Nachrichten Friedrichshafen
Kaufmann kämpft sich durch
Seit immer mehr ehemalige Schüler einstigem Schulpersonal vorwerfen, sexuell missbraucht worden zu sein, steht das reformpädagogische Elite-Internat im Brennpunkt. Und die Schulleiterin muss den Skandal, der immer weitere Kreise zieht, managen: Seit Tagen kommt Margarita Kaufmann daher kaum noch weg vom Telefon, bis Mitternacht sind Aufarbeiten, Zuhören, Aufklären an allen Fronten angesagt -- denn nicht nur melden sich immer noch mehr Missbrauchsopfer, auch die Medien überrennen im Augenglick die Privatschule in Heppenheim. Auf so etwas war die 54-Jährige nicht gefasst: Vieles an der Odenwaldschule, sei „wie eine kalte Dusche“ gewesen, gesteht Kaufmann auf Anfrage der SZ.
„Ich bin ja kommunalpolitisch in Friedrichshafen durch viele Täler gegangen, aber dieses Tal hier ist besonders tief.“ Schon vor dem Skandal sei der Job als Schulleiterin nicht eben einfach gewesen, da sie als Rektorin quasi nichts alleine entscheiden könne, sondern alles mit der Schulkonferenz abstimmen müsse. Sie habe lediglich ein Vetorecht -- darüber entscheiden, ob etwas anders gemacht wird, entscheiden tut letztlich der Vereinsvorstand „Da hatte ich andere Vorstellungen“, sagt Kaufmann. Sehnt sie sich ab und zu an den Bodensee zurück? „Ja, x Mal“, gesteht sie. Und räumt freilich auch ein, dass ihr in Sachen Krisenmanagement nun vieles von dem, „was ich in Friedrichshafen gelernt habe, zugute kommt“.
(Erschienen: 11.03.2010 19:10)
Seit immer mehr ehemalige Schüler einstigem Schulpersonal vorwerfen, sexuell missbraucht worden zu sein, steht das reformpädagogische Elite-Internat im Brennpunkt. Und die Schulleiterin muss den Skandal, der immer weitere Kreise zieht, managen: Seit Tagen kommt Margarita Kaufmann daher kaum noch weg vom Telefon, bis Mitternacht sind Aufarbeiten, Zuhören, Aufklären an allen Fronten angesagt -- denn nicht nur melden sich immer noch mehr Missbrauchsopfer, auch die Medien überrennen im Augenglick die Privatschule in Heppenheim. Auf so etwas war die 54-Jährige nicht gefasst: Vieles an der Odenwaldschule, sei „wie eine kalte Dusche“ gewesen, gesteht Kaufmann auf Anfrage der SZ.
„Ich bin ja kommunalpolitisch in Friedrichshafen durch viele Täler gegangen, aber dieses Tal hier ist besonders tief.“ Schon vor dem Skandal sei der Job als Schulleiterin nicht eben einfach gewesen, da sie als Rektorin quasi nichts alleine entscheiden könne, sondern alles mit der Schulkonferenz abstimmen müsse. Sie habe lediglich ein Vetorecht -- darüber entscheiden, ob etwas anders gemacht wird, entscheiden tut letztlich der Vereinsvorstand „Da hatte ich andere Vorstellungen“, sagt Kaufmann. Sehnt sie sich ab und zu an den Bodensee zurück? „Ja, x Mal“, gesteht sie. Und räumt freilich auch ein, dass ihr in Sachen Krisenmanagement nun vieles von dem, „was ich in Friedrichshafen gelernt habe, zugute kommt“.
(Erschienen: 11.03.2010 19:10)







































