Nachrichten Friedrichshafen
Bonhoeffer-Kirche bekommt neuen Altar, Kanzel und Taufbecken
„Seine Interpretation hat uns begeistert“, sagte Bauer. Unregelmäßig aufeinander geschichtete Sperrholzplatten tragen die Altarplatte aus Granit, die ein Kreuz andeutet. „Als Gemeinde und als einzelne Christenmenschen stehen wir in der Nachfolge Jesu Christi und tragen sein Kreuz“, deutet der Pfarrer das Motiv des vielschichtigen Aufbaus. Man könne die Altarplatte aber auch als Schirm verstehen, der die darunter Versammelten schützt und birgt.
Aus dem gleichen Stein gehauen sind die Kanzel, die ebenfalls von geschichteten Holzplatten gestützt wird, und das Taufbecken. Beide weisen wie der Altar Kreuzesform auf. Für Pfarrer Bauer passt das gut zum aus farbigen Glasbausteinen angedeuteten Kreuz an der Rückseite. Es wirft morgens, wenn die aufgehende Sonne durchscheint, das Licht von Ostern in den Raum und erhellen das Dunkel. Eine Konstellation, die der Pfarrer liebt: „Die Kreuzestheologie und die Theologie der Auferstehung kommen so in der Mittelachse zusammen.“
Für den Künstler war es wichtig, für den eher schlichten Raum etwas ganz Alltägliches zu finden, etwas, „was nicht an sich wertvoll ist, sondern durch das wertvoll wird, was man mit ihm macht“. Die Multiplex-Platten aus Sperrholz bekomme man in jedem Baumarkt. Dadurch, dass sie Fundament für den Altar sind, wo das Mahl des Herrn gefeiert wird und den Ambo, wo das Wort Gottes verkündet wird, werden sie etwas Besonderes.
Dass die Neuausstattung des Kirchenraumes kein Luxus ist, wird schon an den Kosten deutlich. 23 800 Euro lässt sich die Gemeinde die drei Prinzipalien kosten. Mehr als die Hälfte sind bereits durch Spenden abgedeckt, sagt Pfarrer Bauer. Im Übrigen sei es ein Vorhaben, das bereits bei der Erweiterung des Bonhoeffer-Hauses 1999 ein Thema war. Weil kein Geld da war, habe man damals die Prinzipalstücke aus der alten Paul-Gerhardt-Kirche verwendet und ergänzt um ein Taufbecken aus einer Blumenschale.
Jetzt sei die Zeit reif gewesen, die Sache neu anzupacken. Zusammen mit dem Kirchengemeinderat habe er sich auf den Weg gemacht und nach Möglichkeiten gesucht, sagt Pfarrer Bauer. Gespräche mit dem Kunstbeauftragten des Oberkirchenrats Reinhard Lambert Auer und der Häfler Künstlerin Brigitte Meßmer sind in einen Wettbewerb gemündet. Teilnehmer waren Waltraud Späth, Lutz Gruna und Hubert Kaltenmark – allesamt heimische Künstler, die qualitativ überzeugende Modelle lieferten, wie Bauer sagte. Am Ende entschied sich ein Preisgericht aus Mitgliedern des Kirchengemeinderats, Brigitte Meßmer und Diether F. Domes für den Kaltenmark-Entwurf.
Am Ostermorgen soll der erste Gottesdienst mit den neuen Prinzipalien gefeiert werden.
(Erschienen: 04.02.2012 10:00)
„Seine Interpretation hat uns begeistert“, sagte Bauer. Unregelmäßig aufeinander geschichtete Sperrholzplatten tragen die Altarplatte aus Granit, die ein Kreuz andeutet. „Als Gemeinde und als einzelne Christenmenschen stehen wir in der Nachfolge Jesu Christi und tragen sein Kreuz“, deutet der Pfarrer das Motiv des vielschichtigen Aufbaus. Man könne die Altarplatte aber auch als Schirm verstehen, der die darunter Versammelten schützt und birgt.
Aus dem gleichen Stein gehauen sind die Kanzel, die ebenfalls von geschichteten Holzplatten gestützt wird, und das Taufbecken. Beide weisen wie der Altar Kreuzesform auf. Für Pfarrer Bauer passt das gut zum aus farbigen Glasbausteinen angedeuteten Kreuz an der Rückseite. Es wirft morgens, wenn die aufgehende Sonne durchscheint, das Licht von Ostern in den Raum und erhellen das Dunkel. Eine Konstellation, die der Pfarrer liebt: „Die Kreuzestheologie und die Theologie der Auferstehung kommen so in der Mittelachse zusammen.“
Für den Künstler war es wichtig, für den eher schlichten Raum etwas ganz Alltägliches zu finden, etwas, „was nicht an sich wertvoll ist, sondern durch das wertvoll wird, was man mit ihm macht“. Die Multiplex-Platten aus Sperrholz bekomme man in jedem Baumarkt. Dadurch, dass sie Fundament für den Altar sind, wo das Mahl des Herrn gefeiert wird und den Ambo, wo das Wort Gottes verkündet wird, werden sie etwas Besonderes.
Dass die Neuausstattung des Kirchenraumes kein Luxus ist, wird schon an den Kosten deutlich. 23 800 Euro lässt sich die Gemeinde die drei Prinzipalien kosten. Mehr als die Hälfte sind bereits durch Spenden abgedeckt, sagt Pfarrer Bauer. Im Übrigen sei es ein Vorhaben, das bereits bei der Erweiterung des Bonhoeffer-Hauses 1999 ein Thema war. Weil kein Geld da war, habe man damals die Prinzipalstücke aus der alten Paul-Gerhardt-Kirche verwendet und ergänzt um ein Taufbecken aus einer Blumenschale.
Jetzt sei die Zeit reif gewesen, die Sache neu anzupacken. Zusammen mit dem Kirchengemeinderat habe er sich auf den Weg gemacht und nach Möglichkeiten gesucht, sagt Pfarrer Bauer. Gespräche mit dem Kunstbeauftragten des Oberkirchenrats Reinhard Lambert Auer und der Häfler Künstlerin Brigitte Meßmer sind in einen Wettbewerb gemündet. Teilnehmer waren Waltraud Späth, Lutz Gruna und Hubert Kaltenmark – allesamt heimische Künstler, die qualitativ überzeugende Modelle lieferten, wie Bauer sagte. Am Ende entschied sich ein Preisgericht aus Mitgliedern des Kirchengemeinderats, Brigitte Meßmer und Diether F. Domes für den Kaltenmark-Entwurf.
Am Ostermorgen soll der erste Gottesdienst mit den neuen Prinzipalien gefeiert werden.
(Erschienen: 04.02.2012 10:00)






































