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Spiellandschaft entzückt auf Anhieb

IMMENSTAAD / hke Im Sackkleid und mit Knochen haben gestern Steinzeitkinder im Schulhof der Stephan-Brodmann-Schule getanzt und getrommelt: Beim Schulfest wurde die ersehnte, imposante Bewegungslandschaft eingeweiht. "Es gibt eine kulturhistorische und eine pädagogische Begründung", erläuterte Rektor Wolfgang Krug die beeindruckenden Ausmaße und besondere Gestaltungsweise der dreiteiligen Bewegungslandschaft im Schulhof der Stephan-Brodmann-Schule. Gestern Nachmittag wurde beim Sommerfest die von den Schulkindern über etliche Monate Bauzeit verfolgte Spiellandschaft eingeweiht.

"Es gibt eine kulturhistorische und eine pädagogische Begründung", erläuterte Rektor Wolfgang Krug die beeindruckenden Ausmaße und besondere Gestaltungsweise der dreiteiligen Bewegungslandschaft im Schulhof der Stephan-Brodmann-Schule. Gestern Nachmittag wurde beim Sommerfest die von den Schulkindern über etliche Monate Bauzeit verfolgte Spiellandschaft eingeweiht.

"Vor 3000 Jahren gab es in Immenstaad Pfahlbauten. Archäologische Funde belegen das", begründete Krug die Gestaltung der Bewegungslandschaft mit tonnenschweren Felsblöcken, dicken Baumstämmen und hohen Holzhäusern in Anlehnung an steinzeitliche Siedlungen. Zudem solle die Bewegungslandschaft vor allem ein attraktives pädagogisches Angebot für Kinder sein und biete mannigfaltige Anregungen, körperlich aktiv zu sein. Die Lehrer würden sich mal im Dunkeln mit der Kletterlandschaft versuchen, sagte Krug schmunzelnd.

Ein Lied von Familie Feuerstein, vorgetragen vom Chor der Grundschüler, war umgetextet worden zu "Pfahlbauten in Immenstaad".

Bürgermeister Jürgen Beisswenger sah in der großen Begeisterung und freudigen Erwartung der Kinder die Bestätigung dafür, dass aus den ursprünglich vorgelegten Konzepten der jetzt umgesetzte Plan von "Neue Kunst am Ried" die richtige Wahl sei. Er sei froh, dass die Schule jetzt neben dem Lernen ein so attraktives Bewegungsangebot bieten könne.

90 Prozent der Investitionssumme für die Umgestaltung der Schule hin zum Ganztagskonzept komme aus dem Bundesprogramm IZBB. 400 000 Euro, die daraus bewilligt wurden, seien zur Hälfte in die Mensa mit Küche plus Umbau der Fachräume geflossen und zur anderen Hälfte in die Umgestaltung des Schulhofes mit drei Bewegungsanlagen. Nur 16 000 Euro hätten aus der Gemeindekasse zugeschossen werden müssen.

Trommel AG, Sport-AG und Inliner-AG hatten eine gemeinsame Aufführung im Steinzeitgewand einstudiert. Sogar beim Schulfest stand die Steinzeit als Thema im Mittelpunkt: Es gab unter anderem Steinzeiteintopf, Steinzeitrallye und Höhlenmalerei-Aktion. Die verantwortlichen Künstler, Stahlbildhauerin Susanne Hackenbracht und Steinbildhauer Cornelius Hackenbracht von "Neue Kunst am Ried" aus Wald-Ruhestetten bei Herdwangen, dankten Gemeinde, Schule und beteiligten Firmen für die Unterstützung und das Vertrauen. Den Kindern dankte Susanne Hackenbracht für ihre Geduld während der Bauzeit und die guten Gespräche. "Probiert alles aus und macht was daraus."

(Erschienen: 04.07.2009 00:06)

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