei den Betriebskosten zu. Würde man die Einrichtung schließen, wäre der Haushalt sofort um 1,6 Millionen Euro entlastet. Den geplanten Neubau eines Hallenbades im Sportpark bei der ZF-Arena will der OB dennoch zügig vorantreiben.
Ein zweites Beispiel: das Seehasenfest. Im Haushalt sind dafür 673 320 Euro vorgesehen. Ziel der Verwaltung ist es, die Kosten um 200 000 Euro zu senken. Mit einem kleineren Feuerwerk und dem Verzicht auf Marschprämien allein ist das nicht zu machen. Das Kulturufer konnte bisher auf einen städtischen Zuschuss in Höhe von etwa 210 000 Euro zählen. Ab 2011 soll die Veranstaltung mit 160 000 Euro auskommen.
Ein Potenzial, das weit über die vorgeschlagenen 250 000 Euro hinausgeht sieht die Verwaltung bei der Vereinsförderung. Eine Beteiligung an den Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) bei Hallen und Gebäuden würde zumindest positive Effekte auf das Kostenbewusstsein haben. Auf den Grundsatz der Mietfreiheit will man allerdings nicht verzichten. Soll die Stadt auf die alte Turn- und Festhalle verkaufen? Der laufende Betrieb dieser Halle verschlingt inklusive Abschreibung und Verzinsung 281 000 Euro. Eine Generalsanierung würde eine Million kosten.
(Erschienen: 09.03.2010 18:15)







































