Nachrichten Friedrichshafen
Grüne diskutieren Gentechnik
Bislang weiß niemand so genau, wie der menschliche Organismus auf Mais, Tomaten oder Kartoffeln reagiert, die gentechnisch manipuliert worden sind. „Bei Bienen“, sagt Cornelia Wiethaler vom Kreisvorstand der Bodensee-Grünen, „verändert sich dann das Erbgut“. Weil Bienen außerdem hinfliegen, wo sie wollen und nicht am Rande eines Genmais-Ackers plötzlich umdrehen, sei die Verbreitung derartiger Züchtungen überdies nicht kontrollierbar. „Die möglicherweise von der Gentechnik ausgehenden Gefahren sind noch nicht ausreichend erforscht“, fügt Grünen-Vorstandskollege Matthias Klemm hinzu. Grund genug, sich mit der Thematik zu befassen, finden die Grünen-Kreisverbände Alb-Donau, Biberach, Bodensee, Ravensburg, Sigmaringen, Ulm und Wangen. Und wollen das bei der Regionalkonferenz, die am Samstag, 12. Juni, von 10.30 bis 18.30 Uhr im GZH über die Bühne geht, tun. Freilich nicht allein: Wer immer sich über verschiedene Aspekte der Gentechnik informieren möchte, ist willkommen -- inklusive eigener Anregungen. Auch Leute, die Gentechnik gut finden, denn: „Wir wollen die Diskussion vorantreiben“, macht Klemm deutlich. Gern mit anderen Parteien.
Da der Eintritt zu der Veranstaltung kostenlos ist, kann man sich auch nur ein paar Häppchen der zahlreichen Vorträge rauspicken. Los geht‘s um 10.30 Uhr mit der Eröffnung, um 11 Uhr spricht Grünen-MdB Ulrike Höfken über Verbraucherschutz, um 13.30 Uhr hat der hiesige Biolandwirt Hans Holland das Wort, um 14.30 Uhr spricht Martina Adams vom Pomologenverband über Auswirkungen der Gentechnik auf den Apfelanbau, um 15.30 Uhr stellt die Wissenschaftlerin Professor Susan Bardosz von der Universität Debrecen in Ungarn neueste Forschungsergebnisse vor, und um 17 Uhr beleuchtet die Europa-Abgeordnete der Grünen, Heide Rühle, den europäischen Blickwinkel des Themas. Dazwischen ist jeweils genügend Zeit für Fragen und Diskussionen. Außerdem soll eine Wanderausstellung einen Eindruck davon vermitteln, wie gentechnikfreie Landwirtschaft funktionieren könnte. Und um auch rund ums GZH auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen, wird die Salemer Familie Schlegel mit ihrer Kutsche regelmäßig zwischen Graf-Zeppelin-Haus und Musikmuschel die Uferpromenade entlang fahren.
Weitere Infos zum Thema gibt es auch auf der Homepage der Grünen-Kreisverbände unter www.vielfalt-ernaehrt-das-land.de.
(Erschienen: 07.06.2010 17:55)
Bislang weiß niemand so genau, wie der menschliche Organismus auf Mais, Tomaten oder Kartoffeln reagiert, die gentechnisch manipuliert worden sind. „Bei Bienen“, sagt Cornelia Wiethaler vom Kreisvorstand der Bodensee-Grünen, „verändert sich dann das Erbgut“. Weil Bienen außerdem hinfliegen, wo sie wollen und nicht am Rande eines Genmais-Ackers plötzlich umdrehen, sei die Verbreitung derartiger Züchtungen überdies nicht kontrollierbar. „Die möglicherweise von der Gentechnik ausgehenden Gefahren sind noch nicht ausreichend erforscht“, fügt Grünen-Vorstandskollege Matthias Klemm hinzu. Grund genug, sich mit der Thematik zu befassen, finden die Grünen-Kreisverbände Alb-Donau, Biberach, Bodensee, Ravensburg, Sigmaringen, Ulm und Wangen. Und wollen das bei der Regionalkonferenz, die am Samstag, 12. Juni, von 10.30 bis 18.30 Uhr im GZH über die Bühne geht, tun. Freilich nicht allein: Wer immer sich über verschiedene Aspekte der Gentechnik informieren möchte, ist willkommen -- inklusive eigener Anregungen. Auch Leute, die Gentechnik gut finden, denn: „Wir wollen die Diskussion vorantreiben“, macht Klemm deutlich. Gern mit anderen Parteien.
Da der Eintritt zu der Veranstaltung kostenlos ist, kann man sich auch nur ein paar Häppchen der zahlreichen Vorträge rauspicken. Los geht‘s um 10.30 Uhr mit der Eröffnung, um 11 Uhr spricht Grünen-MdB Ulrike Höfken über Verbraucherschutz, um 13.30 Uhr hat der hiesige Biolandwirt Hans Holland das Wort, um 14.30 Uhr spricht Martina Adams vom Pomologenverband über Auswirkungen der Gentechnik auf den Apfelanbau, um 15.30 Uhr stellt die Wissenschaftlerin Professor Susan Bardosz von der Universität Debrecen in Ungarn neueste Forschungsergebnisse vor, und um 17 Uhr beleuchtet die Europa-Abgeordnete der Grünen, Heide Rühle, den europäischen Blickwinkel des Themas. Dazwischen ist jeweils genügend Zeit für Fragen und Diskussionen. Außerdem soll eine Wanderausstellung einen Eindruck davon vermitteln, wie gentechnikfreie Landwirtschaft funktionieren könnte. Und um auch rund ums GZH auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen, wird die Salemer Familie Schlegel mit ihrer Kutsche regelmäßig zwischen Graf-Zeppelin-Haus und Musikmuschel die Uferpromenade entlang fahren.
Weitere Infos zum Thema gibt es auch auf der Homepage der Grünen-Kreisverbände unter www.vielfalt-ernaehrt-das-land.de.
(Erschienen: 07.06.2010 17:55)








































