Nachrichten Friedrichshafen
Der Stadtstrand bleibt erhalten
Doch wie sollte es nun weitergehen? Vier Zukunftsvarianten seien möglich, hieß es im Bericht: a) sofortiger Abbau, b) Eine Winteraktion und Betrieb von April bis Juni 2012, c) Betrieb von April bis Juni 2012 ohne Winteraktionen, d) Dauerbetrieb mit Auf- und Abbau bei Seehasenfest und Kulturufer. „Als Anziehungspunkt sollte der Stadtstrand unbedingt erhalten bleiben“, betonte Bürgermeister Peter Hauswald und sprach sich für die Variante c) aus.
Ursprünglich hätten die Gemeinderäte Hauswalds Sachstandsbericht nur zustimmend zur Kenntnis nehmen sollen – eine konkrete Entscheidung über die Zukunft des T-City-Stadtstrands war für später vorgesehen. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters entspann sich aber eine lebhafte Diskussion, in der sich fast jeder zu Wort meldete. Gaby Lamparsky (FDP) sprach sich dafür aus, die Anlage „mehr als nur einmal zu nutzen“. Sie hätte sich allerdings gewünscht, dass der Stadtstrand an einem alternativen Standort fortgeführt wird, wo die Grünfläche nicht so belastet wird. Dieter Stauber (SPD) wollte auf keinen Fall eine Variante unterstützen, bei der Stadtstrand im Winter bespielt wird, für ihn wäre das „Zuviel des Guten“. Sein Fraktionskollege Roland Frank stellte klar, dass die Mehrheit der SPD nicht Fortführung, sondern Abbau favorisiert. Sein Hauptargument: „Wenn bis Juni dort Sand liegt, können wir jede Nachbegrünung vergessen.“ So sah es auch Sylvia Hiß-Petrowitz von der ÖDP. Johannes Brugger (CDU) freute sich, dass der Stadtstrand von Menschen angenommen wurde, die man üblicherweise dort nicht trifft – nämlich jüngeren. Seine Parteifreundin Magda Krom, die sich als Sprachrohr der älteren Generation versteht, erklärte: „Fürs Jubiläum war’s recht – doch wir brauchen da unten nicht dauernd Programm.“ Zumindest kein lautes, befand CDU-Mann Norbert Fröhlich. „Wir müssen die Belange der Anwohner berücksichtigen.“ Helge Körber (SPD), der Lautsprecher der Lärmgegner, erinnerte daran, dass der Gemeinderat einst mit gutem Grund beschlossen habe, die Zahl der Veranstaltungen am Ufer zu beschränken – zum Schutz der Umwelt und der Nachbarn.
Auf Antrag von Monika Blank und mit Unterstützung von OB Andreas Brand, der gerne auch „einen Knopf ans Thema machen wollte“, wurde dann doch konkret über die Zukunft des T-City-Stadtstrands abgestimmt – und zwar unterschiedlich quer durch nahezu alle Fraktionen. Mit 21 Ja- und zehn Gegenstimmen bei fünf Enthaltungen verabschiedete der Gemeinderat schließlich Variante c). Die Beachfreunde dürfen sich also freuen – von April bis Juni 2012 ist der große Sandkasten wieder geöffnet.
(Erschienen: 01.01.1970 00:59)
Doch wie sollte es nun weitergehen? Vier Zukunftsvarianten seien möglich, hieß es im Bericht: a) sofortiger Abbau, b) Eine Winteraktion und Betrieb von April bis Juni 2012, c) Betrieb von April bis Juni 2012 ohne Winteraktionen, d) Dauerbetrieb mit Auf- und Abbau bei Seehasenfest und Kulturufer. „Als Anziehungspunkt sollte der Stadtstrand unbedingt erhalten bleiben“, betonte Bürgermeister Peter Hauswald und sprach sich für die Variante c) aus.
Ursprünglich hätten die Gemeinderäte Hauswalds Sachstandsbericht nur zustimmend zur Kenntnis nehmen sollen – eine konkrete Entscheidung über die Zukunft des T-City-Stadtstrands war für später vorgesehen. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters entspann sich aber eine lebhafte Diskussion, in der sich fast jeder zu Wort meldete. Gaby Lamparsky (FDP) sprach sich dafür aus, die Anlage „mehr als nur einmal zu nutzen“. Sie hätte sich allerdings gewünscht, dass der Stadtstrand an einem alternativen Standort fortgeführt wird, wo die Grünfläche nicht so belastet wird. Dieter Stauber (SPD) wollte auf keinen Fall eine Variante unterstützen, bei der Stadtstrand im Winter bespielt wird, für ihn wäre das „Zuviel des Guten“. Sein Fraktionskollege Roland Frank stellte klar, dass die Mehrheit der SPD nicht Fortführung, sondern Abbau favorisiert. Sein Hauptargument: „Wenn bis Juni dort Sand liegt, können wir jede Nachbegrünung vergessen.“ So sah es auch Sylvia Hiß-Petrowitz von der ÖDP. Johannes Brugger (CDU) freute sich, dass der Stadtstrand von Menschen angenommen wurde, die man üblicherweise dort nicht trifft – nämlich jüngeren. Seine Parteifreundin Magda Krom, die sich als Sprachrohr der älteren Generation versteht, erklärte: „Fürs Jubiläum war’s recht – doch wir brauchen da unten nicht dauernd Programm.“ Zumindest kein lautes, befand CDU-Mann Norbert Fröhlich. „Wir müssen die Belange der Anwohner berücksichtigen.“ Helge Körber (SPD), der Lautsprecher der Lärmgegner, erinnerte daran, dass der Gemeinderat einst mit gutem Grund beschlossen habe, die Zahl der Veranstaltungen am Ufer zu beschränken – zum Schutz der Umwelt und der Nachbarn.
Auf Antrag von Monika Blank und mit Unterstützung von OB Andreas Brand, der gerne auch „einen Knopf ans Thema machen wollte“, wurde dann doch konkret über die Zukunft des T-City-Stadtstrands abgestimmt – und zwar unterschiedlich quer durch nahezu alle Fraktionen. Mit 21 Ja- und zehn Gegenstimmen bei fünf Enthaltungen verabschiedete der Gemeinderat schließlich Variante c). Die Beachfreunde dürfen sich also freuen – von April bis Juni 2012 ist der große Sandkasten wieder geöffnet.
(Erschienen: 01.01.1970 00:59)






































