Rund um Friedrichshafen
Grüne fordern Gürtelbahn unter Strom bis 2017
„Die Ertüchtigung der Bahn im Bodenseekreis zu einem Verkehrsmittel, das in Punkto Leistungsfähigkeit und Kundenfreundlichkeit höchsten Ansprüchen gerecht wird, löst Verkehrsprobleme auf umweltfreundlichere und die Landschaft schonende Art“, sagt Matthias Klemm vom Kreisvorstand der Grünen. Die Elektrifizierung von Südbahn und Bodensee-Gürtelbahn, die im Nahverkehrsplan festgeschrieben werden soll, habe daher für die Kreis-Grünen unter allen Verkehrsprojekten die höchste Priorität. Im Entwurf des Landratsamtes für die Neufassung des Nahverkehrsplanes heißt es auf Seite 44: „Der öffentliche Nahverkehr kann Beförderungsleistungen mit vergleichsweise niedrigem Energieeinsatz und entsprechend geringem Schadstoffausstoß erbringen. Dies trägt zur Lösung lokaler Umweltprobleme (Feinstaub- und Stickoxidbelastung) als auch zur Minderung globaler Effekte (Klimaänderung) bei.“ Die Grünen erwarten, dass die ökologischen Vorteile des ÖPNV im Vorwort des Plans Eingang finden. „Papier ist geduldig, und wir befürchten, dass die Aussagen zur Umweltfreundlichkeit beispielsweise von Bürgermeistern der Region und Landespolitikern kaum zur Kenntnis genommen werden“, so Klemm. In Verkehrsfragen sei ein tiefgreifender Bewusstseinswandel erforderlich. Gerhard Barisch, Mitglied im Nahverkehrsausschuss des Kreistages, hat vom Grünen Kreisvorstand einen Katalog von Vorschlägen für die Überarbeitung des Nahverkehrsplans entgegen genommen. Hauptkritikpunkt ist, dass anders als beispielsweise beim Kreisstraßenprogramm keinerlei Finanzrahmen für den ÖPNV genannt wird. Auch die Elektrifizierung der Südbahn bis Ende 2015 sei erst in trockenen Tüchern, so die Grünen, wenn die Mittel (rund 100 Millionen Euro) im Investitionsrahmenplan des Bundes eingestellt seien. „Wir erwarten von Verkehrsministerin Gönner Taten und keine Wahlkampfversprechungen“. Außerdem sagen die Grünen, dass die Elektrifizierung der Südbahn zwingend die Elektrifizierung der Strecke zwischen Friedrichshafen und Radolfzell nach sich ziehen müsse. „Wir planen, diesbezüglich einen Antrag im Verkehrsausschuss einzubringen“, kündigt Barisch an. Ohne die Modernisierung der Bodensee-Gürtelbahn entstünde laut Nahverkehrsplan ein „Holpertakt“. „Für die Bodenseegürtelbahn Radolfzell – Lindau wird die Planung für die Elektrifizierung bis 2014 abgeschlossen und deren Realisierung bis 2017 mit Nachdruck angestrebt“, verlangen die Grünen in ihrer Stellungnahme. Ziel müsse sein, bis 2017 rund um den Bodensee in einem einheitlichen Tarifgebiet Reisen per Bahn im Halbstundentakt möglich zu machen.
(Erschienen: 04.02.2011 10:35)
„Die Ertüchtigung der Bahn im Bodenseekreis zu einem Verkehrsmittel, das in Punkto Leistungsfähigkeit und Kundenfreundlichkeit höchsten Ansprüchen gerecht wird, löst Verkehrsprobleme auf umweltfreundlichere und die Landschaft schonende Art“, sagt Matthias Klemm vom Kreisvorstand der Grünen. Die Elektrifizierung von Südbahn und Bodensee-Gürtelbahn, die im Nahverkehrsplan festgeschrieben werden soll, habe daher für die Kreis-Grünen unter allen Verkehrsprojekten die höchste Priorität. Im Entwurf des Landratsamtes für die Neufassung des Nahverkehrsplanes heißt es auf Seite 44: „Der öffentliche Nahverkehr kann Beförderungsleistungen mit vergleichsweise niedrigem Energieeinsatz und entsprechend geringem Schadstoffausstoß erbringen. Dies trägt zur Lösung lokaler Umweltprobleme (Feinstaub- und Stickoxidbelastung) als auch zur Minderung globaler Effekte (Klimaänderung) bei.“ Die Grünen erwarten, dass die ökologischen Vorteile des ÖPNV im Vorwort des Plans Eingang finden. „Papier ist geduldig, und wir befürchten, dass die Aussagen zur Umweltfreundlichkeit beispielsweise von Bürgermeistern der Region und Landespolitikern kaum zur Kenntnis genommen werden“, so Klemm. In Verkehrsfragen sei ein tiefgreifender Bewusstseinswandel erforderlich. Gerhard Barisch, Mitglied im Nahverkehrsausschuss des Kreistages, hat vom Grünen Kreisvorstand einen Katalog von Vorschlägen für die Überarbeitung des Nahverkehrsplans entgegen genommen. Hauptkritikpunkt ist, dass anders als beispielsweise beim Kreisstraßenprogramm keinerlei Finanzrahmen für den ÖPNV genannt wird. Auch die Elektrifizierung der Südbahn bis Ende 2015 sei erst in trockenen Tüchern, so die Grünen, wenn die Mittel (rund 100 Millionen Euro) im Investitionsrahmenplan des Bundes eingestellt seien. „Wir erwarten von Verkehrsministerin Gönner Taten und keine Wahlkampfversprechungen“. Außerdem sagen die Grünen, dass die Elektrifizierung der Südbahn zwingend die Elektrifizierung der Strecke zwischen Friedrichshafen und Radolfzell nach sich ziehen müsse. „Wir planen, diesbezüglich einen Antrag im Verkehrsausschuss einzubringen“, kündigt Barisch an. Ohne die Modernisierung der Bodensee-Gürtelbahn entstünde laut Nahverkehrsplan ein „Holpertakt“. „Für die Bodenseegürtelbahn Radolfzell – Lindau wird die Planung für die Elektrifizierung bis 2014 abgeschlossen und deren Realisierung bis 2017 mit Nachdruck angestrebt“, verlangen die Grünen in ihrer Stellungnahme. Ziel müsse sein, bis 2017 rund um den Bodensee in einem einheitlichen Tarifgebiet Reisen per Bahn im Halbstundentakt möglich zu machen.
(Erschienen: 04.02.2011 10:35)






































