Nachrichten Friedrichshafen
Bei Wommy Wonder artet der Applaus in Ekstase aus
Von unserem Mitarbeiter Andy Heinrich
„Guten Abend, liebe Leut‘, lachen ist das Motto heut‘“, hieß es bei der zehnten Runde des „New Comedy Festivals“, dem berühmt-berüchtigten „Show- und Genre-Mix“ vom Verlag Straubinger. Über 400 bestens gelaunte Besucher, darunter etliche Wiederholungstäter, ließen es sich nicht nehmen, neben der einzigartigen Fräulein Wommy Wonder den Vollblutmusiker Tobias Becker, Zauberweltmeister Julius Frack, den schwäbischen Wortakrobaten Ernst Mantel und die Kunstfigur und Sexexpertin Lilo Wanders im Wortsinn hautnah zu erleben.
Mit ihren weiblichen Rundungen, ihrem erotischem Charme aber auch ihrer Zuneigung zu Herren aus Meckenbeuren hatte Wommy Wonder alias Michael Panzer das Publikum nach nur wenigen Minuten im Griff und eroberte mit ihren pompösen Kostümen und schmissigen Schlagern, mit Chansons, Plaudereien über den Alltag und freien Improvisationen die Herzen ihrer Fans, ohne dabei Hirn und Zwerchfell zu vernachlässigen: „Ich liebe mein Publikum in Friedrichshafen, hier artet der Applaus immer gleich in Ekstase aus“. Als Raumpflegerin Elfriede Schäufele kokettiert sie mit den Herren der zweiten Reihe und erklärt ganz nebenbei, dass die neuen Senioren-EC-Karten nur einen Pin haben, dafür aber zehn Versuche zulassen.
Einen Einblick in die Welt der Magie zeigte der frisch gebackene Zauberweltmeister der Großillusion, Julius Frack. Zusammen mit dem Publikum erriet er Karten, ließ Lichtspiele auf spielerische und wunderbare Weise schweben oder fand zusammen mit seinem arabischen Orakel heraus, an welche Stadt ein Zuschauer gerade dachte.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte neben dem Pianisten Tobias Becker der Multi-Instrumentalist und Mitbegründer der Kleinen Tierschau, Ernst Mantel. Mit seiner schwäbischen Gosch und eienr unglaublich schnellen Wortakrobatik wusste der zweimalige Träger des Baden-Württembergischen Kleinkunstpreises, dass jeder Anfang sein Ende braucht und nach jedem Ende auch mal Schluss sein darf. Er sang von start up companys, kickoff-briefing, seiner nanny, über Outsourcing, cooles Feeling oder seine good Vibrations, betonte aber auch, dass er sonst mit Anglizismen nichts am Hut habe.
Stargast Lilo Wanders dagegen ging in der Brillanz des Abends etwas unter. Sie erlebte ihren tollsten Tag in einem Swingerclub, wo sie einen nackten, evangelischen Pfarrer mit tschechi-scher Begleitung traf oder dem Mann die Hand schütteln durfte, der Helmut Kohl die Prostata operierte. Zudem weiß das Publikum nun auch, dass Wanders früher Pornos synchronisierte und dabei Inge Meisel kennenlernte. Das Publikum quittierte den Auftritt mit ruhigem Beifall und verteilte seine Sympathien umso mehr auf die anderen Künstlerkollegen.
(Erschienen: 10.03.2010 18:20)
Von unserem Mitarbeiter Andy Heinrich
„Guten Abend, liebe Leut‘, lachen ist das Motto heut‘“, hieß es bei der zehnten Runde des „New Comedy Festivals“, dem berühmt-berüchtigten „Show- und Genre-Mix“ vom Verlag Straubinger. Über 400 bestens gelaunte Besucher, darunter etliche Wiederholungstäter, ließen es sich nicht nehmen, neben der einzigartigen Fräulein Wommy Wonder den Vollblutmusiker Tobias Becker, Zauberweltmeister Julius Frack, den schwäbischen Wortakrobaten Ernst Mantel und die Kunstfigur und Sexexpertin Lilo Wanders im Wortsinn hautnah zu erleben.
Mit ihren weiblichen Rundungen, ihrem erotischem Charme aber auch ihrer Zuneigung zu Herren aus Meckenbeuren hatte Wommy Wonder alias Michael Panzer das Publikum nach nur wenigen Minuten im Griff und eroberte mit ihren pompösen Kostümen und schmissigen Schlagern, mit Chansons, Plaudereien über den Alltag und freien Improvisationen die Herzen ihrer Fans, ohne dabei Hirn und Zwerchfell zu vernachlässigen: „Ich liebe mein Publikum in Friedrichshafen, hier artet der Applaus immer gleich in Ekstase aus“. Als Raumpflegerin Elfriede Schäufele kokettiert sie mit den Herren der zweiten Reihe und erklärt ganz nebenbei, dass die neuen Senioren-EC-Karten nur einen Pin haben, dafür aber zehn Versuche zulassen.
Einen Einblick in die Welt der Magie zeigte der frisch gebackene Zauberweltmeister der Großillusion, Julius Frack. Zusammen mit dem Publikum erriet er Karten, ließ Lichtspiele auf spielerische und wunderbare Weise schweben oder fand zusammen mit seinem arabischen Orakel heraus, an welche Stadt ein Zuschauer gerade dachte.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte neben dem Pianisten Tobias Becker der Multi-Instrumentalist und Mitbegründer der Kleinen Tierschau, Ernst Mantel. Mit seiner schwäbischen Gosch und eienr unglaublich schnellen Wortakrobatik wusste der zweimalige Träger des Baden-Württembergischen Kleinkunstpreises, dass jeder Anfang sein Ende braucht und nach jedem Ende auch mal Schluss sein darf. Er sang von start up companys, kickoff-briefing, seiner nanny, über Outsourcing, cooles Feeling oder seine good Vibrations, betonte aber auch, dass er sonst mit Anglizismen nichts am Hut habe.
Stargast Lilo Wanders dagegen ging in der Brillanz des Abends etwas unter. Sie erlebte ihren tollsten Tag in einem Swingerclub, wo sie einen nackten, evangelischen Pfarrer mit tschechi-scher Begleitung traf oder dem Mann die Hand schütteln durfte, der Helmut Kohl die Prostata operierte. Zudem weiß das Publikum nun auch, dass Wanders früher Pornos synchronisierte und dabei Inge Meisel kennenlernte. Das Publikum quittierte den Auftritt mit ruhigem Beifall und verteilte seine Sympathien umso mehr auf die anderen Künstlerkollegen.
(Erschienen: 10.03.2010 18:20)





































