Nachrichten Friedrichshafen
Messe Friedrichshafen bietet fruchtbaren Boden für Obst- und Agrarbranche
Die Branche blickt zuversichtlich auf die laufende Verkaufssaison. Eugen Setz, Geschäftsführer der Obstregion Bodensee, weist in diesem Zusammenhang gerne auf die hohe Exportsteigerung der EU bei Äpfeln vornehmlich in Länder mit wachsender Kaufkraft. Dazu zählen Russland und Asien, rund zehn Prozent der Bodensee-Äpfel werden exportiert, davon landen acht Prozent in Russland. Über diese Entwicklung sind die Obstanbauer in der Region glücklich, Sorgen bereitet ihnen auf der einen Seite jedoch der Umstand, dass immer mehr Menschen immer weniger Ost essen, vor allem die junge Bevölkerung hat den Apfel noch nicht wirklich entdeckt. Und auf der anderen Seite sorge, so Setz, die Landespolitik mit dem Grünlandumbruchverbot für Ärger. Demnach dürfe Weideland nicht mehr zu Obstplantagen umgewandelt werden, obwohl nach verschiedenen Studien diese Obstanbauflächen weit mehr CO2 binden würden, als reines Grasland.
Das sind nicht die einzigen Themen, mit denen sich die Messe befasst, die am Freitag startet. Fruchtwelt Bodensee und „agrarwelt“ werden mit 335 Ausstellern aus 13 Ländern eröffnet. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr, was für die Messe und die Projektleiterin Petra Rathgeber die Bedeutung des Branchentreffs am Bodensee unterstreicht. Bis Sonntag widmet sich die Kombimesse allen Themen aus Obstanbau, Brennereiwesen, Erntemaschinen, Pflanzenschutz, Baumschulen und Vermarktung, aber auch Energie, Maschinen sowie Forstwirtschaft und Technik. Mehrere Tagungen finden auf dem Messegelände statt, Sonderschauen zeigen Oldtimer-Traktoren und alte Maschinen oder eine Übersicht über Edelbrände.
In den Fokus für die Verbraucher stellen die hiesigen Aussteller den Apfel und den Obstverzehr. Statistiken besagen, dass junge Menschen immer weniger Obst essen, eine Entwicklung, die aus gesundheitspolitischer Sicht, aber auch aus Sicht der Obstanbauer besorgniserregend ist. Hier sollen Aufklärung und Information entgegenwirken. „Wer regelmäßig unterschiedliches Obst isst, kann seinem Körper ein breites Spektrum an Nährstoffen zuführen“, sagt die Ökotrophologin Andrea Wiedemann vom Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben. Am Messesonntag informiert sie um 11 Uhr im Raum Liechtenstein die Besucher über fruchtiges Obstvergnügen und plädiert für die eigene Verarbeitung von Obst zu Püree oder Saft.
Die Messe ist demnach nicht nur als Fachmesse konzipiert, sondern richtet sich auch an die Endverbraucher. Modenschauen, Vorträge zur Ernährung und Serviceangebote runden das Angebot ab.
Die Messe ist Freitag, 24. Februar, bis Sonntag 26. Februar, von 9 bis 18 Uhr, am Sonntag nur bis 17 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 9 Euro. Weitere Informationen unter www.fruchtwelt-bodensee.de und www.agrarwelt-bodensee.de
(Erschienen: 22.02.2012 13:55)
Die Branche blickt zuversichtlich auf die laufende Verkaufssaison. Eugen Setz, Geschäftsführer der Obstregion Bodensee, weist in diesem Zusammenhang gerne auf die hohe Exportsteigerung der EU bei Äpfeln vornehmlich in Länder mit wachsender Kaufkraft. Dazu zählen Russland und Asien, rund zehn Prozent der Bodensee-Äpfel werden exportiert, davon landen acht Prozent in Russland. Über diese Entwicklung sind die Obstanbauer in der Region glücklich, Sorgen bereitet ihnen auf der einen Seite jedoch der Umstand, dass immer mehr Menschen immer weniger Ost essen, vor allem die junge Bevölkerung hat den Apfel noch nicht wirklich entdeckt. Und auf der anderen Seite sorge, so Setz, die Landespolitik mit dem Grünlandumbruchverbot für Ärger. Demnach dürfe Weideland nicht mehr zu Obstplantagen umgewandelt werden, obwohl nach verschiedenen Studien diese Obstanbauflächen weit mehr CO2 binden würden, als reines Grasland.
Das sind nicht die einzigen Themen, mit denen sich die Messe befasst, die am Freitag startet. Fruchtwelt Bodensee und „agrarwelt“ werden mit 335 Ausstellern aus 13 Ländern eröffnet. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr, was für die Messe und die Projektleiterin Petra Rathgeber die Bedeutung des Branchentreffs am Bodensee unterstreicht. Bis Sonntag widmet sich die Kombimesse allen Themen aus Obstanbau, Brennereiwesen, Erntemaschinen, Pflanzenschutz, Baumschulen und Vermarktung, aber auch Energie, Maschinen sowie Forstwirtschaft und Technik. Mehrere Tagungen finden auf dem Messegelände statt, Sonderschauen zeigen Oldtimer-Traktoren und alte Maschinen oder eine Übersicht über Edelbrände.
In den Fokus für die Verbraucher stellen die hiesigen Aussteller den Apfel und den Obstverzehr. Statistiken besagen, dass junge Menschen immer weniger Obst essen, eine Entwicklung, die aus gesundheitspolitischer Sicht, aber auch aus Sicht der Obstanbauer besorgniserregend ist. Hier sollen Aufklärung und Information entgegenwirken. „Wer regelmäßig unterschiedliches Obst isst, kann seinem Körper ein breites Spektrum an Nährstoffen zuführen“, sagt die Ökotrophologin Andrea Wiedemann vom Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben. Am Messesonntag informiert sie um 11 Uhr im Raum Liechtenstein die Besucher über fruchtiges Obstvergnügen und plädiert für die eigene Verarbeitung von Obst zu Püree oder Saft.
Die Messe ist demnach nicht nur als Fachmesse konzipiert, sondern richtet sich auch an die Endverbraucher. Modenschauen, Vorträge zur Ernährung und Serviceangebote runden das Angebot ab.
Die Messe ist Freitag, 24. Februar, bis Sonntag 26. Februar, von 9 bis 18 Uhr, am Sonntag nur bis 17 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 9 Euro. Weitere Informationen unter www.fruchtwelt-bodensee.de und www.agrarwelt-bodensee.de
(Erschienen: 22.02.2012 13:55)






































