Nachrichten Friedrichshafen
Sechstklässler Paul spielt sich in die Herzen der Schüler
Von unserem Mitarbeiter Felix Kästle
Tosender Applaus für Paul Starz, als der Sechstklässler sein Diabolo über die Schnur tanzen lässt. Alles selbst beigebracht, jeder Trick reif für den Circus – Paul hat’s einfach drauf. So flink wie der Junge mit Seil und der rotierenden Spule umgeht, so schnell ist die Nummer auch schon wieder vorbei. Nach anderthalb Minuten schreien und applaudieren mehr als 700 Schüler samt Lehrer. Es ist ein Abend von Schülern für Schüler – ein Kulturabend mit Tradition. Seit einem Vierteljahrhundert pflegt das Karl-Maybach-Gymnasium die Tradition.
Dr. Josef Nagel, stellvertretender Schulleiter, kann sich noch gut daran erinnern, wie alles begann. „Damals war alles kleiner, wir bespielten einen anderen Saal. Doch nach wie vor hat die Schülermitverwaltung die Organisation in der Hand“, erinnert sich Nagel. Wer heute dabei sein will, muss sich schon kurz nach den Sommerferien rühren. Schließlich beginnen dann schon die Vorbereitungen für den Kulturabend, einschließlich Casting.
13 Nummern stehen diesmal auf dem Programm. Da singt die Zwölftklässlerin Tomma Radlow im roten Licht des Scheinwerfers englische Songs. Da zeigen Neuntklässler Hip-Hop, Fünftklässler interpretieren den Klassiker Erlkönig völlig neu, die Neuntklässlerin Lara Wolff samt Band lässt es krachen und die Lehrerband rockt mit Songs aus den 60er und 70er Jahren, etwa mit „Cocaine“ von Eric Clapton nach Wake Up Little Susie von den Everly Brothers. Das kommt an. Und der Lehrerband ist ein rauschender Applaus sicher. Überhaupt spart das Publikum nicht mit Beifall.
Wen die Schülerschaft kennt, dessen Namen schreien die Gymnasiasten laut in den Saal. Mit seinem Diabolo spielt sich der Sechstklässler Paul in die Herzen der Schulkameraden. Als die Achtklässlerin Cosima Manigk fast hauchend ins Mikro singt, ist es so mucksmäuschenstill, dass man eine Nadel zu Boden fallen hören könnte. Tanz und Gesang dominieren den Abend. Ein kurzweiliger Abend – sicherlich auch dank des gut organisierten Ablaufs, wie der Regieplan zeigt.
Minutiös ist der Schülerkulturabend geplant. Und so läuft alles auch ab wie am Schnürchen. Fast alles. Nur der Beamer will nicht so recht, um den Kurzfilm zu zeigen. Er braucht eben Zeit, um sich aufzuwärmen. So ziehen die Moderatoren kurzerhand eine Nummer vor. Improvisation ist eben alles, wie die 25. Auflage des Schülerkulturabends zeigt.
(Erschienen: 10.03.2010 18:45)
Von unserem Mitarbeiter Felix Kästle
Tosender Applaus für Paul Starz, als der Sechstklässler sein Diabolo über die Schnur tanzen lässt. Alles selbst beigebracht, jeder Trick reif für den Circus – Paul hat’s einfach drauf. So flink wie der Junge mit Seil und der rotierenden Spule umgeht, so schnell ist die Nummer auch schon wieder vorbei. Nach anderthalb Minuten schreien und applaudieren mehr als 700 Schüler samt Lehrer. Es ist ein Abend von Schülern für Schüler – ein Kulturabend mit Tradition. Seit einem Vierteljahrhundert pflegt das Karl-Maybach-Gymnasium die Tradition.
Dr. Josef Nagel, stellvertretender Schulleiter, kann sich noch gut daran erinnern, wie alles begann. „Damals war alles kleiner, wir bespielten einen anderen Saal. Doch nach wie vor hat die Schülermitverwaltung die Organisation in der Hand“, erinnert sich Nagel. Wer heute dabei sein will, muss sich schon kurz nach den Sommerferien rühren. Schließlich beginnen dann schon die Vorbereitungen für den Kulturabend, einschließlich Casting.
13 Nummern stehen diesmal auf dem Programm. Da singt die Zwölftklässlerin Tomma Radlow im roten Licht des Scheinwerfers englische Songs. Da zeigen Neuntklässler Hip-Hop, Fünftklässler interpretieren den Klassiker Erlkönig völlig neu, die Neuntklässlerin Lara Wolff samt Band lässt es krachen und die Lehrerband rockt mit Songs aus den 60er und 70er Jahren, etwa mit „Cocaine“ von Eric Clapton nach Wake Up Little Susie von den Everly Brothers. Das kommt an. Und der Lehrerband ist ein rauschender Applaus sicher. Überhaupt spart das Publikum nicht mit Beifall.
Wen die Schülerschaft kennt, dessen Namen schreien die Gymnasiasten laut in den Saal. Mit seinem Diabolo spielt sich der Sechstklässler Paul in die Herzen der Schulkameraden. Als die Achtklässlerin Cosima Manigk fast hauchend ins Mikro singt, ist es so mucksmäuschenstill, dass man eine Nadel zu Boden fallen hören könnte. Tanz und Gesang dominieren den Abend. Ein kurzweiliger Abend – sicherlich auch dank des gut organisierten Ablaufs, wie der Regieplan zeigt.
Minutiös ist der Schülerkulturabend geplant. Und so läuft alles auch ab wie am Schnürchen. Fast alles. Nur der Beamer will nicht so recht, um den Kurzfilm zu zeigen. Er braucht eben Zeit, um sich aufzuwärmen. So ziehen die Moderatoren kurzerhand eine Nummer vor. Improvisation ist eben alles, wie die 25. Auflage des Schülerkulturabends zeigt.
(Erschienen: 10.03.2010 18:45)





































