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„Auch ich bin Häflerin, nur anders als du“

Bürgerprojekt des internationalen Frauenkreises feiert im Zeppelin Museum seinen Abschluss
„Auch ich bin Häflerin, nur anders als du“
„Auch ich bin Häflerin, nur anders als du“

Von Lydia Schäfer

Friedrichshafen Das Bürgerprojekt des interkulturellen Frauenkreises, das im Rahmen des Stadtjubiläums 2011 stattgefunden hat, hat im Foyer des Zeppelin Museums seinen Abschluss gefeiert. Das Motto des Projekts: „Auch ich bin Häflerin, nur anders als du.“

Unter der Leitung von Gloria Tirapegui Rojas trafen sich Migrantinnen und Deutsche regelmäßig, um Themen der alten und ihrer heutigen Heimat nachzugehen. Der Frauenkreis wurde im Jahr 2000 gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, interkulturelle Verständigung zwischen Frauen unterschiedlicher Kulturen und Deutschen zu fördern.

Die Kerngruppe des Jubiläumsprojekts bestand aus 24 Teilnehmerinnen, „aber bei manchen Aktionen waren wir auch 40 Frauen. Die Teilnehmerinnen kommen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, unterschiedlichen Kulturen und haben eines gemeinsam: Friedrichshafen ist ihre neue Heimat“, erläutert Gloria Tirapegui Rojas.

Bei Besuchen im Zeppelin Museum, dem Medienhaus K42 sowie einer Stadtführung sei man der Frage nachgegangen, was die Stadt Friedrichshafen ausmache. An anderen Tagen nahmen sie die Kamera in die Hand, um ihre Lieblingsplätze fotografisch festzuhalten. Hier sei man der Frage nachgegangen: „Welcher Ort ist mir in Friedrichshafen ans Herz gewachsen?“ Acrylbilder und Keramikobjekte, die unter der Aufgabenstellung entstanden sind „Farben und Formen, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an Friedrichshafen als meine zweite Heimat denke“, zeigen vielfältige Motive. Der See und die Berge finden sich ebenso wieder, wie Farbspiele oder auch Motive, die auf eine innere Zerrissenheit deuten. „Einige Frauen haben hier schon ein Zuhause gefunden, andere sind noch auf dem Weg“, sagt Rojas.

Bürgermeister Peter Hauswald sprach in seiner Rede von Gedanken über Herkunft und Ankunft und davon, dass es wichtig sei, „dass Menschen mit anderer Herkunft sich in das große Jubiläum der Stadt einfügen“. Mit dieser Projektarbeit sei das gelungen.

Gelungen war auch der ungezwungene Abend im Museum, begleitet von musikalischen Intermezzi der Pianistin Amina Schmid und Tänzen der Thai-Tanz-AG der Ludwig-Dürr-Schule. Malai Günthör, gebürtige Thailänderin, zeigte die Kunst des filigranen Obstschneidens. Als I-Tüpfelchen hatten die Frauen kulinarische Spezialitäten ihrer Heimat vorbereitet. Da ließen sich die Besucher nicht lange bitten und standen Schlange am Büffet.

(Erschienen: 11.02.2012 13:00)

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