Nachrichten Friedrichshafen
Festival soll kein Strohfeuer bleiben
Friedrichshafen ist eine internationale Stadt, sie beherbergt Menschen aus fast 160 Nationen – und damit fast so viele wie Berlin-Neukölln. Das wollen zumindest Alexander Keil und Thomas Eder, Initiatoren von „Seekult“ herausgefunden haben. „Aber wo sind sie?“, fragt Eder. Schließlich sehe die Stadt auf den ersten Blick gar nicht so „bunt“ aus. Um das zu ändern, rief ein Kernteam aus neun Masterstudenten der ZU die Idee eines Kulurfestivals auf den Plan, das die kulturelle Vielfalt Friedrichshafen widerspiegeln soll. „Wir wollen die Leute in Interaktion bringen, ihnen neue Perspektiven zeigen“, erklärt Alexander Keil, der die künstlerische Leitung des Projekts trägt. „Wir wollen ein Publikum ansprechen, das neugierig ist.“
Daran sollte es nicht mangeln, schließlich wartet das Festival mit einer bunten Mischung aus Theater, Tanz und interaktiven Ausstellungen auf. Einer der Hauptprogrammpunkte ist eine Foto-Installation, die die Porträts von 16 Friedrichshafnern zeigt. Diese lassen sich über drehbare Würfel unter anderem verschiedenen Interviews zuordnen. „Vom Arbeitslosen, Schwulen oder Punker bis zum Hochadel ist alles dabei“, erzählt Eder, der die Gäste einlädt, sich hier einmal mit ihren Vorurteilen auseinander zusetzen und zu überlegen zu welchem Gesicht, welche Aussage passen könnte. Die Porträtierten sind größtenteils selbst auf dem Festival anzutreffen, um sich mit den Gästen auszutauschen.
Um Austausch geht es auch beim politischen Speed Dating: Hier sind die Besucher gefordert, innerhalb von vier mal 15 Minuten Lösungsansätze für vier aktuelle politische Problemstellungen zu finden. Und auch in den verschiedenen Theatervorführungen wollen die Schauspieler das Publikum zum Teil interaktiv beteiligen.
„seekult“ wird von drei Workshops flankiert, an dem die Festivalbesucher interkulturell aktiv werden können: In einem kreativen Schreibworkshop von SZ-Redakteur Ralf Schäfer werden bereits seit 2. November „Geschichten erzählt“. Annekatrin Trautmann verbindet in ihrem Tanzworkshop, der an den Festivaltagen von 14-18 Uhr bzw. von 11-14 Uhr stattfindet, Tanz mit Pantomime. „Grenzen der Freiheit“ diskutieren die Teilnehmer der interreligiösen Gespräche vom 10. bis 12. November unter der Leitung von Irina Spokoinyi. Mit dabei sind der Landesrabbiner von Baden sowie Vertreter der evangelischen, russisch-orthodoxen, buddistischen und muslimischen Glaubensrichtungen.
„Die Leute zu begeistern, ist die größte Hoffnung, die wir haben“, sagt Thomas Eder. Und Bertram Rusch, Fotograf und Mitinitiator des Festivals, hofft, „dass es kein Strohfeuer bleibt, sondern größer wird.“
(Erschienen: 04.11.2011 18:05)
Friedrichshafen ist eine internationale Stadt, sie beherbergt Menschen aus fast 160 Nationen – und damit fast so viele wie Berlin-Neukölln. Das wollen zumindest Alexander Keil und Thomas Eder, Initiatoren von „Seekult“ herausgefunden haben. „Aber wo sind sie?“, fragt Eder. Schließlich sehe die Stadt auf den ersten Blick gar nicht so „bunt“ aus. Um das zu ändern, rief ein Kernteam aus neun Masterstudenten der ZU die Idee eines Kulurfestivals auf den Plan, das die kulturelle Vielfalt Friedrichshafen widerspiegeln soll. „Wir wollen die Leute in Interaktion bringen, ihnen neue Perspektiven zeigen“, erklärt Alexander Keil, der die künstlerische Leitung des Projekts trägt. „Wir wollen ein Publikum ansprechen, das neugierig ist.“
Daran sollte es nicht mangeln, schließlich wartet das Festival mit einer bunten Mischung aus Theater, Tanz und interaktiven Ausstellungen auf. Einer der Hauptprogrammpunkte ist eine Foto-Installation, die die Porträts von 16 Friedrichshafnern zeigt. Diese lassen sich über drehbare Würfel unter anderem verschiedenen Interviews zuordnen. „Vom Arbeitslosen, Schwulen oder Punker bis zum Hochadel ist alles dabei“, erzählt Eder, der die Gäste einlädt, sich hier einmal mit ihren Vorurteilen auseinander zusetzen und zu überlegen zu welchem Gesicht, welche Aussage passen könnte. Die Porträtierten sind größtenteils selbst auf dem Festival anzutreffen, um sich mit den Gästen auszutauschen.
Um Austausch geht es auch beim politischen Speed Dating: Hier sind die Besucher gefordert, innerhalb von vier mal 15 Minuten Lösungsansätze für vier aktuelle politische Problemstellungen zu finden. Und auch in den verschiedenen Theatervorführungen wollen die Schauspieler das Publikum zum Teil interaktiv beteiligen.
„seekult“ wird von drei Workshops flankiert, an dem die Festivalbesucher interkulturell aktiv werden können: In einem kreativen Schreibworkshop von SZ-Redakteur Ralf Schäfer werden bereits seit 2. November „Geschichten erzählt“. Annekatrin Trautmann verbindet in ihrem Tanzworkshop, der an den Festivaltagen von 14-18 Uhr bzw. von 11-14 Uhr stattfindet, Tanz mit Pantomime. „Grenzen der Freiheit“ diskutieren die Teilnehmer der interreligiösen Gespräche vom 10. bis 12. November unter der Leitung von Irina Spokoinyi. Mit dabei sind der Landesrabbiner von Baden sowie Vertreter der evangelischen, russisch-orthodoxen, buddistischen und muslimischen Glaubensrichtungen.
„Die Leute zu begeistern, ist die größte Hoffnung, die wir haben“, sagt Thomas Eder. Und Bertram Rusch, Fotograf und Mitinitiator des Festivals, hofft, „dass es kein Strohfeuer bleibt, sondern größer wird.“
(Erschienen: 04.11.2011 18:05)






































